dem Genitiv sein Tod

“Und warum ist der Dativ ‘sein Tod’?”
  “Weil ungebildete Leute wie wir, der Einfachlichkeit wegen, den Dativ benutzen”
“Wie geht Genitiv? Mach mal ein Beispiel bitte.”
  “Die Mutter des Vaters”
“Und Dativ?”
  “Oma”

[klatschen, Abgang, Vorhang zu, Currywurst]

zum Abschied

  “Mama, kann ich das Foto von uns beiden ins Internet stellen?”
“ja darfst du, aber nicht das wo wir beide so komische Gesichter machen”
  “Nee Mama, ein Nettes von uns beiden, so als Zeichen unserer Liebe”
“Gut, und was schreibst du dazu?”
  “Ach nichts, bloss, dass du in jeder freien Minuten Geschirr abgewaschen, und dass du in diesen fünf Tagen sechsmal meine gesamte Wäsche durchgewaschen hast”
“Ja aber das war ja nötig, die Kragen deiner Hemden, die mussten mal so richtig mit der Hand geschrubbt werden”
  “Das erklärt aber nicht die ganze andere Wäsche”
“Ach das geht dann alles in einem”
  “Gut, dann werde ich auch darüber schreiben, dass du dich auf die Fähre getraut hast”
“Und dass ich im Museum war”
  “Genau, und, dass du meine ganzen kaputten Hosen und Hemden genäht hast und kurz davor warst meine löchrigen Socken zu stopfen, wenn ich dich nicht gebremst hätte…”
“Nein das schreibst du nicht”
  “Doch, das schreibe ich”
“Dann musst du aber auch schreiben, dass du ****** gemacht hast und dich dann nicht auf ****** ***** hast”
  “OK, das schreibe ich dann auch”

Im Gespräch mit der Altistin

A: “Ich finde aber, dass es bei dir nicht auffällt”
M: “Was denn?”
A: “Dass du klein bist”
M: “Ich bin nicht klein!”
A: “Ich mein auch nicht klein, sondern halt nicht so gross”
M: “Ich bin auch nicht nicht so gross
A: “Nunja, ich meine halt verglichen mit-”
M: “Ich bin weder klein, noch nicht besonders gross!”
A: “Nun, so Einsfünfundsiebzig halt”
M: “Ich bin ein Meter sechsundsiebzig! OK?”
A: “Ja gut, das ist schon was anderes.”
M: “So, und was wolltest du sagen?”
A: “Dass es bei dir nicht auffällt, dass du einssechsundsiebzig bist, weil-”
M: “Was nun, einssechsundsiebzig? Ist das jetzt sowas wie 0815?
A: Nein, natürlich nicht.
M: Also was?
A: Du machst einen viel grösseren Eindruck als du bist.
M: Du unterstellst mir ein aufgeblasener Zwerg zu sein.
A: Nein, du bist halt ein stattlicher Mann.

Na also. Geht doch.

"Hast du dein Handy bei dir?"

“Hast du dein Handy bei dir?” werde ich gefragt.
“Ja” sage ich und reiche es nach vorne.

Sie guckt mich an und verzieht das Gesicht:
“Aber das kann doch gar keine Fotos machen!”
“Du hast mich bloss nach einem Handy gefragt”
Genervt und mit einer abwertenden Geste, die mir zu verstehen gibt, dass ich keine Ahnung von rein gar nichts habe, dreht sie sich um und fragt jemand anderen.

Was hätte sie wohl gemacht, wenn ich gesagt hätte, dass mein Handy nichtmal polyphone Klingeltöne kann?

Gott liebt dich (und auch mich)

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
(Joh. 3, 16)

Rebelle: “Gott muss verrückte Leute lieben”
John J. Rambo: “Warum?”
Rebelle: “Weil er so viele davon gemacht hat”
(Rambo III, 53. min.)

Gestern bei der Chorprobe kommt die Altistin und ich frage sie:
M: Bist du Gitte Schroeder?
A: (in gespielter arroganz) Pft Schroeder! Ich habe doch kein solchen Allerweltsnamen.
M: Oh, wie heisst du dann?
A: Wiegert
M: Wiegerd? Wie Gerd Schroeder?

Ich weiss, der Witz kommt schlecht rueber, aber solche Witze vergisst man schnell, wenn man sie nicht aufschreibt.

umzug

Ein Kunde rief mich gestern an. Dem Akzent nach zu urteilen, sprach er zuhause arabisch. Er wollte bei mir einen Umzug melden.
Kunde: Ich moechte mich umziehen
Ich: Machen sie ruhig, ich gucke schon weg.
Kunde: Gucken?
Er verstummte, da er mich wohl nicht verstanden hatte. Ich bin von der Technik und habe mit Umzuegen nichts zu tun, deshalb verwies ich ihn weiter:
Ich: Ja, gucken. Aber ich kann da nichts fuer sie tun. Sie muessen da die Vertragsnummer anrufen, die gucken bestimmt.
Kunde: Vertragsnummer aha, die gucken?
Ich: Ja genau, die gucken bestimmt
Kunde: Dankeschoen, dankeschoen!
Er war hoerbar erfreut, dass ich ihm weitergeholfen hatte.