die Stadt der Superlativen

Dann verliess ich hastig die Galerie der Gegenwart und holte die Dame ab, als man plötzlich ein lautes, brummiges Rauschen vernahm. Wir guckten beide hoch. In den Zeitungen stand, es sei das grösste Flugzeug der Welt, ein Riesending, ganz Hamburg würde die Augen gen Himmel richten, eine Sensation, schon wieder eine Superlative nach der Queen Mary und dem vorgestrigen Polizeiaufgebot. Hamburg, die Stadt aus dem Fernsehen.

Für zwei Sekunden schob sich ein Flugzeug, auf einem Steinwurf Abstand über unseren Köpfen, zwischen den Bäumen und dem Dach des Museums hinweg. Ein Flugzeug halt. Mit allem drum und dran, Flügel zum Beispiel und der Heckflosse die in Hamburg gebaut wurde. Und dann war er wieder weg, sowohl der Flieger wie auch das Geräusch.
“Oh, das war der Airbus
“Stimmt, die angekündigte Sensation”
“Wir sollten Mutter aus dem Museum holen”
“Achnee, sie wird es morgen ja in der Zeitung lesen”

Kommentar
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