pflanzung

In unserem Flügel befindet sich das Zimmer mit dem unmissverständlichen Namen Smoke. Unser Flügel ist der Flügel der Techniker, der Leute die sich berufsmäßig nicht rasieren müssen, der Flügel der Leute, die oft bis spät in die Nacht über ein schweißtreibendes Problem tüfteln. In unserem Flügel gibt es auch Männer in gepflegten Anzügen, viel Schale, wenn es darunter kriselt, viel Pflege, während darunter Erfolg und Angst verdunsten. In unserem Flügel arbeiten Männer – und eine Frau.
In allen Flügeln wurden jetzt Brandschutztüren eingebaut und seitdem bleibt die Luft in unserem Flügel hängen. In unserem Flügel riecht es jetzt nach Ziegenbock.

Es ist mir peinlich. So peinlich als würde man von einem Frauentrakt sagen es rieche nach Meeresfrüchten. Ich versuche zu lüften, erfolglos, der Bockgeruch sitzt in den Wänden, im Teppich, in der Nase, es ist ein markiertes Territorium.

Eine Kollegin kam heute in unseren Flügel und sagte, es rieche nach Frühling. Ich gebe zu nicht zu wissen in welcher Jahreszeit Böcke bockig sind.

wortpong . Radio FSK

Ankündigung über Ankündigung, es tut mir leid. Aber heute werde ich als Gast im Radio sitzen, beim Freien Sender Kombinat in der Seundung Wortpong, und mich mit Sven Heine ein wenig über Weblogs und Lietherathur unterhalten. Zudem werde ich (Achtung!) meine eigene Musik mitnehmen.

Mittwoch, 07.03.2007, 17-19 Uhr
FSK 93.0 oder 101.4 im Kabel

Die Sendung gibt es auch als Stream im Netz, für diejenigen die nicht in Hamburg wohnen. Der Stream ist im OGG-Format, es empfiehlt sich daher vorher zu testen ob der Player das schluckt, sonst muss der OGG Codec nachinstalliert werden. Das sollte man aber ohnehin getan haben (und sonst den VLC benutzen. Geht auch mit Mac).

Nachtrag: weitere Infos beim Redereihamburgblog.

TRANSIT #34 – "Auf Abwegen"

Am kommenden Dienstag lese ich bei Transit, die Lesereihe von Minimaltrashart und dem Mairisch-Verlag im Kulturhaus III&70 am Schulterblatt, im aufregenden Kreis von Sigrid Behrens, Jan Böttcher und Anna Czypionka.

Ich werde etwas heiteres lesen, vorausgesetzt ich bekomme diese Geschichte, an der ich gerade tippe, zu ende. Ich habe sie im Kopf, auf Papier allerdings erst drei Zeilen. Sonst werde ich vermutlich ins Archiv greifen müssen.

Alle weiteren Informationen bei Transit.

werbung, das isses irgendwie nicht

Werbung in Blogs? Kann man machen, muss man aber nicht.
Bei allem Respekt oder gar Bewunderung gegenüber einigen werbenden Blogs, aber das Bedürfnis, mit einem Blog Geld zu verdienen habe ich noch nie nachvollziehen können. Aber meinetwegen, man kann es machen. Ich will darüber kein Urteil fällen.

Ich bin zugegebenermaßen kein großer Freund von Werbung, Werbung ist nichts, Werbung ist Weitergabe von Produktnamen ohne diese zu empfehlen, Werbung ist Weiterverkauf von Weiterverkauf, es basiert auf nichts, es wird nichts gemacht im Sinne von Tun, von Herstellen, von Hervorbringen, Werbung wirbt und nichts weiter. Zudem sind mir die meisten Firmen hinter den umworbenen Produkten höchst zuwider.

Jetzt kann man Adical als Die Guten ansehen, das kleinere Übel sozusagen, wenn schon Werbung dann lieber in der eigenen Hand, dann hat man ein Wörtchen mitzureden. Versteht mich nicht falsch, mag jeder seine Werbung schalten, mag jeder Geld mit dem Blog verdienen wollen, wenn es mir zu bunt oder zu aufdringlich wird oder mir der Inhalt nicht mehr passt, dann bleibe ich von selber weg.

Aber, liebe Jungs und Mädls: Werbung als finanzielle Basis? Nö das isses irgendwie nicht. Von Digitaler Bohemme hätte ich etwas kreativeres erwartet.

(Nachtrag: Kid beim Rebellmarkt über Blogs und Geldverdienen. Via Anke, die auch darüber schreibt)

in Sataysauce dippen

Ich bin nicht so kleinlich, dass ich darauf bestehen würde und sagen, vergesst die Französische Revolution, der wahre Wendepunkt in der Geschichte war der Erste Weltkrieg. Schließlich habe ich eine ganze Reihe graubärtiger Historiker gegen mich, die sich vor langer Zeit schon zusammengeschlossen haben und 1789 als das Schicksalsjahr der Zivilisationsgeschichte definiert haben. Man würde sich über mich lustig machen und ich wäre irgendwann gezwungen zu sagen ich hätte diese Eingebung von Aliens bekommen, um mich halbwegs erhobenen Hauptes aus der Sache zu ziehen. Aber dennoch übersehen ausnahmlos alle Historiker diesen kleinen aber äußerst wichtigen Punkt in der Chronik der Menschheit, nämlich, dass durch den Ersten Weltkrieg den Deutschen die indonesische Küche vorenthalten blieb.

Es hätte anders kommen können: es gäbe weiterhin Kolonien und Sklaven, Wilhelm II. hätte die niederländischen Kolonien übernommen und man würde Samstags, mitten in Hamburg, anstatt Pizza und Pasta zu verschlingen, bei einem Teller mit mariniertem Fleisch und Gemüse in Kokussauce, gebratenem Kokus, pikantem Hühnchen in Sauce, Seroendeng, Kentang und das alles in Begleitung von geformten Matschreis sitzen.

Weil man aber der Strategie von Schlieffen dermaßen viel Vertauen entgegenbrachte, muss man heute ein paar Stunden gen Südwester fahren. Das dachte ich mir so, als ich am Samstag bei Bojo Hühnchenspieße in Sataysauce dippte.

Bojo
Lange Leidsedwarsstraat 51
1017 NG Amsterdam

Einer der besten Indonesier der Stadt. Relativ günstig, unkompliziert, gemütlich und sehr sehr (sehr, sehr, …) lekker zubereitetes indonesisches Essen.

die beiden geflügelten Gesellen

Dienstag am frühen morgen musste ich ein wenig hüsteln. Das geschieht schonmal. Um dem entgegenzuwirken, lasse ich den Filter beim Drehen der Frühstückszigaretten außen vor und rauche ungeschützt, direkt in die Lunge hinein. Das bringt alles hoch was in den Atemwegen röchelt und klebt — und gut ist.
Anders war es letzten Dienstag. Das Hüsteln wurde im Laufe des Vormittags zum Husten, am Nachmittag erschütterte der Husten meine Gelenke, später wurde mir schwindlig und in der Nacht waren die beiden Engel aus meiner Kindheit wieder da und unterhielten sich, ganz wie früher, hoch amüsiert, in dieser unverständlichen Sprache, und schon wieder schienen sie sich über mich lustig zu machen. Den Rechten mochte ich noch nie, wie er immer tuschelt, dabei aus den Augwinkeln zu mir heruntersieht, um danach zu kichern. Der Andere, der immer links sitzt, scheint frundlicher zu sein. Er lächelt immer ein wenig bemitleidenswert wenn der Rechte teuflisch grinst.

39 Grad, nicht schlecht, lange ist es her. Ich mochte halluzinogene Drogen noch nie.
Überdies musste ich gestern meinen Zug nach Holland ohne mich fahren lassen.

Womöglich ist meine Hausärztin die beste Hausärztin der Welt. Und zwar nicht weil sie dieses kurze Ding unter ihrer Ärztekutte trägt, die immer ein wenig verrutscht wenn sie mit überkreuzten Beinen auf ihrem Hausärztethron sitzt, sondern weil meine Hausärztin mit Behandlungsmethoden ganz nach meinem Geschmack praktiziert. So sagte sie zu mir: »Herr Wito, wenn Sie heute schlafen gehen, kippen Sie sich ein Glas Wein in den Rachen und schlafen Sie süß.«
Sekundenverliebtheit.

(Bitte keine Besserungswünsche, ich schreibe hier nicht für Mitleid, aber Tips habe ich immer gerne, Tips befolge ich immer, außer Tips zu befolgen habe ich momentan ohnehin nichts zu tun)

6 1 Kuriosität

Manchmal mag ich mich selbst nicht ungerne und manchmal gibt es solche Stöckchen die einen dazu auffordern etwas über sich selbst zu erzählen. Das Kuriositätenstöckchen machte die Runde und kurios wollte ich immer schon mal sein, deshalb klickerte ich mich schwitzend durch das Internet, in verzweifelter Hoffnung jemand zeige Interesse an meine Person und hätte ein Stöckchen für mich hinterlegt. Dem war aber nicht so und ich wurde äußerst enttäuscht, hörte auf zu essen und zu trinken. Doch als ich vier Stunden später wieder Hunger bekam, aß ich und fing dafür an in meinem Blog zu quengeln.
Als Erste zeigte meine geliebte Lu erbarmen, danach meldete sich auch mein geschätzter Quengelkollege und schließlich die beste Lisa aller Lisas, die mich sogar zeichnete.

Und da lag es dann, das Stöckchen, und ich musste mir Gedanken ob meiner Kuriositäten machen. Eine Woche lang grübelte ich über meine Person, suchte nach merkwürdigen Verhaltensweisen und kurz bevor ich dran war einzugehen, schickte ich eine verzweifelte Mail an die hübsche junge Frau in Amsterdam, die mich leider sehr gut kennt und ich bat sie, ganz angestrengt nachzudenken ob es nicht vielleicht eine Kuriosität über mich zu erzählen gebe.
Daraufhin folgte -ich hatte es geahnt- eine lange und erniedrigende Liste sogenannter merkwürdiger Eigenschaften.

»Schätzchen, ich kann doch nicht schreiben, dass ich meine Abstandsbedienung Fernbedienung nicht verstehe.Das ist doch peinlich. Ich bin schliesslich ein angesehener UNIX Operator.«
»Doch, das kannst Du ruhig schreiben«
»Nein, das werde ich nicht«
»Dann schreib doch, dass Du die Fernbedienung immer Abstandsbedienung nennst«
»Die nenne ich schon lange nicht mehr so«
»Schreib dann, dass Du Dein Deo als Ganzkörperspray und auf Klamotten benutzt«
»Das ist doch nicht kurios!«
»Doch ist es«
»Nein, das ist völlig OK. Wie wäre es wenn ich schriebe, dass ich wunderbaren Kaffee machen kann?«
»DAS ist nun wieder nicht kurios«
»Aber weniger peinlich«
»Darum geht es nicht. Schreib sonst darüber, was Du abends immer mit dem Kompass machst«
»Nein tu ich nicht«
»Oder, dass Du es magst, wenn Stunden nach dem Essen der Geschmack wieder hochkommt«
»Nein, ich will ja anständig wirken«
»Bist Du aber nicht«
»Das wissen die Leute doch nicht«
»Warum schreibst Du nicht, Dass Du Deinem Basilikum Lieder vorsingst und ich Wochen später die zu Tode gequälten Pflänzchen wegschmeissen muss?«
»Ich geniesse den Ruf eines vortrefflichen Kammersängers, solche Geständnisse kann ich mir nicht leisten.«

Ich habe lange darüber nachgedacht und kam zum Schluß, dass ich eigentlich nur eine Kuriosität vorzuweisen habe: ich mache wunderbaren Kaffee.
Ihr könnt nun sagen »Mek, Sie sind aber ein komischer Vogel, ich weiss nicht ob ich noch in Ihrem Blog vorbeischauen werde.«
Meinetwegen, das kann man machen. Ich stehe aber dazu.

es ist ein schöner Weg

Ich treffe Amanda in der Juliusstrasse und wir setzen uns ins Berliner Betrüger auf einen Kaffee, was dann ein Bier wird, ein Zweites, sie sagt sie ginge nachher auf Theos Geburtstagsparty, ich könne mitkommen, aber mir ist nicht so nach Samstag zumute. Wir reden über französische Literatur und Völkerball. Ich erzähle ihr, dass ich gerade mit den Organisatoren der Völkerkball-WM in Kontakt getreten sei, dass wir uns gerade mailen. Danach kommt ihre Freundin, wir reden über das Planetarium, ich schwärme von den Sitzen, sie schwärmt von der Aussicht in den oberen Etagen. Zwei Biere später sehe ich mich in Richtung Geburtstagsparty laufen, nach vier Bieren ist der Weg in den Indra Club, wo die Party gefeiert wird, ist ein schöner Weg, ich bin leicht zu begeistern.

In der Wohlwillstraße ruft jemand »Südtirol!«, das verwirrt mich, natürlich fühle ich mich angesprochen, die Stimme kommt von einer winkenden jungen Frau beim HASPA Automaten, es ist sie, ich laufe hinüber und bin erfreut, auch wenn ich mir Gedanken mache was ich für ein Mensch bin, dass ›Südtirol‹ das das Wort ist womit ich Leuten in Erinnerung bleibe. Ich nenne ihren Namen, sage, dass ich mich sogar noch an das ungewöhnliche ›J‹ in ihrem Namen besinne, wobei sie leicht beschämt fragt wie ich doch nochmal hiesse, und dann ›ahja wie konnte ich es vergessen‹. Wir tauschen Handynummern aus, und wie konnte man sich bloss aus den Augen verlieren, das war doch so schön vor zwei Jahren, als sie in meinen Freund verliebt war.

Dann muss ich weiter, mit Amanda und ihrer Freundin in den Indra Club, wir laufen erst daran vorbei, scheinbar ist niemand von uns je da gewesen. Dafür aber die Beatles, und in einem merkwürdigen Moment der Erleuchtung, kommt es mir vor als sei das eine gültige Ausrede. Später weiß ich nicht mehr warum. Der Indra Club ist voll, 400 geladene Gäste, ich staune, so viele Freunde hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Ich bekomme ein rotes Armand, die Lizenz zum Saufen ohne die Brieftasche zücken zu müssen, ich staune, soviel Geld hatte ich für Freunde mein ganzes Leben noch nie.
Amanda stellt mich Diego vor. Diego schüttelt meine Hand »Mäck was?«, ich sage »Mek Mek«, er so »Mäck Mäck?«, ich so »Em Eh Kah!«, er so: »Mek Wito!«, und ich so »Diego Völkerball!«. Wir lachen und sind unmittelbar alte Freunde. Amanda wirkt amüsiert aber verstört und ich erinnere sie an die Sache mit der Völkerball-WM. Sie beschließt, dass die Welt sehr klein ist, worauf Diego und ich auf Hamburg unser kleines Kaff anstoßen. Und nochmal. Und später nochmal.

Später schäme ich mich dafür, so schamlos auf Kosten des Gastgebers zu trinken, wobei ich letztens noch schlecht über ihn gesprochen hatte. Amanda sagt das sei OK, ich habe ihn vielleicht bloß an einem falschen Moment kennengelernt, er sei manchmal ganz nett. Dass er manchmal ganz nett ist beruhigt mich ungemein und ich gehe Bier holen.

Nachher rede ich mit Amandas Freundin über Waschmaschinen. Ich bin erstaunt wie vielfältig und breit sich dieses Thema bereden lässt. Eine Viertelstunde später fällt mir auf, dass Waschmaschinen an einem verschwommenen Samstagabend kein gutes Thema seien. Sie stimmt mir zu. Ich schlage das Thema Liebe vor, weil sich auch die Liebe vielfältig und breit diskutieren lässt. Sie mag den Vorschlag. Doch die Flasche in meiner Hand ist leer und über die Liebe soll man schließlich nicht nur reden, sondern auf die Liebe soll man auch trinken. Mit zwei kühlen Bieren reden wir dann über die Liebe. Ich erzähle ihr meine Liebesgeschichte und zwei Minuten später kippt sie zu Boden. Ich erschrecke, so schlimm war das doch gar nicht. Sie ist noch bei Bewusstsein, ich ziehe sie gegen die Wand und mache sie dort sitzen. Ich schlage ein Glas Wasser vor, auch ein Vorschlag den sie für gut befindet. Als dann Wasser nicht hilft, schleppe ich sie zum Notausgang an die frische Luft. Als die frische Luft dann auch nicht hilft, laufe ich innerlich meine Checkliste der ersten Hilfe bei Alkoholleichen ab und bevor ich die Sache mit dem Eimer Wasser ausprobieren möchte, fällt mir, für meine rustikale Fachkenntnis, etwas ziemlich modernes ein: Kreislauf!

Ich sage zu Amanda, dass ihrer Freundin Kreislauf auf Trab gebracht werden müssen, hole Jacken und wir verlassen zu zweit den Indra Club. Wir laufen die Große Freiheit hoch und ich bestimme ein etwas zügiges Tempo. Sie ist noch ein bisschen wacklig auf den Beinen, die Farbe scheint aber ins Gesicht zurückzukommen. Sie redet von Blutzuckerspiegel, was sie aber merkwürdig fände, die letzte Schokolade sei noch gar nicht lange her. Wir biegen in die Reeperbahn ein und ich befördere sie zu Hessburger um einen Hessburger zu essen. Den Vorschlag findet sie ausgezeichnet. Sie verdrückt einen Hessburger und danach noch einen grossen Hessburger mit Hähnchen. Ich bezahle. Ich glaube es ist gut, Patienten das Gefühl zu geben sie bräuchten sich um nichts zu kümmern. Nach den zwei Burgern ist ihr im Magen ein bisschen übel, aber die Gesichtsfarbe ist zurückgekommen und das ist gut.
Doch der Kreislauf muss noch ein wenig angekurbelt werden. Wir vefolgen unseren Trabweg die Reeperbahn hoch, biegen in die Talstrasse ein, ich zeige ihr den Naziladen, zeige ihr die Schwulenkinos, dann schlagen wir rechts um die Ecke in die Schmuckstrasse ein, laufen über den Transsexuellenstrich und ich zeige ihr die katholische Kirche von St.Pauli.
Bei der Simon-von-Utrecht Strasse will sie über rot gehen. Ich weise sie darauf hin, ein schlechtes Vorbild für andere Menschen zu sein. Mit dieser Meinung stehe ich ziemlich alleine da. Daraufhin wechsle ich meine Meinung.
Zurück im Indra Club bestelle ich mir einen doppelten Whiskey. Ich treffe den Gastgeber und wünsche ihm alles Gute zum Geburstag und sage, dass ich beeindruckt sei von seinen vielen Freunden. Zwei Minuten später bestelle ich noch einen Whiskey an der Bar und drücke der Kellnerin 30 Euro in die Hand. Sie sagt ich bräuche nicht zu bezahlen, ich sage, dass ich das aber gerne möchte, sie sagt, ich trüge ja so ein rotes Armband. Ich reiße mir das Armband ab und sie nimmt mein Geld.
Zwei Whiskey später ist Schluss mit mir und ich verabschiede mich. Ich latsche diesen schönen Weg nach hause, singe Lieder von den Pet Shop Boys und denke mir, Mekmek, Du singst Petshopboys, worauf ich mir sage, Ja, Du bist ganz schön blau. Dann stehe ich plötzlich in der Seidlerstrasse und weiss nicht mehr wo ich bin und denke »Seidlerstrasse, Seidlerstrasse, die Strasse kennst du doch, du musst doch wissen wo du bist«, aber alles was ich in jenem Moment weiss, ist, dass ich vermutlich in Hamburg bin.