ICQ ist Scheisse

Man verzeihe mir meine ungehobelten Worte, aber: ICQ ist Scheisse. Wer ICQ benutzt, muss sich unbedingt diesen Eintrag durchlesen und sofort etwas anderes suchen.
Ich bin ja nur ein armseliger Chatter, der nicht in der Lage ist, zwei oder drei Gespräche gleichzeitig zu führen, deshalb benutze ich das ICQ sowieso kaum, aber manchmal ist es mir eine willkommene Hilfe, wenn Leute mir ein Musikstück oder eine andere grössere Datei schicken wollen, die keinen Zugang zu FTP haben oder sich mit Computermaschinen nicht sonderlich auskennen, dafür aber das ICQ bedienen können (erstaunlicherwiese ist diese Menschengruppe sehr gross).
Aber wenn AOL/TimeWarner die Frechheit hat von allen über ICQ geführten Gespräche, Musik, Geschichten und sonstwas die Rechte zu verlangen, dann fliegt das ICQ aber augenblicklich von meiner Festplatte.

So weg isses.

das Skype dingda

Mal wieder was technisches und trockenes für Zwischendurch.

Ich bin bekanntermassen ein Verfechter von offenen digitalen Standards, und damit ein Gegner von proprietärer Software. Darum benutze ich Linux, Firefox und favorisiere sogar das OGG Musikformat über MP3 wo es nur geht.
Und doch habe ich jetzt ein Programm entdeckt, bei dem ich meine Dogmas ausnahmsweise mal über Bord werfe. Das Programm heisst Skype und ist in etwa das revolutionärste, das momentan an Software so die Runden macht. Skype macht Internettelefonie möglich. Skype ist nichts Neues, aber es hat mich mehr als ein Jahr gekostet um es mal auszutesten. Heute war es soweit.

Rund um das Thema Internettelefonie wird seit einigen Jahren viel geredet, und da hat sich wohl auch einiges getan, wenn auch nicht das, was ich mir unter Internettelefonie vorstelle. So gibt es heutzutage verschiedene Anbieter mit festen Tarifen. Vor allem Gespräche ins Ausland machen die Internettelefonie, für mich jedenfalls, interessant. Wenn ich heute nach Madrid ins Mobilfunknetz telefonieren will, dann bezahle ich 26cent pro Minute. Und das ist doof. Glücksspielnummern rufe ich ja auch nicht an weil die so teuer sind.
Das blöde mit der heutigen Internettelefonie ist bloss, dass die Anbieter für Auslandsgespräche immer noch viel Geld fragen. Übers Internetz nach Wien zu telefonieren ist nur geringfügig billiger als wenn ich dies über das Fesnetz mache. Die Anbieter wollen natürlich verdienen, schon klar, aber diese Internettelefonie habe ich mir ganz anders vorgestellt. So ist das ganze ja nicht revolutionär.
Vor einigen Jahren habe ich mit einem Freund in Südtirol einen Versuch gewagt über das Netz zu telefonieren. Die Idee war, dass ich über meine DSL-Verbindung mittels Kopfhöhrer und Microphon seinen Rechner anwähle und mit ihm sprechen kann. Theoretisch sollte das ganz einfach gehen. Ich brauchte bloss ein Programm, das meine Stimme digitalisierte und diese als TCP/IP-Pakete über das Internet zu seinem Rechner schickte, und er brauchte dann ein Programm, welches diese Pakete wieder in Audio umwandelte. Auf diese Art wollte ich dann auch die Möglichkeit haben, Freunde anzurufen die kein Internet besassen, was damals, und auch heute noch durchaus üblich war und ist. Mein Freund sollte meinen Anruf automatisch an seinen Festnetzanschluss weiterleiten und somit hätte ich zum Ortstarif mit allen Südtirolern telefonieren können. Er hätte mir einmal pro Monat die Rechnung geschickt und mit dem gesparten Geld hätte ich mich besaufen können.
Aus der Idee wurde aber nichts, da das alles viel zu aufwendig war und wir die ganzen Programme aneinanderflicken hätten müssen, so haben wir es irgendwann aufgegeben. Ich telefoniere ja eh kaum, deshalb war es kein ausreichender Anreiz, die Idee zu Ende zu bringen.
Aber so stelle ich mir jedenfalls Internettelefonie vor. Dass man eben Gespräche entweder rein über das Internet führt, und wenn jemand mal kein Internet hat, dass man dann die Gespräche über die langen Abstände von Land zu Land dem Internet überlässt, sich ins das lokale Telefonnetz einschleust und dadurch kaum Geld bezahlt.
Was aus der Internettelefonie bisher aber geworden ist, ist bloss ein System von Telefonanbietern wie es dies bisher auch gab, nur mit leicht günstigeren Tarifen.

Doch dann kam Skype, das eigentlich mehr oder weniger das macht, was ich mir immer darunter vorstellte. Skype ist ein Programm mit dem man andere Leute, die auch Skype haben umsonst anrufen kann. Umsonst, weil man dann mit Leuten telefoniert, die auch gerade das Internetz anstehen haben und zum Programm greifen, wenn es klingelt. Das ist technisch gesehen wie surfen oder Daten auszutauschen, aber dann geht halt deine Stimme übers Netz, anstatt Bilder oder Buchstaben. Kostenlos ist das natürlich nur wenn man eine Flatrate hat.
Mit Skype kann man auch aus dem Internet hinaus in das Festnetz oder Mobilnetz telefonieren. Dafür muss man allerdings bezahlen, weil das dann ja in ein anderes Netz übergeht. Die Tarife sind allerdings lächerlich billig. Es funktioniert momentan nach dem Prepaidprinzip, das wir momentan zB von den Mobilanbietern kennen. Man lädt mit Kreditkarte das Guthaben auf und vertelefoniert das bis es fertig ist. Basta.
Man sitzt dabei halt immer am Rechner, und was mich am meisten stört, ist, dass die Technologie hinter Skype nicht öffentlich ist, aber vom Prinzip her ist es wirklich revolutionär. Es wundert mich sehr wie sich das entwickeln wird.

Falls jemand Skype testen will, meine “Nummer” ist: mek_q_wito

Fritz und die Computer

Obwohl uns Computertechnikern, der äusserst uncharmante Ruf vorauseilt, unsozial, nerdig oder unsexy zu sein, habe ich in all den Jahren gelernt damit umzugehen. Computerfritzen, pickelige und bleiche Typen in ausgeleierten Tshirts, die zwar exakt wissen wie sie den geilsten Sex aus dem Internetz ziehen können, aber lieber vor dem Monitor zu Miss Busty heimlich wichsen, anstatt raus ins Leben zu steigen und ein sonniges Mädchen anzusprechen. Ja, so sind wir Computerfritzen. Oftmals vergessen wir sogar unsere Hände zu waschen, bevor wir die Maus wieder in die Hand nehmen um uns auf slashdot.org einzuklicken und eifrig ueber Kerneltweaks und PHP-Variablen zu unterhalten. Eine Maus mit zahlreichen, ausgetrockneten Spermien kümmert weiters eh niemanden. Wer kommt uns schon besuchen? Miss Busty? Haha. Wir sind wenigstens so realistisch, dass wir ewige Wixer bleiben werden. Wenn uns schon jemand sprechen will, dann bitte ueber IRC, oder wenn es mal was längeres ist, dann Email. Auf diese Weise braucht keiner von uns sich je die Hände zu waschen.
Wir tragen alle kryptische Namen wie m3qu1t0 oder W1xx3R, aber da draussen in der Welt da nennt man uns Fritz. Computerfritz.
Vor allem, oh Schreck, bei Frauen ist das so. Wenn ich eine Kundin am Telefon habe, die ihren Rechner völlig in den Arsch getrieben hat, wo plötzlich sehr merkwürdige Fehlermeldungen über den Bildschirm huschen, bin ich gezwungen ihr zu sagen, dass sie sich von jemandem helfen lassen soll, der ihr den Rechner neu installieren kann. Dann sagt sie erstmal, natürlich voellig aufgebracht “DAS KANN ICH JA NICHT!”, deshalb wiederhole ich den Satz noch einmal, dass sie jemanden suchen soll der ihr das machen kann. In den meisten Fällen antwortet sie, dass sie dann halt den Computerfritzen in der Firma fragen werde. Am Anfang habe ich mich noch aufgeregt und beiläufig kommentiert, dass Fritz ein doofer Name sei, worauf sie abweisend antwortet, dass sie ihn nur so nennen wuerde, weil er eben mit Computern arbeite. Darauf frage ich, ob ich also auch Computerfritz sei. Spätestens dann merken die Kunden, dass sie diese Bezeichnung bitteschön sein lassen sollen. Mittlerweile ist es mir aber egal. Wir nennen diese Art von Frauen ja auch Macintoshzicken. Jaja ich weiss, “Zicke” steht in keinem Verhältnis zu “Fritz”, aber erstens habe nicht ich diesen Namen ausgewählt und zweitens sind in Kriegszeiten die Mittel geheiligt.
Man könnte ja meinen, Computerfritz wäre so etwas wie ein Superheld. In der selben Liga wie Spiderman. Ich sehe uns schon alle in einer Reihe stehen, von den Rampenlichkanonen bestrahlt, neben Batman oder Superman, steht er da, Computerfritz, und rückt sich in heldenhafter Pose die Brille zurecht.
Natürlich ist das aber nicht so. Es wird niemals den Film Computerfritz 2 oder Computerfritz 3 geben. Niemals. Weil es nie Compterfritz 1 geben wird. Wir haben uns damit abgefunden. Und können eigentlich damit leben. Eigentlich.

Was ich aber nicht ausstehen kann, ist dass unsere Nerdkollegen, die Ärzte, alle Aufmerksamkeit und Bewunderung abbekommen. Ärzte sind nicht mehr und nicht weniger als Computerfritzen. Eher weniger. Ausser, dass sie vielleicht das Leben eines Computerfritzen retten können. Aber umgekehrt sorgen wir wiederum dafuer, dass deren Beatmungscomputer einwandfrei funktionieren, oder löschen wir deren Viren, nachdem sie sich wieder auf eine zweifelhafte Seite begeben haben, denn, im Unterschied zu uns Computerfritzen wissen Ärzte nämlich nicht, wie sie sich den geilsten Sex auf ihren Rechner herunterladen können.

Bei Ärzten bekommen Frauen schwache Knie. Dabei laufen Arzte in unvorteilhaften weissen Kitteln herum, zittern vor lauter Schlafentzug und reden in der freien Zeit über Intubationen, Schädeltraumas und anderen Neuronomien.
Und wirklich, das sind Themen, die für einen Laien genauso unverstaendlich sind, wie unsere Shellvariablen, DNS-resolving oder CPU-Frequenzen.
Was soll das? Wir behandeln eben Maschinen und die Aerzte behandeln halt menschliche Körper. Wo ist da der Unterschied? Wir reparieren allesamt defekte Teile. Nein, damit will ich nicht sagen, dass Menschen gleich wie Maschinen, also Roboter, sind. Nein, damit will ich sagen, dass Maschinen auch fürchterliche Launen haben und man die auch mit Liebe behandeln muss. Aber egal, ich schweife ab.

Wenn wir Computerfritzen gerufen werden, weil eine Kollegin ihren Computer nicht mehr gestartet kriegt, dann lösen wir das Problem ganz einsam, indem wir unter den Tisch kriechen, oder kryptische Sachen in die Tastatur eingeben. Die betroffene Kollegin unterhält sich dann meistens mit der Nachbarin oder geht in Mittagspause und sagt den anderen, beiläufig, dass ihr Rechner gerade vom Computerfritzen überprüft werden würde.

Wenn der Arzt gerufen wird weil die Tochter todkrank im Bett liegt, dann schaut die ganze Familie dabei zu, wie der Arzt mit Worten, die auf -itis oder -ose enden, um sich schmeisst.
Alle machen dann grosse Augen und fragen interessiert, was diese Itis oder Ose nun genau verursacht. Und der Arzt erklärt das, mit noch komplizierteren Worten als vorhin, die Familie schweigt, weil sie vor dem Arzt nicht als dummer Haufen Menschenfleisch dastehen will, weil den Arzt, den behält man gerne zum Freund.

Wenn bei meiner Kollegin die Proxyeinstellungen kaputt sind, dann will sie gar nicht wissen was da los ist. Ich würde ihr sehr gerne erklären, was ein Proxy ist. Wie das caching funktioniert wenn sie ueber den Proxyserver Internetseiten aufruft, oder gar wie man den eventuell umgehen kann, damit man nicht gleich ohne Internetz dasteht, wenn der Proxy mal nicht geht. Aber nein, wenn ich nach ihren Proxyeinstellungen gucke, dann höre ich bloss ein genervtes “Wann geht das wieder?”.

Ich könnte es ja irgendwie verstehen, wenn die Ärzte nun richtige Grossverdiener wären, die Milionen und andere -osen bei sich haben, aber richtige Computerfritzen, wie da drüben im warmen California, die fahren ja auch alle in diesen grossen Schlitten, ohne Dach und Verstand. Also wenn das ein Grund fuer schmuckversklafte Frauen ist, uns Fritzen zu verachten, dann ist das ein schlechter Grund.

Ich jedenfalls fühle mich ungerecht behandelt.

rss und Krams

Was hoere ich die Leute da draussen bloss klagen, ueber soviele Bookmarks. Dass man bei all den Blogs gar nicht mehr mithalten kann, weil es soviele geworden sind. Leute die alle moeglichen Tricks erdenken, oder eine Blogroll nur zu dem Zwecke halten, damit sie zum taeglichen Lesefutter kommen.

Leute, warum benutzt ihr denn nicht RSS? In 99 Komma Neun Neun Neun Neun Prozent der Weblogs da draussen, gibt es eingebaute RSS-feeds die dazu da sind euch das Leben zu erleichtern. Nur 5% der Leser dieser Seite benutzen RSS. Ja wisst ihr denn nicht wie das geht? Ich zeigs euch:

Men nehme erst eine Karotte und eine Packung Buntstifte… Nein, OK, ernster:
Man braucht keine grossen oder aufwendigen Programme dafuer. Fuer den Firefox zB gibt es Sage, ein kleiner Helfer der sich automatisch in den Browser einnistet und genau das macht, was von ihm verlangt wird: Dir das harte Leben mit Weblogs zu erleichtern.
Den zu installieren ist ein Kinderspiel. Klicke oben auf tools (heisst das Werkzeuge auf Deutsch?) und dann auf Extensions (das muesste bei der deutschen Version Erweiterungen heissen). Das oeffnet euch ein neues Fenster. In dem Fenster gibt es rechts unten einen Link der heisst Get more extensions. Da drauf klicken, und das oeffnet wieder ein neues Fenster.
In diesem Fenster gibt es links in der Menuleiste den Link News reading. Ja richtig, da drauf klicken, dann erscheinen alle Extensions die mit Newsreading zu tun haben.
Da suchen wir jetzt den Sage aus. Der ist ein bisschen weiter unten. Bei Sage muss man eigentlich bloss auf Install klicken und der Rest geht von selbst.
Den Firefox muss man nach der Installation von Sage aber erstmal ganz schliessen und neu oeffnen. Dann klickt man oben auf view, dann Sidebar und dann Sage. Das oeffnet Sage auf der linken Seite.

Das hinzufuegen der RSS feeds macht mir immer am meisten Spass. Ihr besucht einfach eure Lieblingsseite (natuerlich mequito.org) und klickt dann auf die Lupe. Das durchsucht die ganze Seite nach RSS feeds, und oeffnet dann ein kleines Fenster mit den gefundenen Feeds. Ihr klickt auf das gewuenschte (meistens RSS 2.0), dann auf add feed oderso und das war es dann.
Das wiederholt ihr bei allen anderen Lieblingsseiten.
Ihr habt dann links eine Liste mit all euren Lieblingsblogs. Jedesmal wenn ihr links auf dem check feeds Knopf drueckt, dann sucht es alle eure Lieblingslogs nach Neuigkeiten ab. Dann braucht ihr nur noch drauf zu klicken und es oeffnet gleich die richtige Seite.

Macht doch Spass, oder? Kein doofes bookgemarke und Zeugs mehr, bloss auf den Knopf druecken.

Leider gibt es Sage nur fuer Firefox und nicht fuer die Mozilla Suite. Auch nicht fuer den Internet Explorer. Aber da kann man eventuell den Rssreader benutzen. Leider habe ich den nicht, und Windows hab ich auch nicht, deshalb kann ich euch keine Anleitung schreiben, aber so schwer sollte das ja nicht sein.

Dass Rosa, mein Laptop, eine eigensinnige Zicke mit vielen Launen geworden ist, habe ich schonmal erwaehnt. Das ist mittlerweile so schlimm geworden, dass ich sie wegbringen musste, zu einem ofiziellen Reperateur des Herstellers, der gucken wird ob es tatsaechlich ein Hardwarefehler ist, und somit noch unter den Garantiebedingungen behandelt werden wird. Natuerlich ist es ein Hardwarefehler. Rosa stuerzt ab sobald ich sie ueberfordere. Dabei bin ich, wie damals schon erwaehnt, ein aeusserst vorsichtiger Computerer, passe mich an ihre Launen an und putze regelmaessig ihren Bildschirm. Doch mittlerweile ist sie derartig empfindlich geworden, dass sie oft schon beim aufrufen von SPON einfach ihren Geist aufgibt. Vor allem wenn da zu viele Animationen ueber den Bildschirm huschen.
Rosa habe ich nun weggebracht. Man soll mir eine neue CPU einbauen, weil ich sie in diesem Zustand nicht mehr benutzen kann. Will. Ich wusste es, dass ich einige Tage ohne sie leben muesse, aber zuhause stehen noch einige alte Computerkisten herum, das wuerde ich schon ueberleben. Ich baute die Festplatte aus und ging guten Gewissens wieder nach Hause. Um Rosa wuerde man sich kuemmern. Die Festplatte hatte ich ja schonmal bei mir, die wuerde ich einfach in eine der alten Rechnerkisten einbauen und ich wuerde mein Leben weiterleben wie bisher auch. Zwar langsamer, aber das ginge schon. Ich hatte ja ein verlaengertes Wochenende und konnte mir deshalb auch die Zeit nehmen alles umzubauen.

Es lief darauf hinaus, dass ich meine ganze Wochenendverlaengerung im Offline sass.
Erst machte meine Laptopfestplatte nur knirschende Geraeusche (ich sage euch, das hoert sich gar nicht gut an), doch aus irgendeinem Grund sprang sie dann doch ploetzlich an und der Linuxkernel flog mir ueber den Bildschirm. Juche, dachte ich erstmal. Juche, dachte ich auch immer noch, wo der Xserver (das ist bei Linux und UNIX die Ebene, womit man graphische Programme wie Webbrowser starten und die Maus benutzen kann, also alles was nicht Kommandozeile ist) nicht starten wollte. Das hatte ich erwartet, da im alten Ersatzrechner ja eine ganz andere Grafikkarte eingebaut ist und ich jetzt auch noch einen Monitor habe den ich erstmal einstellen muss. Eine Kleinigkeit die ich schon vorher mit eingeplant hatte. Nun benutze ich eben Debian Linux, schon seit immer eigentlich, weil ich ein Nerd bin und gerne Pickel haette. Der Nachteil dieser Linuxversion ist halt, dass man alles von Hand machen muss. Hardware wird nicht erkannt. Das machen nur die bunten SuseLinuxe oder Knoppixe, nicht aber mein spartanisches Debian. Aber ich als alte Linuxsocke sollte damit keine Probleme haben. Das Kommando “lspci” sollte mir zeigen was fuer eine Grafikkarte eingebaut ist:

mek@pauline:~$ lspci
-bash: lspci: command not found

Oha, lspci ist nicht installiert. Was nun? Das Kommando nachinstallieren natuerlich. Das macht man bei Debian aus dem Netz. Ueberdies habe ich davon keine CD mehr.
Mist, kein Netzwerk. Die Netzwerkverbindung ist natuerlich auch dem Laptop angepasst. Welche Netzwerkkarte ist da nochmal drin? Ah warte, ich geb mal lspci ein, oh nein, geht ja nicht. Mist.

Und das war nur der Anfang.
Irgendwann hatte ich Netzwerk, konnte mir die noetigen Sachen runterladen, hatte dann auch sozusagen passende Treiber, liess etwa 46 Mal das Konfigurationsprogramm fuer die Grafikkarte laufen, um zum 46-ten Mal bloss graue Streifen auf dem Bildschirm zu bekommen.
Frustriert oeffnete ich eine Textbrowser und suchte im Internet nach Info ueber meine Grafikkarte. Google wusste bescheid. Meine Grafikkarte wuerde nicht funktionieren. Die ist sowas von alt, die hatte nie richtig funktioniert mit Linux, es gaebe da einen alten Treiber, bei einer ganz alten Xserver-Version, damit wuerde es vielleicht gehen. Allerdings wuerde ich in zwei Wochen meine Rosa wieder bekommen, und vielleicht wieder anderthalb Tage benoetigen, um alles wieder zurueckzusetzen. Mein Gott, nein.
Nach vierzig Stunden beschloss ich, die alte Ultrasparc vom Staub zu befreien und auf dem Tisch zu stellen. Stolze 100mHz und 64MB Speicher. Die Kiste funktionierte sofort. Tat gleich alles was ich wollte. Obwohl gleich vielleicht nicht das richtige Wort ist, da sich auf dieser Maschine alles sehr verzoegert anfuehlt. Die Grafikkarte laeuft aber, und das ist gut. Wenn auch nur im 8bit Farbmodus, wodurch ich Seiten mit Fotos besser nicht angucke, ausser mir ist nach Augenschmerzen zumute. Und es verzerren sich alle anderen Farben auf dem Rechner, weil die Grafikkarte all ihre Farben fuer die Darstellung des Fotos benoetigt, die es eh nicht richtig darzustellen vermag. Das Internet ist frueher wohl nich so bunt gewesen.
Auch gibt es keine Umlaute auf dieser Tastatur, genau jetzt, wo ich gerade anfing mich konsequent an die Umlaute zu halten.
So kann aus mir natuerlich nichts werden.
Aber dafuer kann ich mich jetzt um 6:30, frohen Gemutes, mit dem Gefuehl einen funktionierenden Rechner zu haben, zu Bette legen. Gute Nacht.