[Tagebuchbloggen. Mittwoch 10.3.2021]

Mein Terminkalender erinnert mich zur Zeit an ein Mosaik. Ein sehr engmaschig gelegtes Mosaik aus rechtwinkligen Formen, fachmännisch und sauber verlegt, ich kann keine Lücken entdeckten, manchmal überlagern sich die Formen.

Heute kündigte ich zu Beginn eines Meeting an, dass ich jetzt essen werden, dass ich mich muten und die ersten fünzehn Minuten nur zuhören werde.
Immerhin schien das die Leute zu amüsieren.

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Am Abend kam die Durstexpress Bestellung. Kisten und Getränkekartons bestellen wir immer online. Das sind Profis, sie sind schnell und haben das richtige Werkzeug dabei. Ich habe eine Schwäche für Profis.

Es kommt dann eine junge Frau. Sie ist höchstens zweiundzwanzig. Aber wahrscheinlich ist sie noch Teenagerin. Sie trägt grobe Handschuhe und kommt mit einer Sackkarre daher. Sie schleppt alle Kisten die halbe Treppe hoch als wäre es nichts. Ich will sie sofort mit Trinkgeld überschütten. Dann merke ich, dass ich nur 50 Cent oder einen 50 Euro Schein habe. Ich schäme mich total.

Als ich eine Stunde später daran denke, schäme ich mich immer noch.

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Dann an dem Muskatnusstext fertig gearbeitet. Eigentlich sollte das nur ein kleiner, lustiger Text über das Einschmeissen von Muskatnuss werden, weil es damals in Südtirol so schwer war, an Hasch zu kommen. Der Text ist dann doch ziemlich lang und ausführlich geworden. Eine vollständige Dokumentation der Drogensituation im Südtirol der Neunziger.

Ich werde ihn dann wohl Donnerstag Abend ins Blog stellen. Muss ihn noch einsprechen.

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