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Wir spazierten durch die häßlichsten Ecken Schönebergs und redeten von den kleinen Dingen, [...]

Wir liefen durch die häßlichsten Ecken in Schöneberg und redeten von den vielen großen Dingen, [...]

Wir spazierten durch die häßlichsten Ecken Schönebergs und redeten von den vielen kaputten Dingen [...]

Wir liefen um die häßlichsten Ecken Schönebergs herum und redeten darüber wie das so ist, zwischen Schwester und Bruder. Wie wenig wir voneinander hatten in all den Jahren, und es war vor allem dieses Haben das mich dann ein wenig elektrisierte, als würde man sich kleine Denkmäler kneten wollen um der einzelnen Stationen zu gedenken, Standbilder zu haben von den verpassten Momenten, jene kleine Momente die erst in der Retrospektive so wichtig werden, wasweissich, die erste Kippe, der erste Scheißkater, und die großen Anfälle von Freude, weil bis auf das Sentiment wenig greifbares war.

Jetzt habe ich sie erstmal zurückgebracht zum Flughafen.
Aber sie hat ihren Koffer stehen lassen.



[Flamen]

Später war ich ja richtig froh darüber, dass sie sich dieses andere Kleid übergezogen hatte, weil vorher, da war alles ein bisschen zu viel Oberschenkel gewesen, und ich habe ja diese Schwäche. Beinahe neigte ich dazu es lediglich als erotische Darstellung zu betrachten, eine künstlerische Form des Striptease, das seidene Kleid spannte sich nämlich straff um ihre Hüften als sie breitbeinig ihren Hintern ins Publikum streckte, und das tat sie andauernd, und ich sagte zu meiner Begleitung, dass das schon eine Art Striptease sei, dieses Flamenco, nur halt mit der besseren Musik, zudem behielte sie die Kleider an, und die Sache mit dem Klatschen und dem Stampfen, das möge ich ja sehr, doch meine Begleitung sagte: kwatschkrams, die Dame auf der Bühne würde bloss Geschichten erzählen. Geschichten, wiederholte ich und [...]

[gesucht: lost]

da ich meinen Lost-Partner verloren habe, und es für mich vollends unmöglich ist Lost alleine zu schauen, weil ich nachher oftmals aufgewühlt bin und immer jemanden brauche das ganze Geschehen neu zu ordnen und zu falten, doch sonst niemand aus meinem Umfeld wissen will was mit OceanicFlight so geschieht, muss mein Blog jetzt herhalten:

Jemand da der einmal wöchentlich die neuen (die ganzganz neuen, also ab Staffel 4, Folge 11) Folgen mit mir schauen möchte? Meistens am Wochenende, bald nach Erscheinen in den US. Ich kümmere mich um die Beschaffung.

Rechts oben ist so ein Emailknopf.
Würde mich sehr freuen.

[Zinnowitz, Usedom]

I.
angekommen
Pizza gegessen
auf dem Pier gelaufen
Bier getrunken
ins Bett gefallen

II.
aufgestanden
gefrühstückt
spaziert (am Strand)
zu Mittag gegessen
am Strand den Wellen zugesehen
zu Abend gegessen
Ardbeg getrunken
Bier getrunken
Ardbeg getrunken
ins Bett gefallen

III.
aufgestanden
gefrühstückt
mit dem Fahrrad nach Peenemünde gefahren
Eis gegessen
Kaffee getrunken
zu Mittag gegessen
am Strand den Wellen zugesehen
mir ausgemalt wie es wäre einfach hier sitzenzubleiben, tagein tagaus hier sitzen, nach rechts sehen wenn die Sonne aufgeht und nach links zum Abschied am Abend, und in der Zeit dazwischen den Wellen zuschauen, wie diese einander verfolgen und beim Brechen übereinanderherfallen wie zwei kleine Hunde beim Spielen, hin und wieder bliesse der Wind und ich würde die Augen schließen, und dann die Augen geschlossen lassen, weil die Sonne so schön leicht darauf drückte, und ich danach beim Blinzeln den schwarzen Fleck an der Brandung zu erkennen versuchte, ob es nun ein Hund sei oder ein angespülter Baumstamm, und dann sähe ich hinunter zu meinen Füßen, wo ein kleines Mädchen mit einer grünen Gießkanne stünde und mir meine eingegrabenen Füße gösse, und ich würde sagen, Hey Mädchen, irgendwie gefällt mir das nicht, und das Mädchen würde mich ein bisschen traurig ansehen, wegen der vielen Blätter die ich beim Empörtsein verloren hätte, sie sagt ich sei aber schon ganz trocken, und meine Wurzeln lägen auch schon blank, doch ich würde sagen es sei noch nicht so schlimm, siehe da, und ich würde an meinen Füßen rütteln, und hinzufügen, dass ich ja noch fest im Sand verwurzelt sei, keine Sorge also, es sei alles gut [...]
zu Abend gegessen
Ardbeg getrunken
Bier getrunken
Bier getrunken
ins Bett gefallen

IV.
aufgestanden
gefrühstückt
den Wellen zugesehen
zum Bahnhof gelaufen