der Kampf mit dem Sieg

Seit jenem tragischen Tag an dem ich mein Brecheisen verlor, bin ich ja auf bestem Wege maßlos zu verspießen und mich der gähnenden Eintönigkeit meines leistungsorientierten Bürolebens hinzugeben.
Wenn mitten in der Nacht morgens um 05:40 mein Wecker klingelt, stehe ich auf, laufe in meinen Bloggerbunker, schalte den Rechner ein, laufe zurück in die Küche, schalte den Wasserkocher ein, stelle Milch auf den Herd, kippe lösliches Kaffeepulver ins ein Glas, schmiere etwas Honig auf eine Scheibe Brot, dann mische ich das heiße Wasser und die heiße Milch ins Glas und kehre zum Rechner zurück auf dessen Bildschirm mir inzwischen die freundliche Ödnis meines leeren Desktops entgegenlächelt.
Jeden Tag setze ich mich dann hin, klicke den Firefox und den Thunderbird an und während ich zum erstem Biss in meine Honigbrotscheibe ansetze, schaue ich auf die Computeruhr: es ist jeden Tag 05:47.
Gestern merkte ich das erste mal, dass dies das unverkennbare erste Zeichen ist, maßlos zu verspießen. Am Abend dann, fest entschlossen mein Leben drastisch umzukrempeln, stellte ich feierlich, weil siegesgewiß, meinen Wecker auf 05:39.

Als ich heute früh in meine Honigbrotscheibe biss, war es 05:46 — und ich fühlte mich bedeutend wohler.

es stinkt

Die GEZ stinkt. Seit zwei Wochen klingelt es jeden Abend an der Haustür und ich lasse sie nicht rein. Auch nicht wenn ich offensichtlich zuhause bin, weil das Licht durch den milchigen Türspion nach draussen leuchtet und ich in der Küche laut Pavarotti imitierend koche. Die Klingel klingelt weiter. Ich mache niemals die Tür auf wenn jemand im Treppenhaus klingelt und wenn jemand unten auf die Glocke drückt dann frage ich immer nach Vor- und Nachnamen durch die Fernsprechanlage. Wenn ich besonders gut gelaunt bin, frage ich zusätzlich nach dem Beruf des Vaters und der Mutter. Man will ja gerne wissen welche soziale Klassen sich nachts auf St.Pauli so herumtreiben.

Ich finde das Spielchen ja witzig, meinetwegen, kommt er morgen halt wieder und ich singe ein bisschen schöner, auf das hohe D von vorhin bin ich schliesslich nicht besonders stolz.
Aber die sollen endlich aufhören. Fernsehen fühlt sich nach deren Besuch immer ein wenig Scheisse an. Das nervt.

Plusminus Null (das blanke Flohmarktelend)

(lange und schlampig geschriebene, jedoch hochdramatische Erzählung)

Es fing eigentlich alles ganz harmlos an, gestern auf dem Strassenfest, die Dame des Hauses und ich wollten zusammen mit einer Freundin einen Tisch raus auf die Strasse stellen und unseren Schrott verkaufen. Punkschrott, Hesseschrott und alle meine Hemden die sich dagegen sträubten, sich meinem neuen Körperumfang anzupassen. Ich hatte die Hemden schon jahrelang im Schrank liegen, mit dem grossen Ziel vor Augen, irgendwann wieder hineinzupassen, aber da sich mein Leib in den letzten Jahren lediglich in die andere Richtung entwickelt hatte, beschloss ich, vorläufig einen Schlussstrich zu ziehen. Erstmal weg damit, ich muss die Schande ja nicht jeden Tag im Kleiderschrank rummiefen sehen.
Das mit der Verkaufsfläche gestaltete sich erst etwas kompliziert, weil wir uns viel zu spät angemeldet hatten und die ganze Strasse daher rauf und runter alles schon reserviert war, aber die Organisation meinte, man könne sich bestimmt irgendwo dazwischenschieben. So ging das bei uns dann auch. Um acht Uhr sassen die Werte Dame und ich mit einer Tasse Kaffee auf der Treppe vor unserem Haus und guckten jeden bitterböse an, der mit seinen Siebensachen vorbeikam um irgendwo seinen Stand aufzustellen. Vielleicht war es unser Glück, dass genau vor unserem Haus ein Auto geparkt hatte, dass niemand sich dort hinstellen wollte, weil da ja noch der grosse Abschleppwagen kommen und einen riesen Tamtam veranstalten würde. Die Nachbarn von nebenan waren wahrliche Optimisten, die meinte wir sollen unseren Tisch einfach neben den Ihren stellen und wenn noch Leute mit Reservierungen kämen, dann sollten die einfach ein bisschen aufrücken, wir seien ja auf St.Pauli, da soll man sich um Himmels Willen doch bitte nicht aufregen wegen ein paar Meter hin oder her. Das waren Worte der Tat, denen wir, nachdem der Abschleppwagen den fetten Berliner Schlitten wie ein Spielzeugauto auf seine Ladefläche gehievt hatte, begeistert Folge leisteten. Dann stand der Tisch und ich brachte erstmal meine Platten nach unten. “Werte Dame ich gehe nochmal schnell hoch die Bücherkisten holen, danach können Sie Ihr Zeug holen” sagte ich zu meiner Bettgenossin. Als ich in der Wohnung stand und versuchte die Kisten zu stapeln klingelte es an der Haustür und die Dame rief irgendwas von Kundschaft. Wie denn das, ich bin doch gerade erst weggegangen? Sogleich stolperte ich mit den Bücherkisten hinunter, brach mir fast das Genick und etliche Zähne, dann sah ich zehn junge Männer, die sich wie wildgewordene Hunde an meinen Platten zu schaffen machten. Wieviel die und die Platte kostete, wollten sie wissen und ich schmiss daraufhin mit Zahlen um mich, drei Euro, ein Euro, fünf Euro, zwei komma dreisunddreissich Euro haha, und die Leute zahlten mit zitternden Händen und fragten ob ich nicht mehr von diesem Punkzeug habe, nein hatte ich nicht, vieles habe ich verschenkt, oder blieb damals zwischen einer Räumung und der anderen irgendwo liegen. Die erste halbe Stunde wurde nur mit Geldscheinen gewedelt, ich hatte nichtmal Wechselgeld, wenn ich also mal fünfzig Cent nicht zurückgegeben konnte, dann hiess es stimmt schon.
Ich hatte keine Ahnung vom Wert meiner Platten, das war einfach Zeug das ich damals hörte, das war die Musik zu der man damals trank und Pflastersteine schmiss, Musik die nach Benzin und abgestandenen Kleidern roch, der durchschnittliche Kaufpreis der Platten war damals, wasweissich, etwa 5000Lire oder 5Gulden, einige Platten hatte ich sogar in Mercedessternen bezahlt, mit dem grandiosen Kurs von eins zu eins, was wusste ich schon von Preisen. Die ganze Euphorie verstand ich erst, als der eine junge Mann mich nach dem Preis von der einen Platte fragte. Weil kein Inlay dabei war, und der getrocknete Ketchupfleck auf Seite A zwischen den Liedern zwei und fünf wohl auch nicht der Klangqualität zu gute kommen würde sagte ich, wie bei vielen anderen Platten auch: ein Euro. Der junge Mann reichte mir das Stück Geld und vertraute mir im Weggehen an: oh übrigens, nurmalso, dafür hätte ich dir auch zehn Euro gegeben. Wahrlich sehr freundlich. Nach diesem Tip begann ich natürlich an den Preisen zu drehen, aber da war das Vinyl schon beträchtlich geschrumpft, und für Rod Steward (von meiner Ex, ich schwöre es) wollte leider keiner 20EUR bezahlen. Das war aber alles gar nicht schlimm, das Schlimme kam erst viel später.

Das Wetter war wunderbar, eigentlich hätte es ein schöner Tag werden können, Musik wurde gespielt, auch live, es roch überall nach Essen, die Strasse war bevölkert, man kaufte und unterhielt sich, und bestimmt zwitscherten auch die Vögel. Um zehn wollten die Damen plötzlich Bier haben, darüber erschrak ich erstmal, hilfe, ich bin doch keine neunundzwanzig mehr, ich fang doch nicht schon am Vormittag mit dem Saufen an, ach quatsch, du bist gerade mal dreissig, komm trink einen, sagte man mir, und so sass ich schon in der Mittagssonne mit einem glücklichen Lächeln herum und verscherbelte allen möglichen Kram aus der Wohnung. Immer wieder lief ich hoch ins Haus und kam wieder mit Sachen die ich nicht mehr benötigte, zurück. Ein paar verstaubter, alter Boxen (verkaufspreis 2EUR), die beiden Laptops die ich nicht mehr reparieren wollte (1EUR und 6EUR), die Mikrowelle weil ich nur noch gesund leben will (4EUR), alte Tapedecks und CD-Spieler (1EUR und 2EUR), DVD’s und spanische VHS-Kasetten, und mittags schleppte ich schon einen Gewinn von 170EUR in meiner Tasche herum. Ich war in grosser Laune, war äusserst spendabel, holte riesige Portionen Bratwürste mit Kartoffelsalat und Bier für unsere Freunde und Bekannten die sich an unserem Stand angesiedelt hatten.

Als grosser Verkaufshit erwiesen sich meine Tonnen holländischer Bücher, die eigentlich blosser Gag waren, und den Nachbarn als Grundlage für deren Witze dienten. Ich hing ein Schild an den Tisch Nederlandse Boeken, und einer nach dem anderen blieb an den Kisten hängen. Letztendlich sind mehr holländische Bücher über den Tisch gegangen als alle deutschen Bücher meiner gesamten unmittelbaren Nachbarschaft zusammen. Ich will ja nicht sagen, dass ich als Letzter gelacht habe und am Besten ja auch nicht, nein, weil danach kam ja das Elend, aber gelacht hab ich gut.

Oh und bevor ich vom Elend erzählen will, muss ich auch noch den Tisch erwähnen, den kreisrunden, ausziehbaren Tisch für vierzig Euro, den wir von der Nachbarin gekauft haben, perfekt für nächtliche Kartenspiele, darüber bin ich sehr froh. Wenn ich jedoch gewusst hätte was nachher passiert, dann hätte ich den Tisch wohl nicht gekauft, aber so hatte ich ja Geld im Überfluss und alles für niks, nur weil ich eben meinen Schrott verkaufte.
Doch dann wollte die kleine Tochter des Freundes W. aufs Klo, klar, nimm den Schlüssel mit, das Klo findest du ja. Drei Minuten später kommt er wieder und sagt, dass er den Schlüssel nicht umgedreht bekäme, er wolle nichts forcieren, deshalb käme er mich lieber rufen. Achnee, die Tür geht schon auf, ist halt ein bisschen alt, sagte ich, nahm den Schlüssel und lief zur Wohnungstür hinauf. Ich rüttelte und schüttelte und drehte, nahm dann ein kleines bisschen Gewalt zur Hilfe, dann ein bisschen mehr Gewalt, aber nichts tat sich. Nach zehn erst ruhigen, dann immer nervöseren Minuten klingelte ich beim Nachbarn an. Hallo Nachbar, sag mal, hast du nen Bohrer?. Er war etwas verblüfft, aber er fand die ganze Angelegenheit äusserst spannend, zog gleich seinen ganzen Werkzeugkasten zum Vorschein und ich konnte zu Werke gehen.
Erst mit vorsichtiger Gewalt (einen Meissel in den Türschlitz stecken), dann später blanke Gewalt (Hammer, Schraubenzieher, das Schloss aufgehohrt). Der ganze männliche Teil meines Hauses hatte sich im Laufe der nächsten Stunde vor meiner Wohnungstür versammelt und half mit beim Beraten, während ich alle verschiedenen empfohlenen Techniken testete. Ein Metallbohrer brach ab, die Meissel und Schraubenzieher gingen alle kaputt und selbst die von W. empfohlene Schimanski Methode brachte nichts weiteres als Abschürfungen an der Tür. Die Tür blieb verschlossen.
Es war mittlerweile schon dunkel geworden, und man legte mir nahe den Schlüsselnotdienst zu rufen, das kostet zwar einiges, jedoch mache der das dann auch sauber, aber ich lasse mich doch nicht zu solchen niedrigen Lösungen herab, Ich sagte ich sei Hausbesetzer der ersten Klasse gewesen, sieben lange Jahre, ich hatte hunderte von Türen aufbekommen, hunderte oder tausende, in allen Formen und Variationen, es hatte bisher nur eine einzige Tür gegeben die ich nicht aufbekommen hatte, und selbst die nur, weil wir später draufkamen, dass man dahinter eine Mauer hochgezogen hatte, die Tür die ich nicht aufbekam, die müsse erst erfunden werden, gebt mir ne Brechstange, und macht Platz, jetzt geht Supermequito ans Werk, jetzt wird hier anderes Geschütz aufgefahren. Der Nachbar schüttelte bedauernd den Kopf, Brechstange habe er keine. Und meine Brechstange, die ich aus Sentimentalitätsgründen immer noch unter meinem Kopfkissen im Kleiderschrank aufbewahre, befand sich natürlich genau hinter der sich nicht öffnen wollenden Tür.
Dann wollte ich unten vom Garten aus in meine Küche aus reinsteigen, das gekippte Fenster war immer schon irgendwie wackelig gewesen, das könne ich bestimmt aus den Angeln heben. Die Nachbarin von unten war nicht im Haus, sondern irgendwo bei einer Band in der Strasse, die zu suchen war in dem Moment keine Alternative. Also liefen wir ins Dachgeschoss und holten die Leiter, die man dazu verwendet auf das Dach zu steigen, steckten die von der Küche des Nachbarn aus nach hinten in den Garten und ich stieg hinab in die tiefe Dunkelheit. In der Finsternis des Gartens stellte ich die Leiter zu meinem Küchenfenster um, baumelte an der Leiter hoch und befand mich mit meinem Kopf etwa zwanzig Zentimeter unter meinem Küchenfenster. Mit einem Schraubenzieher und einem Meissel hebelte ich herum, aber das Fenster liess sich nicht öffnen. “Da hilft nur noch einschlagen”, sagte ich zu den beiden Nachbarn drüben am Fenster, “wenn du mir ein altes TShirt von unserem Stand bringst, dann kann ich die Scherben am Rande abdecken und komme halbwegs heil in die Wohnung”. Ich war ein Tier geworden. Jedoch brachte man mir bei, dass ein neues Fenster teurer sei als den Notdienst zu rufen, und mit diesem Argument gestand ich mein Scheitern ein. Nachdem ich nach einer mühsamen Torkelaktion auf der Leiter heil in der Küche des Nachbarn angekommen war, waren die anderen Männer immer noch am Bohren und hämmern, aber alles ohne Erfolg, wie mir schien.
Ich gönnte mir eine Zigarette, gesellte mich zu den Frauen unten auf der Strasse, gab ein bisschen mit meinen Heldentaten an und nach kurzer Überprüfung der Lage der Männer, rief ich den Notdienst an.
“Ja, eh, hallo, hier Herr Wito, ich brauche professionelle Hilfe.”
“Sie kommen nicht mehr in Ihre Wohnung?”
“Ja, so ungefähr”. Ich handelte einen Preis aus, plus Mehrwertsteuer 104 Euro. Ich müsse das nochmal kurz mit meiner Dame aushandeln und riefe dann zurück. Das war mir zu teuer, deshalb wählte ich eine andere Nummer aus dem Telefonbuch.
“Ja eh, hallo, hier Herr Wito, ich brauche professionelle Hilfe.”
“Ah ja Sie schonwieder, also Ihre Dame ist damit einverstanden?”
Ich guckte etwas verwirrt in den Hörer. Ein Schlüsselnotdienstmonopol.
“Äh, nun… ja, ist sie, schicken Sie mir doch einen Ihrer Männer vorbei.”
Da Strassenfest war, sagte ich, ich würde vorne an der Kreuzung warten und den Supermann reindirigieren. So stand ich dann vorne an der Strasse und war fuuuuurchtbar schlecht gelaunt, 104 Euro, plus den Tisch den ich gekauft habe, und dem ganzen Bier und Essen, war ich am Ende wieder bei Null. Alsob ich nichts verkauft hätte den ganzen Tag.
Plötzlich wurde mein Name gerufen, aus der Ferne, ich guckte der Stimme nach und erblickte das herzliche Gemüt des Herrn Paulsen, der gerade auf dem Weg zum Strassenfest war, in Begleitung seiner Liebsten, und überraschenderweise Frau Isa in Begleitung ihres Lustigen Mannes, die von meiner Begrüssung etwas erschrocken war. Sie konnte ja nicht wissen, dass ich mich trotz Nebel aus Bier und Türenbrecherschweiss noch an ein Flickrfoto von einer pizzaessenden Isabo erinnern konnte. Dass das Bild in mir hängengeblieben ist, überrascht mich allerdings auch. Herr Paulsen sprach auch den Rabattcode “Lieber Herr Mequito” aus, aber leider war mein Geschäftsgeist samt Platten schon verpufft. Ich erzählte kurz von meinem Schicksal und dass das alles ein sehr grosses Elend sei, jedoch, darüber waren wir uns einig, sei die Geschichte Blogbar und das Ganze daher vielleicht gar nicht so schlimm wie es aussehe. Darin steckte sehr viel Wahrheit.
Wir verabredeten uns für nachher in der Bar und dann kam auch schon gleich der Mann vom Fache. Samt geheimnisvollem Koffer und blondhaariger Schnitte. Das war einer wie ich, vom Fach also, nur hatte er natürlich das bessere Werkzeug. Er war erst einmal verärgert über den ganzen Schaden den wir der Tür angerichtet hatten, das würde seine Arbeit ungemein erschweren. Ich war fasziniert davon wie er zur Tat schritt, erst mit Drähten, dann mit etwas Gewalt, dann ein bisschen mehr Gewalt, dann fing er an zu bohren aber nach einer halben Stunde scheiterte auch er.
“Siehste” sagte ich und lachte “wenn ich eine Tür nicht aufbekomme, dann kriegt die niemand auf.”
“Nein” sagte er “ihr habt alles kaputt gemacht, sonst wäre die lange schon offen”
Ich liess es ihm durchgehen und regte mich nicht weiter darüber auf. Jetzt musste schweres Geschützt aufgefahren werden, sagte er, er ging die Brechstange holen. Er staunte, das letzte mal als er eine Brechstange dafür brauchte war etwa drei Jahre her, das sei ein Ausnahmefall. Ich lachte leise in mir hinein, jaja, soweit war ich auch schon. Ich liess ihm meine Freude jedoch nicht spüren, er war ja vom Fach, so einen muss man nicht unnötig kränken, überdies würde er sowieso nur über unser Rumgebohre jammern, damit kämen wir nirgendwo hin. Als er den Kuhfuss in die Spalte steckte und riss, kam mir ein Sentiment hoch, das Geräusch der aufbrechenden Tür, oh wie lange war das schon her als ich das letzte mal dieses warme Knacken gehört habe. Dankend, wenn auch ein wenig resigniert, drückte ich ihm 105EUR in die Hand und wünschte ihm viel Erfolg bei seinen weiteren Missionen.
Mit einer demolierten Tür und kaputtem Schloss war auch das Weiterfeiern in der Bar mit den Familien Paulsen und Bo keine Alternative mehr. Dabei wäre es so wichtig gewesen, den grossen Ärger zu ertränken. So kaufte ich mit dem Restgeld noch einige Biere für die übriggebliebenen und tapferen Freunde, aber das Bier schmeckte schon lange nicht mehr.

Heute früh Mittag, ging ich dann mit meinen letzten Eurostücken einige Brötchen kaufen. Plusminus Null, wenigstens habe ich nicht draufgezahlt, achja und blogbar ist das Ganze natürlich auch.