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		<title>es regnet</title>
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		<description>Ich lese Texte vor. Meist aus meinem Blog. Ab und spiele ich etwas dazu. Anleitung: dieser Podcast ist ein literarisches Weberzeugnis. Oder wie jemand mal gesagt hat: “Das ist ein semi-literarisches Tagebuch.” Kann ich auch mit leben. Weniger mag ich Leute, die sagen: “Mensch, kannst du nicht mal ein bisschen witzig sein?”. Doch das sagt ja niemand. Und sonstso mache ich derzeit mehr Langprosa. Ab und zu lese ich meine Sachen dem Publikum vor. Hin und wieder werde ich für einen Literaturpreis nominiert. Ich gewinne aber nie etwas. Und sonst so: Ich arbeite in einer Internetfirma. Dort leite ich ein gutes Dutzend Expertinnen, die ziemlich coole Sachen mit Computern machen. Kurzbio: * 1975 in den Dolomiten. Aufgewachsen ebenda. Immer gut zu Kühen gewesen. Punkrock, Milano, Zürich, Wien. Lange Jahre in den Niederlanden gelebt, Brecheisen gestemmt. Später Madrid. Dann in Hamburg Deutscher geworden. Jetzt in Berlin. So ist das.</description>
		<lastBuildDate>Sun, 17 May 2026 11:11:41 +0000</lastBuildDate>
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		<copyright>© 2019 spaeter, truebe</copyright>
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	<title>[Sa, 16.5.2026 &#8211; Västra Götaland]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15576</link>
	<pubDate>Sun, 17 May 2026 11:11:38 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Die Reise verlief dann ganz gut. Wir begannen den Tag mit einem stressbedingten Streit, der aber schnell abkühlte, sobald wir im Auto saßen. Als wir den Ring verließen, scherzten wir sogar wieder.</p>



<p>Der Cousin meiner Frau, der 2 km flussaufwärts wohnt, warnte uns schon seit Tagen wegen der Kälte. Vermutlich denkt er, dass Berlin im warmen Süden liegt. Die Temperaturen sind aber ähnlich, Berlin ist vielleicht 2 oder 3 Grad wärmer. Aber nachts kühlt es hier laut Wetteranzeige noch richtig ab. In der Nacht zum Sonntag wird es einen Plusgrad geben. Die Woche danach haben wir aber Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad. Auch nachts ist es dann immer um die zehn.</p>



<p>Die Hündin war nach der langen Fahrt müde und gelangweilt. Als sie aus dem Auto sprang und verstand, wo sie wieder ist, rannte sie Runden im Kreis und absolvierte kleine Luftsprünge. Das war sehr witzig mit anzusehen. Mir kommt immer vor, dass sie hier die beste Zeit ihres Lebens hat. Kann aber gut sein, dass ich das nur in sie hineinprojiziere. Andererseits ist sie ohnehin immer gerne da, wo ich auch bin, ob das nun die Warschauer Straße oder der schwedische Wald ist, scheint ihr wenig auszumachen. Hier bin ich halt viel im Freien und ich bin körperlich aktiver, das macht ihr sichtlich Spaß. Dafür ist sie abends um 17 Uhr immer schon schlaffertig.</p>



<p>Das Haus fühlt sich allerdings kalt an. Kaminfeuer hilft – wie immer – wenig. Es ist angenehm, wenn man davor sitzt, aber es heizt weder Raum noch Haus. Wir haben drei Elektroradiatoren, die sich im ganzen Haus verteilt befinden, und auch mehrere antike Radiatoren, die mit einem Holzherd betrieben werden. Wir beschließen, nur die elektrischen anzuschalten, obwohl die zu schwach sind, die kalten Räume zu erwärmen. Als wir das feststellten, war es bereits zu spät, um das Holzherdsystem anzuschmeißen. Wir hatten den Holzherd vor ein paar Jahren das erste Mal aktiviert. Das Heizsystem stammt allerdings aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert. Es besitzt noch keine Pumpen bzw. Druckausgleichssysteme, die Heizung erfordert daher faktisch kontinuierliche Überwachung. Das fanden wir damals sehr stressig.</p>



<p>Wir kamen etwa um 17 Uhr an. Ich liebe es, das Haus aus dem Winterschlaf zu holen. Fenster öffnen, Decken schütteln, Strom anschalten, Wasser anschalten. Als Erstes saugten wir aber die Böden und die Regale in der Vorratskammer. Über den Winter leben Feldmäuse im Haus, die Hunderte und Tausende schwarze Knöllchen hinterlassen. Allerdings überwiegend in der Vorratskammer. Meine Frau sagt dauernd: Hantavirus, Hantavirus. Wir finden das lustig.</p>



<p>Und dann die erste Nacht in dem kalten Haus. Der beste Moment ist, nackt in dieses eisige Bett zu schlüpfen und es von innen heraus zu wärmen. In heißen Berliner Sommernächten denke ich gerne an diesen Moment.</p>



<p>Im Februar gab es einen großen Wintersturm, der massenweise Bäume umgerissen hat. In unserem Wald waren nur wenige Bäume davon betroffen. Allerdings einer, der genau über die Auffahrt zu unserem Haus gefallen war. Der Förster informierte uns vor ein paar Wochen, dass er den Baum beseitigt habe. Er wird uns eine Rechnung schicken. Heute inspizierte ich den umgefallenen Baum. Er liegt jetzt auf einem Hang unterhalb unseres Hauses. Ich werde ihn über den Sommer hinweg zerlegen. In zwei Jahren werden wir ihn dann verfeuern. Wir haben eigentlich noch reichlich Holz, hier habe ich aber das Gefühl, weit in die Zukunft vorausplanen zu müssen. Wie ein richtiger Bauer. Wenn ich mich beim Vorausplanen erwische, fühle ich mich immer ungemein weise. Wie ein alter Fischer, der an der Brandung steht, an seiner Pfeife zieht und so Sachen sagt, wie: Es zieht ein Wetter auf.</p>



<p>Der Baum liegt in einem zugewachsenen Bereich des Waldstückes unter dem Haus. Heute arbeitete ich mir einen Weg zu ihm frei. Es sind unzählige, junge Espen, die den Weg versperren. Ich kann sie alle mit einer Astschere entfernen. Das Stückchen Wald wollte ich bereits letztes und vorletztes Jahr von den Jungbäumen entledigen, ich kam aber nie dazu, weil mir das Werkzeug fehlte. Jetzt habe ich in der Scheune diese Astschere entdeckt. Keine Ahnung, wo die vorher war.</p>



<p>Die Hündin liebt es, wenn wir im Wald arbeiten. Sie arbeitet mit mir mit. Jede Espe, die ich fälle, beschnuppert sie ausgiebig, als würde sie Qualitätskontrolle durchführen. Dabei prüft sie auch ausgiebig den aufgerissenen Boden. Manchmal gräbt sie noch nach. Sie steht mir ständig im Weg und ist überhaupt keine Hilfe, aber sie ist ein Arbeitstier, sie wird gerne gebraucht, und mir macht es Spaß, wenn sie Spaß hat.</p>



<p>Am zweiten Abend sind wir beim Cousin und seiner Frau zum Essen eingeladen. Sie wohnen in einem eher neuen Holzhaus, das aus einem einzigen großen Raum besteht, der sich über zwei Stockwerke zieht und oben spitz zuläuft. In einer Dachnische, die über eine Treppe erreichbar ist, befindet sich die Schlafplattform. Es ist ein sehr schöner Raum. Es hat etwas Loftartiges und gleichzeitig doch etwas Hütthaftes. Wir verbrachten einen wunderbaren Abend mit indischem Essen und Bier.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Die Reise verlief dann ganz gut. Wir begannen den Tag mit einem stressbedingten Streit, der aber schnell abkühlte, sobald wir im Auto saßen. Als wir den Ring verließen, scherzten wir sogar wieder.



Der Cousin meiner Frau, der 2 km flussaufwärts wohnt, ]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reise verlief dann ganz gut. Wir begannen den Tag mit einem stressbedingten Streit, der aber schnell abkühlte, sobald wir im Auto saßen. Als wir den Ring verließen, scherzten wir sogar wieder.</p>



<p>Der Cousin meiner Frau, der 2 km flussaufwärts wohnt, warnte uns schon seit Tagen wegen der Kälte. Vermutlich denkt er, dass Berlin im warmen Süden liegt. Die Temperaturen sind aber ähnlich, Berlin ist vielleicht 2 oder 3 Grad wärmer. Aber nachts kühlt es hier laut Wetteranzeige noch richtig ab. In der Nacht zum Sonntag wird es einen Plusgrad geben. Die Woche danach haben wir aber Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad. Auch nachts ist es dann immer um die zehn.</p>



<p>Die Hündin war nach der langen Fahrt müde und gelangweilt. Als sie aus dem Auto sprang und verstand, wo sie wieder ist, rannte sie Runden im Kreis und absolvierte kleine Luftsprünge. Das war sehr witzig mit anzusehen. Mir kommt immer vor, dass sie hier die beste Zeit ihres Lebens hat. Kann aber gut sein, dass ich das nur in sie hineinprojiziere. Andererseits ist sie ohnehin immer gerne da, wo ich auch bin, ob das nun die Warschauer Straße oder der schwedische Wald ist, scheint ihr wenig auszumachen. Hier bin ich halt viel im Freien und ich bin körperlich aktiver, das macht ihr sichtlich Spaß. Dafür ist sie abends um 17 Uhr immer schon schlaffertig.</p>



<p>Das Haus fühlt sich allerdings kalt an. Kaminfeuer hilft – wie immer – wenig. Es ist angenehm, wenn man davor sitzt, aber es heizt weder Raum noch Haus. Wir haben drei Elektroradiatoren, die sich im ganzen Haus verteilt befinden, und auch mehrere antike Radiatoren, die mit einem Holzherd betrieben werden. Wir beschließen, nur die elektrischen anzuschalten, obwohl die zu schwach sind, die kalten Räume zu erwärmen. Als wir das feststellten, war es bereits zu spät, um das Holzherdsystem anzuschmeißen. Wir hatten den Holzherd vor ein paar Jahren das erste Mal aktiviert. Das Heizsystem stammt allerdings aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert. Es besitzt noch keine Pumpen bzw. Druckausgleichssysteme, die Heizung erfordert daher faktisch kontinuierliche Überwachung. Das fanden wir damals sehr stressig.</p>



<p>Wir kamen etwa um 17 Uhr an. Ich liebe es, das Haus aus dem Winterschlaf zu holen. Fenster öffnen, Decken schütteln, Strom anschalten, Wasser anschalten. Als Erstes saugten wir aber die Böden und die Regale in der Vorratskammer. Über den Winter leben Feldmäuse im Haus, die Hunderte und Tausende schwarze Knöllchen hinterlassen. Allerdings überwiegend in der Vorratskammer. Meine Frau sagt dauernd: Hantavirus, Hantavirus. Wir finden das lustig.</p>



<p>Und dann die erste Nacht in dem kalten Haus. Der beste Moment ist, nackt in dieses eisige Bett zu schlüpfen und es von innen heraus zu wärmen. In heißen Berliner Sommernächten denke ich gerne an diesen Moment.</p>



<p>Im Februar gab es einen großen Wintersturm, der massenweise Bäume umgerissen hat. In unserem Wald waren nur wenige Bäume davon betroffen. Allerdings einer, der genau über die Auffahrt zu unserem Haus gefallen war. Der Förster informierte uns vor ein paar Wochen, dass er den Baum beseitigt habe. Er wird uns eine Rechnung schicken. Heute inspizierte ich den umgefallenen Baum. Er liegt jetzt auf einem Hang unterhalb unseres Hauses. Ich werde ihn über den Sommer hinweg zerlegen. In zwei Jahren werden wir ihn dann verfeuern. Wir haben eigentlich noch reichlich Holz, hier habe ich aber das Gefühl, weit in die Zukunft vorausplanen zu müssen. Wie ein richtiger Bauer. Wenn ich mich beim Vorausplanen erwische, fühle ich mich immer ungemein weise. Wie ein alter Fischer, der an der Brandung steht, an seiner Pfeife zieht und so Sachen sagt, wie: Es zieht ein Wetter auf.</p>



<p>Der Baum liegt in einem zugewachsenen Bereich des Waldstückes unter dem Haus. Heute arbeitete ich mir einen Weg zu ihm frei. Es sind unzählige, junge Espen, die den Weg versperren. Ich kann sie alle mit einer Astschere entfernen. Das Stückchen Wald wollte ich bereits letztes und vorletztes Jahr von den Jungbäumen entledigen, ich kam aber nie dazu, weil mir das Werkzeug fehlte. Jetzt habe ich in der Scheune diese Astschere entdeckt. Keine Ahnung, wo die vorher war.</p>



<p>Die Hündin liebt es, wenn wir im Wald arbeiten. Sie arbeitet mit mir mit. Jede Espe, die ich fälle, beschnuppert sie ausgiebig, als würde sie Qualitätskontrolle durchführen. Dabei prüft sie auch ausgiebig den aufgerissenen Boden. Manchmal gräbt sie noch nach. Sie steht mir ständig im Weg und ist überhaupt keine Hilfe, aber sie ist ein Arbeitstier, sie wird gerne gebraucht, und mir macht es Spaß, wenn sie Spaß hat.</p>



<p>Am zweiten Abend sind wir beim Cousin und seiner Frau zum Essen eingeladen. Sie wohnen in einem eher neuen Holzhaus, das aus einem einzigen großen Raum besteht, der sich über zwei Stockwerke zieht und oben spitz zuläuft. In einer Dachnische, die über eine Treppe erreichbar ist, befindet sich die Schlafplattform. Es ist ein sehr schöner Raum. Es hat etwas Loftartiges und gleichzeitig doch etwas Hütthaftes. Wir verbrachten einen wunderbaren Abend mit indischem Essen und Bier.</p>]]></content:encoded>
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Der Cousin meiner Frau, der 2 km flussaufwärts wohnt, warnte uns schon seit Tagen wegen der Kälte. Vermutlich denkt er, dass Berlin im warmen Süden liegt. Die Temperaturen sind aber ähnlich, Berlin ist vielleicht 2 oder 3 Grad wärmer. Aber nachts kühlt es hier laut Wetteranzeige noch richtig ab. In der Nacht zum Sonntag wird es einen Plusgrad geben. Die Woche danach haben wir aber Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad. Auch nachts ist es dann immer um die zehn.



Die Hündin war nach der langen Fahrt müde und gelangweilt. Als sie aus dem Auto sprang und verstand, wo sie wieder ist, rannte sie Runden im Kreis und absolvierte kleine Luftsprünge. Das war sehr witzig mit anzusehen. Mir kommt immer vor, dass sie hier die beste Zeit ihres Lebens hat. Kann aber gut sein, dass ich das nur in sie hineinprojiziere. Andererseits ist sie ohnehin immer gerne da, wo ich auch bin, ob das nun die Warschauer Straße oder der schwedische Wald ist, scheint ihr wenig auszumachen. Hier bin ich halt viel im Freien und ich bin körperlich aktiver, das macht ihr sichtlich Spaß. Dafür ist sie abends um 17 Uhr immer schon schlaffertig.



Das Haus fühlt sich allerdings kalt an. Kaminfeuer hilft – wie immer – wenig. Es ist angenehm, wenn man davor sitzt, aber es heizt weder Raum noch Haus. Wir haben drei Elektroradiatoren, die sich im ganzen Haus verteilt befinden, und auch mehrere antike Radiatoren, die mit einem Holzherd betrieben werden. Wir beschließen, nur die elektrischen anzuschalten, obwohl die zu schwach sind, die kalten Räume zu erwärmen. Als wir das feststellten, war es bereits zu spät, um das Holzherdsystem anzuschmeißen. Wir hatten den Holzherd vor ein paar Jahren das erste Mal aktiviert. Das Heizsystem stammt allerdings aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert. Es besitzt noch keine Pumpen bzw. Druckausgleichssysteme, die Heizung erfordert daher faktisch kontinuierliche Überwachung. Das fanden wir damals sehr stressig.



Wir kamen etwa um 17 Uhr an. Ich liebe es, das Haus aus dem Winterschlaf zu holen. Fenster öffnen, Decken schütteln, Strom anschalten, Wasser anschalten. Als Erstes saugten wir aber die Böden und die Regale in der Vorratskammer. Über den Winter leben Feldmäuse im Haus, die Hunderte und Tausende schwarze Knöllchen hinterlassen. Allerdings überwiegend in der Vorratskammer. Meine Frau sagt dauernd: Hantavirus, Hantavirus. Wir finden das lustig.



Und dann die erste Nacht in dem kalten Haus. Der beste Moment ist, nackt in dieses eisige Bett zu schlüpfen und es von innen heraus zu wärmen. In heißen Berliner Sommernächten denke ich gerne an diesen Moment.



Im Februar gab es einen großen Wintersturm, der massenweise Bäume umgerissen hat. In unserem Wald waren nur wenige Bäume davon betroffen. Allerdings einer, der genau über die Auffahrt zu unserem Haus gefallen war. Der Förster informierte uns vor ein paar Wochen, dass er den Baum beseitigt habe. Er wird uns eine Rechnung schicken. Heute inspizierte ich den umgefallenen Baum. Er liegt jetzt auf einem Hang unterhalb unseres Hauses. Ich werde ihn über den Sommer hinweg zerlegen. In zwei Jahren werden wir ihn dann verfeuern. Wir haben eigentlich noch reichlich Holz, hier habe ich aber das Gefühl, weit in die Zukunft vorausplanen zu müssen. Wie ein richtiger Bauer. Wenn ich mich beim Vorausplanen erwische, fühle ich mich immer ungemein weise. Wie ein alter Fischer, der an der Brandung steht, an seiner Pfeife zieht und so Sachen sagt, wie: Es zieht ein Wetter auf.



Der Baum liegt in einem zugewachsenen Bereich des Waldstückes unter dem Haus. Heute arbeitete ich mir einen Weg zu ihm frei. Es sind unzählige, junge Espen, die den Weg versperren. Ich kann sie alle mit einer Astschere entfernen. Das Stückchen Wald wollte ich bereits letztes und vorletztes Jahr von den Jungbäumen entledigen,]]></itunes:summary>
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	<title>[Do, 14.5.2026 &#8211; Tetris]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15569</link>
	<pubDate>Fri, 15 May 2026 03:29:48 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Heute bereitete ich die Reise vor. Der Rasenmäher und die Kommode passten gerade so in das Auto. Für die Hündin habe ich jetzt eine Art Plattform gebaut, auf der sie die ganze Reise lang liegen wird. Sie hat zwar weniger Platz als üblich, aber sie ist gerade ohnehin in der Post-Läufigkeitsphase und andauernd deprimiert, sie hat andere Sorgen.</p>



<p>Mit den anderen Gepäckstücken und Werkzeugen spielte ich Tetris. Am Ende passte fast alles hinein.</p>



<p>Das ganze Tetrislevel dauerte ziemlich viel Zeit. Einmal kam eine Nachbarin vorbei, die tatkräftig mitdachte und ein paar hilfreiche Ideen hatte. Sie behauptete, sie sei in dieser Tätigkeit sehr kompetent. In ihrer Familie übernähme sie immer die Rolle der Autopackerin. Später besorgte sie mir Zurrgurte, mit denen ich den Rasenmäher und die Kommode befestigte, damit sie bei harten Bremsvorgängen nicht durch unsere Köpfe hindurch durch die Frontscheibe das Auto wieder verließen.</p>



<p>Es ist die erste Auslandsreise, die ich als deutscher Staatsbürger angehe. Ich tat mich sehr schwer, zu entscheiden, welchen Reisepass ich verwende. Dabei muss ich gestehen, dass es mir noch etwas schwerfällt, als Deutscher durch die Welt zu fahren. Ich ließ beide Pässe auf meinem Schreibtisch liegen. Später kam meine Frau vorbei, die auf Reisen immer die Dokumente, Fährtickets und andere Formalien verwaltet. Sie nahm einfach den deutschen Pass.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Heute bereitete ich die Reise vor. Der Rasenmäher und die Kommode passten gerade so in das Auto. Für die Hündin habe ich jetzt eine Art Plattform gebaut, auf der sie die ganze Reise lang liegen wird. Sie hat zwar weniger Platz als üblich, aber sie ist ge]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bereitete ich die Reise vor. Der Rasenmäher und die Kommode passten gerade so in das Auto. Für die Hündin habe ich jetzt eine Art Plattform gebaut, auf der sie die ganze Reise lang liegen wird. Sie hat zwar weniger Platz als üblich, aber sie ist gerade ohnehin in der Post-Läufigkeitsphase und andauernd deprimiert, sie hat andere Sorgen.</p>



<p>Mit den anderen Gepäckstücken und Werkzeugen spielte ich Tetris. Am Ende passte fast alles hinein.</p>



<p>Das ganze Tetrislevel dauerte ziemlich viel Zeit. Einmal kam eine Nachbarin vorbei, die tatkräftig mitdachte und ein paar hilfreiche Ideen hatte. Sie behauptete, sie sei in dieser Tätigkeit sehr kompetent. In ihrer Familie übernähme sie immer die Rolle der Autopackerin. Später besorgte sie mir Zurrgurte, mit denen ich den Rasenmäher und die Kommode befestigte, damit sie bei harten Bremsvorgängen nicht durch unsere Köpfe hindurch durch die Frontscheibe das Auto wieder verließen.</p>



<p>Es ist die erste Auslandsreise, die ich als deutscher Staatsbürger angehe. Ich tat mich sehr schwer, zu entscheiden, welchen Reisepass ich verwende. Dabei muss ich gestehen, dass es mir noch etwas schwerfällt, als Deutscher durch die Welt zu fahren. Ich ließ beide Pässe auf meinem Schreibtisch liegen. Später kam meine Frau vorbei, die auf Reisen immer die Dokumente, Fährtickets und andere Formalien verwaltet. Sie nahm einfach den deutschen Pass.</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Heute bereitete ich die Reise vor. Der Rasenmäher und die Kommode passten gerade so in das Auto. Für die Hündin habe ich jetzt eine Art Plattform gebaut, auf der sie die ganze Reise lang liegen wird. Sie hat zwar weniger Platz als üblich, aber sie ist gerade ohnehin in der Post-Läufigkeitsphase und andauernd deprimiert, sie hat andere Sorgen.



Mit den anderen Gepäckstücken und Werkzeugen spielte ich Tetris. Am Ende passte fast alles hinein.



Das ganze Tetrislevel dauerte ziemlich viel Zeit. Einmal kam eine Nachbarin vorbei, die tatkräftig mitdachte und ein paar hilfreiche Ideen hatte. Sie behauptete, sie sei in dieser Tätigkeit sehr kompetent. In ihrer Familie übernähme sie immer die Rolle der Autopackerin. Später besorgte sie mir Zurrgurte, mit denen ich den Rasenmäher und die Kommode befestigte, damit sie bei harten Bremsvorgängen nicht durch unsere Köpfe hindurch durch die Frontscheibe das Auto wieder verließen.



Es ist die erste Auslandsreise, die ich als deutscher Staatsbürger angehe. Ich tat mich sehr schwer, zu entscheiden, welchen Reisepass ich verwende. Dabei muss ich gestehen, dass es mir noch etwas schwerfällt, als Deutscher durch die Welt zu fahren. Ich ließ beide Pässe auf meinem Schreibtisch liegen. Später kam meine Frau vorbei, die auf Reisen immer die Dokumente, Fährtickets und andere Formalien verwaltet. Sie nahm einfach den deutschen Pass.]]></itunes:summary>
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<item>
	<title>[Mi, 13.5.2026 &#8211; Psychogramm]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15563</link>
	<pubDate>Thu, 14 May 2026 08:21:11 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Dann kippte ich das gesamte Blog (1,2 Millionen Wörter) in die KI und ließ sie ein Psychogramm von mir erstellen. Das ist der Vorteil, wenn man solche großen Textmengen aus der Ich-Perspektive produziert hat. Heraus kamen durchaus interessante Details, deren ich mir nicht bewusst war. Die KI wunderte sich über meinen niedrigen Neurotizismus, bei gleichzeitig hoher Selbstreflexion. Das ist offenbar eine ungewöhnliche Konstellation. Menschen mit hoher Selbstreflexion sind in der Regel auch neurotisch. Außerdem attestierte sie mir Humor und komplexe Denkmuster. Das gefiel mir alles.</p>



<p>Ich befragte sie auch nach Narzissmus. Manchmal glaube ich nämlich, dass ich narzisstisch bin, auch wenn andere Menschen behaupten, das träfe nicht auf mich zu. Die KI schloss Narzissmus bei mir kategorisch aus, sie wusste aber auch, warum ich auf diesen Gedanken gekommen sein könnte, und erklärte mir die Gründe.</p>



<p>Zudem befragte ich sie, ob sie depressive Muster erkennen könne. Da war die Tendenz dann nicht mehr so deutlich. Dennoch ist die emotionale Bilanz positiv. Knapp, aber positiv. Sei erkannte auch, dass 2022 das einzige Jahr war, in dem die emotionale Bilanz ins Negative kippte. Ich kann das nachvollziehen, die private Situation war da nicht immer gut, zudem begann der Krieg in der Ukraine, der viel Düsterkeit über mich legte. Andererseits bekamen wir in jenem Jahr die Hündin.</p>



<p>Sie zeigte mir auch meine Schwächen auf bzw. die negativen Merkmale. Die las ich aber nicht. Zumindest nicht offiziell. Mein inneres Tribunal braucht diese Info nicht.</p>



<p>Immerhin fand sie keine Spuren von Sarkasmus oder Zynismus. Das hätte ich nicht gemocht.</p>



<p>#</p>



<p>Dann schaute ich endlich Tapeziervideos. Zumindest eines. Ich fand ein Video von Hellweg, das dauerte 4 Minuten, und ich fragte mich, warum ich das so lange vor mir hergeschoben hatte. Die Essenz aus dem Video: Man muss beim Tapezieren genau sein.</p>



<p>Genau sein. Davor habe ich Angst.</p>



<p>#</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Dann kippte ich das gesamte Blog (1,2 Millionen Wörter) in die KI und ließ sie ein Psychogramm von mir erstellen. Das ist der Vorteil, wenn man solche großen Textmengen aus der Ich-Perspektive produziert hat. Heraus kamen durchaus interessante Details, d]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Dann kippte ich das gesamte Blog (1,2 Millionen Wörter) in die KI und ließ sie ein Psychogramm von mir erstellen. Das ist der Vorteil, wenn man solche großen Textmengen aus der Ich-Perspektive produziert hat. Heraus kamen durchaus interessante Details, deren ich mir nicht bewusst war. Die KI wunderte sich über meinen niedrigen Neurotizismus, bei gleichzeitig hoher Selbstreflexion. Das ist offenbar eine ungewöhnliche Konstellation. Menschen mit hoher Selbstreflexion sind in der Regel auch neurotisch. Außerdem attestierte sie mir Humor und komplexe Denkmuster. Das gefiel mir alles.</p>



<p>Ich befragte sie auch nach Narzissmus. Manchmal glaube ich nämlich, dass ich narzisstisch bin, auch wenn andere Menschen behaupten, das träfe nicht auf mich zu. Die KI schloss Narzissmus bei mir kategorisch aus, sie wusste aber auch, warum ich auf diesen Gedanken gekommen sein könnte, und erklärte mir die Gründe.</p>



<p>Zudem befragte ich sie, ob sie depressive Muster erkennen könne. Da war die Tendenz dann nicht mehr so deutlich. Dennoch ist die emotionale Bilanz positiv. Knapp, aber positiv. Sei erkannte auch, dass 2022 das einzige Jahr war, in dem die emotionale Bilanz ins Negative kippte. Ich kann das nachvollziehen, die private Situation war da nicht immer gut, zudem begann der Krieg in der Ukraine, der viel Düsterkeit über mich legte. Andererseits bekamen wir in jenem Jahr die Hündin.</p>



<p>Sie zeigte mir auch meine Schwächen auf bzw. die negativen Merkmale. Die las ich aber nicht. Zumindest nicht offiziell. Mein inneres Tribunal braucht diese Info nicht.</p>



<p>Immerhin fand sie keine Spuren von Sarkasmus oder Zynismus. Das hätte ich nicht gemocht.</p>



<p>#</p>



<p>Dann schaute ich endlich Tapeziervideos. Zumindest eines. Ich fand ein Video von Hellweg, das dauerte 4 Minuten, und ich fragte mich, warum ich das so lange vor mir hergeschoben hatte. Die Essenz aus dem Video: Man muss beim Tapezieren genau sein.</p>



<p>Genau sein. Davor habe ich Angst.</p>



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	<itunes:summary><![CDATA[Dann kippte ich das gesamte Blog (1,2 Millionen Wörter) in die KI und ließ sie ein Psychogramm von mir erstellen. Das ist der Vorteil, wenn man solche großen Textmengen aus der Ich-Perspektive produziert hat. Heraus kamen durchaus interessante Details, deren ich mir nicht bewusst war. Die KI wunderte sich über meinen niedrigen Neurotizismus, bei gleichzeitig hoher Selbstreflexion. Das ist offenbar eine ungewöhnliche Konstellation. Menschen mit hoher Selbstreflexion sind in der Regel auch neurotisch. Außerdem attestierte sie mir Humor und komplexe Denkmuster. Das gefiel mir alles.



Ich befragte sie auch nach Narzissmus. Manchmal glaube ich nämlich, dass ich narzisstisch bin, auch wenn andere Menschen behaupten, das träfe nicht auf mich zu. Die KI schloss Narzissmus bei mir kategorisch aus, sie wusste aber auch, warum ich auf diesen Gedanken gekommen sein könnte, und erklärte mir die Gründe.



Zudem befragte ich sie, ob sie depressive Muster erkennen könne. Da war die Tendenz dann nicht mehr so deutlich. Dennoch ist die emotionale Bilanz positiv. Knapp, aber positiv. Sei erkannte auch, dass 2022 das einzige Jahr war, in dem die emotionale Bilanz ins Negative kippte. Ich kann das nachvollziehen, die private Situation war da nicht immer gut, zudem begann der Krieg in der Ukraine, der viel Düsterkeit über mich legte. Andererseits bekamen wir in jenem Jahr die Hündin.



Sie zeigte mir auch meine Schwächen auf bzw. die negativen Merkmale. Die las ich aber nicht. Zumindest nicht offiziell. Mein inneres Tribunal braucht diese Info nicht.



Immerhin fand sie keine Spuren von Sarkasmus oder Zynismus. Das hätte ich nicht gemocht.



#



Dann schaute ich endlich Tapeziervideos. Zumindest eines. Ich fand ein Video von Hellweg, das dauerte 4 Minuten, und ich fragte mich, warum ich das so lange vor mir hergeschoben hatte. Die Essenz aus dem Video: Man muss beim Tapezieren genau sein.



Genau sein. Davor habe ich Angst.



#]]></itunes:summary>
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	<title>[Di, 12.5.2026 &#8211; Sockenpaare, Statistik, Hessen, Tapezierfehler]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15555</link>
	<pubDate>Wed, 13 May 2026 06:22:01 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Bei Lidl 20 Paar einheitliche, schwarze Sockenpaare gekauft. Und jetzt fühle ich mich ungemein erwachsen. Dafür sortierte ich alle anderen Socken in einem Durchgang aus. Die wilde Mischung aus schwarzen Socken, die sich im Laufe der Jahre ansammelt, ist erstaunlich. Man denkt: schwarze Socken. Aber in Wirklichkeit ist es eine schwarzgraue Textilhölle aus unterschiedlichen Stoffen, Maßen und Formen. Kaum eine Socke passte noch zur anderen. Glücklicherweise kann man das in den Schuhen aber nicht erkennen.</p>



<p>Weiß auch nicht, was ich mit dieser Erkenntnis jetzt mache. Sie hat wenig intellektuellen Wert. Aber das Gefühl, 20 baugleiche Socken im Schrank zu haben, ist ein schönes Gefühl.</p>



<p>#</p>



<p>Ich habe jetzt ein lokales Statistiktool hier eingebaut. Ich kann sehen, dass der Großteil der Besucherinnen aus Frankfurt kommt. Mit Abstand. Aus Berlin gibt es verhältnismäßig wenige Besuche. Auch Hamburg oder München sind eher selten. Allerdings kommen viele kleine Ortschaften darin vor. Und sonst: Überall Frankfurt. Seit Wochen.</p>



<p>Lustigerweise kommt mein Vater aus einem kleinen Dolomitendorf, dessen Bewohner von den anderen Dörfern als "Hessen" bezeichnet werden. Den Grund kennt man nicht so genau. Eine Gasthaustheorie besagt, dass das Bergwerk, in dem man im Spätmittelalter silberhaltige Blei-Erze abbaute, viele Arbeitskräfte jenseits der Alpen anzog. Jetzt ist es so, dass im Dorf meines Vaters jede zweite Person "Pfeifer" mit Nachnamen heißt. Und zwar nur mit einem "f". Wir sind nicht alle miteinander verwandt, und natürlich übertreibe ich mit der 50%, aber Pfeifer ist der häufigste Name in diesem Dorf, während er in anderen Gegenden Südtirols kaum vorkommt.</p>



<p>Nun gibt es diese Seiten, auf denen man die Verteilung von Familiennamen auf Landkarten überprüfen kann. Gibt man dort "Pfeifer" ein, erkennt man eine Konzentration dieses Namens in Hessen und Rheinland-Pfalz.</p>



<p>Ich sag ja nur. Ich bin da etwas auf der Spur. Wie ich das mit dem Statistiktool in Verbindung kriegen soll, weiß ich allerdings auch nicht.</p>



<p>#</p>



<p>Wie viele Sockenpaare muss man eigentlich haben, um sinnvoll rotieren zu können?
Laut Internet empfehlen die meisten Experten für Organisation 14 bis 20 Sockenpaare.
Check.</p>



<p>#</p>



<p>Ich muss Tapeziervideos auf YouTube anschauen. Bis Sonntag muss ich es gelernt haben. Ich schiebe das vor mir her. Eigentlich wollten meine Frau und ich gemeinsam diese Videos schauen, aber sie hat das jetzt an mich delegiert, weil sie bis zu unserer Abreise noch so viel arbeiten muss, aber in Wirklichkeit hat sie nur noch weniger Lust darauf als ich. Und ich bin eher der Typ planloser Autodidakt: Ich fange einfach an und mache alles falsch. Dafür bin ich später Spezialist.</p>



<p>#</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Bei Lidl 20 Paar einheitliche, schwarze Sockenpaare gekauft. Und jetzt fühle ich mich ungemein erwachsen. Dafür sortierte ich alle anderen Socken in einem Durchgang aus. Die wilde Mischung aus schwarzen Socken, die sich im Laufe der Jahre ansammelt, ist ]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Lidl 20 Paar einheitliche, schwarze Sockenpaare gekauft. Und jetzt fühle ich mich ungemein erwachsen. Dafür sortierte ich alle anderen Socken in einem Durchgang aus. Die wilde Mischung aus schwarzen Socken, die sich im Laufe der Jahre ansammelt, ist erstaunlich. Man denkt: schwarze Socken. Aber in Wirklichkeit ist es eine schwarzgraue Textilhölle aus unterschiedlichen Stoffen, Maßen und Formen. Kaum eine Socke passte noch zur anderen. Glücklicherweise kann man das in den Schuhen aber nicht erkennen.</p>



<p>Weiß auch nicht, was ich mit dieser Erkenntnis jetzt mache. Sie hat wenig intellektuellen Wert. Aber das Gefühl, 20 baugleiche Socken im Schrank zu haben, ist ein schönes Gefühl.</p>



<p>#</p>



<p>Ich habe jetzt ein lokales Statistiktool hier eingebaut. Ich kann sehen, dass der Großteil der Besucherinnen aus Frankfurt kommt. Mit Abstand. Aus Berlin gibt es verhältnismäßig wenige Besuche. Auch Hamburg oder München sind eher selten. Allerdings kommen viele kleine Ortschaften darin vor. Und sonst: Überall Frankfurt. Seit Wochen.</p>



<p>Lustigerweise kommt mein Vater aus einem kleinen Dolomitendorf, dessen Bewohner von den anderen Dörfern als "Hessen" bezeichnet werden. Den Grund kennt man nicht so genau. Eine Gasthaustheorie besagt, dass das Bergwerk, in dem man im Spätmittelalter silberhaltige Blei-Erze abbaute, viele Arbeitskräfte jenseits der Alpen anzog. Jetzt ist es so, dass im Dorf meines Vaters jede zweite Person "Pfeifer" mit Nachnamen heißt. Und zwar nur mit einem "f". Wir sind nicht alle miteinander verwandt, und natürlich übertreibe ich mit der 50%, aber Pfeifer ist der häufigste Name in diesem Dorf, während er in anderen Gegenden Südtirols kaum vorkommt.</p>



<p>Nun gibt es diese Seiten, auf denen man die Verteilung von Familiennamen auf Landkarten überprüfen kann. Gibt man dort "Pfeifer" ein, erkennt man eine Konzentration dieses Namens in Hessen und Rheinland-Pfalz.</p>



<p>Ich sag ja nur. Ich bin da etwas auf der Spur. Wie ich das mit dem Statistiktool in Verbindung kriegen soll, weiß ich allerdings auch nicht.</p>



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<p>Wie viele Sockenpaare muss man eigentlich haben, um sinnvoll rotieren zu können?
Laut Internet empfehlen die meisten Experten für Organisation 14 bis 20 Sockenpaare.
Check.</p>



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<p>Ich muss Tapeziervideos auf YouTube anschauen. Bis Sonntag muss ich es gelernt haben. Ich schiebe das vor mir her. Eigentlich wollten meine Frau und ich gemeinsam diese Videos schauen, aber sie hat das jetzt an mich delegiert, weil sie bis zu unserer Abreise noch so viel arbeiten muss, aber in Wirklichkeit hat sie nur noch weniger Lust darauf als ich. Und ich bin eher der Typ planloser Autodidakt: Ich fange einfach an und mache alles falsch. Dafür bin ich später Spezialist.</p>



<p>#</p>]]></content:encoded>
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Weiß auch nicht, was ich mit dieser Erkenntnis jetzt mache. Sie hat wenig intellektuellen Wert. Aber das Gefühl, 20 baugleiche Socken im Schrank zu haben, ist ein schönes Gefühl.



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Ich habe jetzt ein lokales Statistiktool hier eingebaut. Ich kann sehen, dass der Großteil der Besucherinnen aus Frankfurt kommt. Mit Abstand. Aus Berlin gibt es verhältnismäßig wenige Besuche. Auch Hamburg oder München sind eher selten. Allerdings kommen viele kleine Ortschaften darin vor. Und sonst: Überall Frankfurt. Seit Wochen.



Lustigerweise kommt mein Vater aus einem kleinen Dolomitendorf, dessen Bewohner von den anderen Dörfern als "Hessen" bezeichnet werden. Den Grund kennt man nicht so genau. Eine Gasthaustheorie besagt, dass das Bergwerk, in dem man im Spätmittelalter silberhaltige Blei-Erze abbaute, viele Arbeitskräfte jenseits der Alpen anzog. Jetzt ist es so, dass im Dorf meines Vaters jede zweite Person "Pfeifer" mit Nachnamen heißt. Und zwar nur mit einem "f". Wir sind nicht alle miteinander verwandt, und natürlich übertreibe ich mit der 50%, aber Pfeifer ist der häufigste Name in diesem Dorf, während er in anderen Gegenden Südtirols kaum vorkommt.



Nun gibt es diese Seiten, auf denen man die Verteilung von Familiennamen auf Landkarten überprüfen kann. Gibt man dort "Pfeifer" ein, erkennt man eine Konzentration dieses Namens in Hessen und Rheinland-Pfalz.



Ich sag ja nur. Ich bin da etwas auf der Spur. Wie ich das mit dem Statistiktool in Verbindung kriegen soll, weiß ich allerdings auch nicht.



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Wie viele Sockenpaare muss man eigentlich haben, um sinnvoll rotieren zu können?
Laut Internet empfehlen die meisten Experten für Organisation 14 bis 20 Sockenpaare.
Check.



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Ich muss Tapeziervideos auf YouTube anschauen. Bis Sonntag muss ich es gelernt haben. Ich schiebe das vor mir her. Eigentlich wollten meine Frau und ich gemeinsam diese Videos schauen, aber sie hat das jetzt an mich delegiert, weil sie bis zu unserer Abreise noch so viel arbeiten muss, aber in Wirklichkeit hat sie nur noch weniger Lust darauf als ich. Und ich bin eher der Typ planloser Autodidakt: Ich fange einfach an und mache alles falsch. Dafür bin ich später Spezialist.



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<item>
	<title>[So, 10.5.2026 &#8211; Holy Oly]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15549</link>
	<pubDate>Mon, 11 May 2026 06:22:59 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Während der ersten Halbzeit quatschten wir fast nur. Benny wird im Juli mit einem E-Auto nach Italien fahren. Auch Hendrik. Auch mit dem E-Auto und auch nach Italien. Als hätten sie sich abgesprochen. Tanja hatte Muskelkater und war müde von letzter Nacht. Sie war bei Kalkbrenner in Potsdam gewesen. </p>



<p>Beim Spiel ging um nichts mehr. Dafür war es ein schöner, warmer Nachmittag im Olympiastadion. Wir werden nicht mehr aufsteigen, wir können nur noch Platz 6 verteidigen. Und so spielte auch unsere Mannschaft: ein wenig lustlos, und sie ließ sich vom Gegner aus Franken in die eigene Hälfte hereindrücken. Aber es war das letzte Heimspiel der Saison. Wir würden die Mannschaft in den Sommer verabschieden, ich werde viele Freunde erst nach dem Sommer wiedersehen, es ist wie [man füge hier einen poetischen Vergleich ein]. Die Ultras mühten sich nach Kräften, die Kurve anzuheizen, das Engagement wollte aber nicht so recht zu uns herüberschwappen.</p>



<p>Zur Pause ging ich raus auf die Wiese und traf mich mit Sabine. Wir setzten uns ins Gras. Ich hatte mir einen Döner bei Hakiki geholt. Das wollte ich die ganze Saison schon tun. Auch schon die vorige Saison. Ich war bereits ein paar Mal an deren Stand, aber immer erst nach dem Spiel, da bauen sie ihren Stand meist schon ab. Heute also Premiere. Der Kult-Döner war in Ordnung, aber ich bekleckerte mich mit der Sauce, also einen Stern Abzug.</p>



<p>Sabine wird nächsten Monat sechzig und wird das wohl feiern. Außerdem überlegt sie, nächste Saison zu uns in die Kurve runterzukommen. Oben in Block 2.1 ist fast niemand mehr. Sie sucht also jemanden, die eine Dauerkarte für eine Saison teilen oder angeben will. Letzte Saison hätte sie meine haben können, ich war ja in Hamburg und habe sicherlich weniger als zehn Spiele besucht. Während wir noch draußen saßen, ging drinnen das lähmende Spiel weiter, aber dann fiel plötzlich ein Tor und das Stadion schien zu explodieren. Danach änderte sich drinnen etwas an der Stimmung, also gingen wir wieder rein und verabredeten uns lose für nach dem Spiel. Nach dem Spiel der Männer würde es nämlich gleich weitergehen. Die Frauenmannschaft von Hertha absolvierte ihr letztes Saisonspiel, und zwar zum ersten Mal im Olympiastadion. Da Sabine eine der aktiven Supporterinnen der Frauenmannschaft ist, hat sie bei dem Spiel Verpflichtungen. Ich wollte mich zu dem Zeitpunkt noch nicht festlegen, ob ich bleibe.</p>



<p>Auf dem Weg zurück ins Stadion schrieb Tanja, wo ich denn bliebe. Sie war nämlich nicht nur müde, sondern auch hungrig. Ich hatte versprochen, Pommes mitzubringen. Also kaufte ich noch schnell eine Portion, die ich in Ketchup ertränkte und dabei vergaß, ein Holzgäbelchen einzustecken. Deswegen hatten wir nachher klebrige Finger.</p>



<p>Drinnen war die Stimmung mittlerweile merklich besser geworden. Dann fiel noch ein zweites Tor und ein drittes. Das dritte Tor war allerdings vom Gegner. Es endete mit einem 2:1. Danach kam die Mannschaft ein letztes Mal in die Kurve. Die Mannschaft wurde verabschiedet. Der Vorsänger fand versöhnliche Worte. Auch Toni Leistner wurde verabschiedet. Er ist mittlerweile fast hundert und wird vielleicht seine Fußballerkarriere beenden. Er hielt eine emotionale Rede. Toni spielte früher nämlich einmal für Union und sagte in einem Interview vor fast hundert Jahren, dass Berlin rot-weiß sei. Als er dann vor drei Jahren bei uns anheuerte, schlug ihm deswegen viel Unmut entgegen. Nach wenigen Spielen merkten wir aber alle, wie unerschrocken er sich in jeden Zweikampf warf. Dann wurde er Mannschaftskapitän und schließlich auch Fanliebling. Der letzte Satz, den er gestern schließlich sagte, war: „Berlin ist blau-weiß.“</p>



<p>Tanja zeigte mir daraufhin die Gänsehaut auf ihrem Unterarm.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Während der ersten Halbzeit quatschten wir fast nur. Benny wird im Juli mit einem E-Auto nach Italien fahren. Auch Hendrik. Auch mit dem E-Auto und auch nach Italien. Als hätten sie sich abgesprochen. Tanja hatte Muskelkater und war müde von letzter Nach]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Während der ersten Halbzeit quatschten wir fast nur. Benny wird im Juli mit einem E-Auto nach Italien fahren. Auch Hendrik. Auch mit dem E-Auto und auch nach Italien. Als hätten sie sich abgesprochen. Tanja hatte Muskelkater und war müde von letzter Nacht. Sie war bei Kalkbrenner in Potsdam gewesen. </p>



<p>Beim Spiel ging um nichts mehr. Dafür war es ein schöner, warmer Nachmittag im Olympiastadion. Wir werden nicht mehr aufsteigen, wir können nur noch Platz 6 verteidigen. Und so spielte auch unsere Mannschaft: ein wenig lustlos, und sie ließ sich vom Gegner aus Franken in die eigene Hälfte hereindrücken. Aber es war das letzte Heimspiel der Saison. Wir würden die Mannschaft in den Sommer verabschieden, ich werde viele Freunde erst nach dem Sommer wiedersehen, es ist wie [man füge hier einen poetischen Vergleich ein]. Die Ultras mühten sich nach Kräften, die Kurve anzuheizen, das Engagement wollte aber nicht so recht zu uns herüberschwappen.</p>



<p>Zur Pause ging ich raus auf die Wiese und traf mich mit Sabine. Wir setzten uns ins Gras. Ich hatte mir einen Döner bei Hakiki geholt. Das wollte ich die ganze Saison schon tun. Auch schon die vorige Saison. Ich war bereits ein paar Mal an deren Stand, aber immer erst nach dem Spiel, da bauen sie ihren Stand meist schon ab. Heute also Premiere. Der Kult-Döner war in Ordnung, aber ich bekleckerte mich mit der Sauce, also einen Stern Abzug.</p>



<p>Sabine wird nächsten Monat sechzig und wird das wohl feiern. Außerdem überlegt sie, nächste Saison zu uns in die Kurve runterzukommen. Oben in Block 2.1 ist fast niemand mehr. Sie sucht also jemanden, die eine Dauerkarte für eine Saison teilen oder angeben will. Letzte Saison hätte sie meine haben können, ich war ja in Hamburg und habe sicherlich weniger als zehn Spiele besucht. Während wir noch draußen saßen, ging drinnen das lähmende Spiel weiter, aber dann fiel plötzlich ein Tor und das Stadion schien zu explodieren. Danach änderte sich drinnen etwas an der Stimmung, also gingen wir wieder rein und verabredeten uns lose für nach dem Spiel. Nach dem Spiel der Männer würde es nämlich gleich weitergehen. Die Frauenmannschaft von Hertha absolvierte ihr letztes Saisonspiel, und zwar zum ersten Mal im Olympiastadion. Da Sabine eine der aktiven Supporterinnen der Frauenmannschaft ist, hat sie bei dem Spiel Verpflichtungen. Ich wollte mich zu dem Zeitpunkt noch nicht festlegen, ob ich bleibe.</p>



<p>Auf dem Weg zurück ins Stadion schrieb Tanja, wo ich denn bliebe. Sie war nämlich nicht nur müde, sondern auch hungrig. Ich hatte versprochen, Pommes mitzubringen. Also kaufte ich noch schnell eine Portion, die ich in Ketchup ertränkte und dabei vergaß, ein Holzgäbelchen einzustecken. Deswegen hatten wir nachher klebrige Finger.</p>



<p>Drinnen war die Stimmung mittlerweile merklich besser geworden. Dann fiel noch ein zweites Tor und ein drittes. Das dritte Tor war allerdings vom Gegner. Es endete mit einem 2:1. Danach kam die Mannschaft ein letztes Mal in die Kurve. Die Mannschaft wurde verabschiedet. Der Vorsänger fand versöhnliche Worte. Auch Toni Leistner wurde verabschiedet. Er ist mittlerweile fast hundert und wird vielleicht seine Fußballerkarriere beenden. Er hielt eine emotionale Rede. Toni spielte früher nämlich einmal für Union und sagte in einem Interview vor fast hundert Jahren, dass Berlin rot-weiß sei. Als er dann vor drei Jahren bei uns anheuerte, schlug ihm deswegen viel Unmut entgegen. Nach wenigen Spielen merkten wir aber alle, wie unerschrocken er sich in jeden Zweikampf warf. Dann wurde er Mannschaftskapitän und schließlich auch Fanliebling. Der letzte Satz, den er gestern schließlich sagte, war: „Berlin ist blau-weiß.“</p>



<p>Tanja zeigte mir daraufhin die Gänsehaut auf ihrem Unterarm.</p>]]></content:encoded>
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Beim Spiel ging um nichts mehr. Dafür war es ein schöner, warmer Nachmittag im Olympiastadion. Wir werden nicht mehr aufsteigen, wir können nur noch Platz 6 verteidigen. Und so spielte auch unsere Mannschaft: ein wenig lustlos, und sie ließ sich vom Gegner aus Franken in die eigene Hälfte hereindrücken. Aber es war das letzte Heimspiel der Saison. Wir würden die Mannschaft in den Sommer verabschieden, ich werde viele Freunde erst nach dem Sommer wiedersehen, es ist wie [man füge hier einen poetischen Vergleich ein]. Die Ultras mühten sich nach Kräften, die Kurve anzuheizen, das Engagement wollte aber nicht so recht zu uns herüberschwappen.



Zur Pause ging ich raus auf die Wiese und traf mich mit Sabine. Wir setzten uns ins Gras. Ich hatte mir einen Döner bei Hakiki geholt. Das wollte ich die ganze Saison schon tun. Auch schon die vorige Saison. Ich war bereits ein paar Mal an deren Stand, aber immer erst nach dem Spiel, da bauen sie ihren Stand meist schon ab. Heute also Premiere. Der Kult-Döner war in Ordnung, aber ich bekleckerte mich mit der Sauce, also einen Stern Abzug.



Sabine wird nächsten Monat sechzig und wird das wohl feiern. Außerdem überlegt sie, nächste Saison zu uns in die Kurve runterzukommen. Oben in Block 2.1 ist fast niemand mehr. Sie sucht also jemanden, die eine Dauerkarte für eine Saison teilen oder angeben will. Letzte Saison hätte sie meine haben können, ich war ja in Hamburg und habe sicherlich weniger als zehn Spiele besucht. Während wir noch draußen saßen, ging drinnen das lähmende Spiel weiter, aber dann fiel plötzlich ein Tor und das Stadion schien zu explodieren. Danach änderte sich drinnen etwas an der Stimmung, also gingen wir wieder rein und verabredeten uns lose für nach dem Spiel. Nach dem Spiel der Männer würde es nämlich gleich weitergehen. Die Frauenmannschaft von Hertha absolvierte ihr letztes Saisonspiel, und zwar zum ersten Mal im Olympiastadion. Da Sabine eine der aktiven Supporterinnen der Frauenmannschaft ist, hat sie bei dem Spiel Verpflichtungen. Ich wollte mich zu dem Zeitpunkt noch nicht festlegen, ob ich bleibe.



Auf dem Weg zurück ins Stadion schrieb Tanja, wo ich denn bliebe. Sie war nämlich nicht nur müde, sondern auch hungrig. Ich hatte versprochen, Pommes mitzubringen. Also kaufte ich noch schnell eine Portion, die ich in Ketchup ertränkte und dabei vergaß, ein Holzgäbelchen einzustecken. Deswegen hatten wir nachher klebrige Finger.



Drinnen war die Stimmung mittlerweile merklich besser geworden. Dann fiel noch ein zweites Tor und ein drittes. Das dritte Tor war allerdings vom Gegner. Es endete mit einem 2:1. Danach kam die Mannschaft ein letztes Mal in die Kurve. Die Mannschaft wurde verabschiedet. Der Vorsänger fand versöhnliche Worte. Auch Toni Leistner wurde verabschiedet. Er ist mittlerweile fast hundert und wird vielleicht seine Fußballerkarriere beenden. Er hielt eine emotionale Rede. Toni spielte früher nämlich einmal für Union und sagte in einem Interview vor fast hundert Jahren, dass Berlin rot-weiß sei. Als er dann vor drei Jahren bei uns anheuerte, schlug ihm deswegen viel Unmut entgegen. Nach wenigen Spielen merkten wir aber alle, wie unerschrocken er sich in jeden Zweikampf warf. Dann wurde er Mannschaftskapitän und schließlich auch Fanliebling. Der letzte Satz, den er gestern schließlich sagte, war: „Berlin ist blau-weiß.“



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<item>
	<title>[Sa, 9.5.2026 &#8211; Verwilderung, mehr als tausend Schritte]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15542</link>
	<pubDate>Sun, 10 May 2026 08:44:23 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Im Laufe des Jahres haben sich viele Gegenstände angesammelt, die wir dauerhaft in Schweden verwenden wollen. Das sind Gegenstände, die uns in Berlin lange gefallen haben, die wir jetzt aber durch etwas Neues ersetzen. Unter anderen Bedingungen würden wir diese Gegenstände verschenken oder irgendwie einer Zweitverwertung zuführen. Aber in unserem schwedischen Waldhäuschen gibt es dafür noch Platz. Es handelt sich um Sachen wie Lampen, Vasen, Kleidung, kleine Möbelstücke. Wir entscheiden üblicherweise gemeinsam darüber. Bei allem, was wir für das Haus wegsortieren, begleitet uns die Vorsicht, dass unser schwedisches Domizilchen keine Halde wird, für jene Gegenstände, die wir in Wirklichkeit nicht mehr wollen, von denen wir uns aber nicht trennen können.</p>



<p>Heute trugen wir alles zusammen und stellten es in die Mitte des Wohnzimmers.</p>



<p>Die Kleidung, die sich ansammelt, sind hauptsächlich Jacken, Jäckchen und Pullover. Oft sind es Fehlkäufe. Fehlkäufe eignen sich vortrefflich für ein zweites Leben im Wald. Fehlkäufe sind in der Regel ja nur fehlerhaft, weil sich die Kleidung ästhetisch nicht so verhält, wie man es dachte, und man in Berlin ja nicht mit ästhetischem Fehlverhalten herumlaufen kann. In Berlin kann man allerdings ästhetisch abgewirtschaftet aussehen. Das ist aber eine andere Kategorie. Im schwedischen Wald sieht einen aber niemand. Da kann man einer ganz eigenen ästhetischen Illusion hinterherlaufen.</p>



<p>Das birgt allerdings auch die Gefahr, dass wir uns in Schweden nachlässig kleiden. Das ist ja ohnehin mein Problem. Ich bin nämlich gerne angezogen. Ich bin nicht immer gut angezogen, aber ich weiß immer sehr genau, was ich trage. Im skandinavischen Wald verwildere ich jedoch zusehends ziemlich schnell. Innerlich und äußerlich. Einmal fiel uns auf, dass nur wir verwildern. Die schwedischen Waldbewohner nicht. Die Frau des Cousins, die 2km flussaufwärts im Wald wohnt, ist eine schöne, sehr dünne Frau um die 60. Sie hat lange, weiße Haare und sieht aus, wie ich mir eine Waldhexe vorstelle. Dazu muss ich sagen, dass ich eine sehr positive Vorstellung von Hexen habe. Letzten Sommer fiel uns auf, wie gut sie immer angezogen ist. Wir nicht. Wir verwildern. Mir wächst das Haar aus dem Gesicht und ich fange an, zu riechen wie ein Wildschwein.</p>



<p>Jetzt müssen die Berliner Fehlkäufe die Situation retten.</p>



<p>#</p>



<p>Am Nachmittag ging ich mit Freundinnen und den Hunden spazieren. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, die wir "10.000 Schritte Gang" genannt haben. Wir liefen bis hinüber zum Stadtpark Lichtenberg. An der Brücke am Ende der Eldenaer hörte für mich lange Zeit die Welt auf. Dahinter auf der linken Seite gab es eine Nazikneipe. Dort begann das dunkle Lichtenberg. Aber das ist schon lange nicht mehr so. Neuberlinerinnen ziehen heute ja hauptsächlich nach Lichtenberg. Weiter drinnen gibt es schließlich keinen Platz mehr. Das tat Lichtenberg eher gut. Rechts hinter der Brücke gibt es den Stadtpark. Es ist ein erstaunlich schöner, kleiner Park. Ganz versteckt. Sehr alte Bäume. Verwinkelt. Und man merkt ihm den Gestaltungswillen an, den man an ihn ausgeübt hat.</p>



<p>Danach Aperitif. Wir kehrten bei Backaro in der Proskauer ein. Wir erhielten die Drinks um 15:58. Zwei Minuten vor Drink-o’-Clock. Um 15:59 stießen wir trotzdem an. Wir stellten fest, dass wir 9000 Schritte gelaufen waren. An 10.000 hatten wir auch nicht ernsthaft geglaubt.</p>



<p>#</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Im Laufe des Jahres haben sich viele Gegenstände angesammelt, die wir dauerhaft in Schweden verwenden wollen. Das sind Gegenstände, die uns in Berlin lange gefallen haben, die wir jetzt aber durch etwas Neues ersetzen. Unter anderen Bedingungen würden wi]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Im Laufe des Jahres haben sich viele Gegenstände angesammelt, die wir dauerhaft in Schweden verwenden wollen. Das sind Gegenstände, die uns in Berlin lange gefallen haben, die wir jetzt aber durch etwas Neues ersetzen. Unter anderen Bedingungen würden wir diese Gegenstände verschenken oder irgendwie einer Zweitverwertung zuführen. Aber in unserem schwedischen Waldhäuschen gibt es dafür noch Platz. Es handelt sich um Sachen wie Lampen, Vasen, Kleidung, kleine Möbelstücke. Wir entscheiden üblicherweise gemeinsam darüber. Bei allem, was wir für das Haus wegsortieren, begleitet uns die Vorsicht, dass unser schwedisches Domizilchen keine Halde wird, für jene Gegenstände, die wir in Wirklichkeit nicht mehr wollen, von denen wir uns aber nicht trennen können.</p>



<p>Heute trugen wir alles zusammen und stellten es in die Mitte des Wohnzimmers.</p>



<p>Die Kleidung, die sich ansammelt, sind hauptsächlich Jacken, Jäckchen und Pullover. Oft sind es Fehlkäufe. Fehlkäufe eignen sich vortrefflich für ein zweites Leben im Wald. Fehlkäufe sind in der Regel ja nur fehlerhaft, weil sich die Kleidung ästhetisch nicht so verhält, wie man es dachte, und man in Berlin ja nicht mit ästhetischem Fehlverhalten herumlaufen kann. In Berlin kann man allerdings ästhetisch abgewirtschaftet aussehen. Das ist aber eine andere Kategorie. Im schwedischen Wald sieht einen aber niemand. Da kann man einer ganz eigenen ästhetischen Illusion hinterherlaufen.</p>



<p>Das birgt allerdings auch die Gefahr, dass wir uns in Schweden nachlässig kleiden. Das ist ja ohnehin mein Problem. Ich bin nämlich gerne angezogen. Ich bin nicht immer gut angezogen, aber ich weiß immer sehr genau, was ich trage. Im skandinavischen Wald verwildere ich jedoch zusehends ziemlich schnell. Innerlich und äußerlich. Einmal fiel uns auf, dass nur wir verwildern. Die schwedischen Waldbewohner nicht. Die Frau des Cousins, die 2km flussaufwärts im Wald wohnt, ist eine schöne, sehr dünne Frau um die 60. Sie hat lange, weiße Haare und sieht aus, wie ich mir eine Waldhexe vorstelle. Dazu muss ich sagen, dass ich eine sehr positive Vorstellung von Hexen habe. Letzten Sommer fiel uns auf, wie gut sie immer angezogen ist. Wir nicht. Wir verwildern. Mir wächst das Haar aus dem Gesicht und ich fange an, zu riechen wie ein Wildschwein.</p>



<p>Jetzt müssen die Berliner Fehlkäufe die Situation retten.</p>



<p>#</p>



<p>Am Nachmittag ging ich mit Freundinnen und den Hunden spazieren. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, die wir "10.000 Schritte Gang" genannt haben. Wir liefen bis hinüber zum Stadtpark Lichtenberg. An der Brücke am Ende der Eldenaer hörte für mich lange Zeit die Welt auf. Dahinter auf der linken Seite gab es eine Nazikneipe. Dort begann das dunkle Lichtenberg. Aber das ist schon lange nicht mehr so. Neuberlinerinnen ziehen heute ja hauptsächlich nach Lichtenberg. Weiter drinnen gibt es schließlich keinen Platz mehr. Das tat Lichtenberg eher gut. Rechts hinter der Brücke gibt es den Stadtpark. Es ist ein erstaunlich schöner, kleiner Park. Ganz versteckt. Sehr alte Bäume. Verwinkelt. Und man merkt ihm den Gestaltungswillen an, den man an ihn ausgeübt hat.</p>



<p>Danach Aperitif. Wir kehrten bei Backaro in der Proskauer ein. Wir erhielten die Drinks um 15:58. Zwei Minuten vor Drink-o’-Clock. Um 15:59 stießen wir trotzdem an. Wir stellten fest, dass wir 9000 Schritte gelaufen waren. An 10.000 hatten wir auch nicht ernsthaft geglaubt.</p>



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	<itunes:summary><![CDATA[Im Laufe des Jahres haben sich viele Gegenstände angesammelt, die wir dauerhaft in Schweden verwenden wollen. Das sind Gegenstände, die uns in Berlin lange gefallen haben, die wir jetzt aber durch etwas Neues ersetzen. Unter anderen Bedingungen würden wir diese Gegenstände verschenken oder irgendwie einer Zweitverwertung zuführen. Aber in unserem schwedischen Waldhäuschen gibt es dafür noch Platz. Es handelt sich um Sachen wie Lampen, Vasen, Kleidung, kleine Möbelstücke. Wir entscheiden üblicherweise gemeinsam darüber. Bei allem, was wir für das Haus wegsortieren, begleitet uns die Vorsicht, dass unser schwedisches Domizilchen keine Halde wird, für jene Gegenstände, die wir in Wirklichkeit nicht mehr wollen, von denen wir uns aber nicht trennen können.



Heute trugen wir alles zusammen und stellten es in die Mitte des Wohnzimmers.



Die Kleidung, die sich ansammelt, sind hauptsächlich Jacken, Jäckchen und Pullover. Oft sind es Fehlkäufe. Fehlkäufe eignen sich vortrefflich für ein zweites Leben im Wald. Fehlkäufe sind in der Regel ja nur fehlerhaft, weil sich die Kleidung ästhetisch nicht so verhält, wie man es dachte, und man in Berlin ja nicht mit ästhetischem Fehlverhalten herumlaufen kann. In Berlin kann man allerdings ästhetisch abgewirtschaftet aussehen. Das ist aber eine andere Kategorie. Im schwedischen Wald sieht einen aber niemand. Da kann man einer ganz eigenen ästhetischen Illusion hinterherlaufen.



Das birgt allerdings auch die Gefahr, dass wir uns in Schweden nachlässig kleiden. Das ist ja ohnehin mein Problem. Ich bin nämlich gerne angezogen. Ich bin nicht immer gut angezogen, aber ich weiß immer sehr genau, was ich trage. Im skandinavischen Wald verwildere ich jedoch zusehends ziemlich schnell. Innerlich und äußerlich. Einmal fiel uns auf, dass nur wir verwildern. Die schwedischen Waldbewohner nicht. Die Frau des Cousins, die 2km flussaufwärts im Wald wohnt, ist eine schöne, sehr dünne Frau um die 60. Sie hat lange, weiße Haare und sieht aus, wie ich mir eine Waldhexe vorstelle. Dazu muss ich sagen, dass ich eine sehr positive Vorstellung von Hexen habe. Letzten Sommer fiel uns auf, wie gut sie immer angezogen ist. Wir nicht. Wir verwildern. Mir wächst das Haar aus dem Gesicht und ich fange an, zu riechen wie ein Wildschwein.



Jetzt müssen die Berliner Fehlkäufe die Situation retten.



#



Am Nachmittag ging ich mit Freundinnen und den Hunden spazieren. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, die wir "10.000 Schritte Gang" genannt haben. Wir liefen bis hinüber zum Stadtpark Lichtenberg. An der Brücke am Ende der Eldenaer hörte für mich lange Zeit die Welt auf. Dahinter auf der linken Seite gab es eine Nazikneipe. Dort begann das dunkle Lichtenberg. Aber das ist schon lange nicht mehr so. Neuberlinerinnen ziehen heute ja hauptsächlich nach Lichtenberg. Weiter drinnen gibt es schließlich keinen Platz mehr. Das tat Lichtenberg eher gut. Rechts hinter der Brücke gibt es den Stadtpark. Es ist ein erstaunlich schöner, kleiner Park. Ganz versteckt. Sehr alte Bäume. Verwinkelt. Und man merkt ihm den Gestaltungswillen an, den man an ihn ausgeübt hat.



Danach Aperitif. Wir kehrten bei Backaro in der Proskauer ein. Wir erhielten die Drinks um 15:58. Zwei Minuten vor Drink-o’-Clock. Um 15:59 stießen wir trotzdem an. Wir stellten fest, dass wir 9000 Schritte gelaufen waren. An 10.000 hatten wir auch nicht ernsthaft geglaubt.



#]]></itunes:summary>
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	<title>[Fr, 8.5.2026 &#8211; Campari, Rasenmäher]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15533</link>
	<pubDate>Sat, 09 May 2026 08:35:47 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Dieses Jahr kommen unsere Nachbarn wieder mit nach Schweden. Sie wollen sich dort ein Holzhaus kaufen und haben mehrere Hausbesichtigungen auf dem Programm. Aus diesem Grund trafen wir uns zur offiziellen Planung. Da es aber nicht viel zu planen gab, tranken wir vor allem Drinks und aßen Pizza. Das werden wir sicherlich auch in Schweden so händeln. Dort haben wir ja auch den Pizzaofen, den wir wieder in Betrieb nehmen werden. Außerdem habe ich jetzt einen Rasenmäher, auf dessen Einsatz ich mich sehr freue. Der Rasenmäher hat jetzt nichts mit Essen zu tun, aber ich freue mich wirklich sehr darauf. Alle machten sich deswegen ein bisschen lustig über mich. Das begleitet mich seit Jahren. Niemand versteht, warum ich ständig Gras mähen will. Alle am Tisch lieben gerade das Wilde an so einem schwedischen Waldhäuschen. Ich mag aber kein hohes Gras. Ich hasse hohes Gras regelrecht. Es gibt einen Grund, warum sogar die amerikanischen Ureinwohner die riesigen Grassteppen in Nordamerika mieden und diese erst erkundeten, als die Europäer mit ihren Pferden kamen. Die Ureinwohner und ich. Nur wir haben wirklich Ahnung.</p>



<p>Meine Frau und ich sollten Campari mitbringen, aber es gab keinen Campari mehr, also fotografierte ich das Aperitifregal und schickte es der KI. Was von den Dingen hier eignet sich als Campari-Ersatz. Ich schicke der KI keine Fragezeichen mehr mit. Die Antwort war ausführlich. Geschmacklich sollte offenbar die Eigenmarke Itarol dem Campari am nächsten liegen. Allerdings hatten wir ein schlechtes Gefühl dabei, mit einer 2‑Euro-Flasche aufzutauchen. Deswegen entschieden wir uns, eine zusätzliche Flasche eines roten Aperitivs zu kaufen. Der schmeckt zwar ziemlich anders, aber er war wesentlich stylischer und entsprechend teurer. Nun hatten wir eine Flasche, die dem Campari geschmacklich ähnelte, und eine Flasche, die ihm preislich ähnelte. Wenn man das mischt, kommen wir Campari sehr nahe.</p>]]></description>
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	<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Jahr kommen unsere Nachbarn wieder mit nach Schweden. Sie wollen sich dort ein Holzhaus kaufen und haben mehrere Hausbesichtigungen auf dem Programm. Aus diesem Grund trafen wir uns zur offiziellen Planung. Da es aber nicht viel zu planen gab, tranken wir vor allem Drinks und aßen Pizza. Das werden wir sicherlich auch in Schweden so händeln. Dort haben wir ja auch den Pizzaofen, den wir wieder in Betrieb nehmen werden. Außerdem habe ich jetzt einen Rasenmäher, auf dessen Einsatz ich mich sehr freue. Der Rasenmäher hat jetzt nichts mit Essen zu tun, aber ich freue mich wirklich sehr darauf. Alle machten sich deswegen ein bisschen lustig über mich. Das begleitet mich seit Jahren. Niemand versteht, warum ich ständig Gras mähen will. Alle am Tisch lieben gerade das Wilde an so einem schwedischen Waldhäuschen. Ich mag aber kein hohes Gras. Ich hasse hohes Gras regelrecht. Es gibt einen Grund, warum sogar die amerikanischen Ureinwohner die riesigen Grassteppen in Nordamerika mieden und diese erst erkundeten, als die Europäer mit ihren Pferden kamen. Die Ureinwohner und ich. Nur wir haben wirklich Ahnung.</p>



<p>Meine Frau und ich sollten Campari mitbringen, aber es gab keinen Campari mehr, also fotografierte ich das Aperitifregal und schickte es der KI. Was von den Dingen hier eignet sich als Campari-Ersatz. Ich schicke der KI keine Fragezeichen mehr mit. Die Antwort war ausführlich. Geschmacklich sollte offenbar die Eigenmarke Itarol dem Campari am nächsten liegen. Allerdings hatten wir ein schlechtes Gefühl dabei, mit einer 2‑Euro-Flasche aufzutauchen. Deswegen entschieden wir uns, eine zusätzliche Flasche eines roten Aperitivs zu kaufen. Der schmeckt zwar ziemlich anders, aber er war wesentlich stylischer und entsprechend teurer. Nun hatten wir eine Flasche, die dem Campari geschmacklich ähnelte, und eine Flasche, die ihm preislich ähnelte. Wenn man das mischt, kommen wir Campari sehr nahe.</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Dieses Jahr kommen unsere Nachbarn wieder mit nach Schweden. Sie wollen sich dort ein Holzhaus kaufen und haben mehrere Hausbesichtigungen auf dem Programm. Aus diesem Grund trafen wir uns zur offiziellen Planung. Da es aber nicht viel zu planen gab, tranken wir vor allem Drinks und aßen Pizza. Das werden wir sicherlich auch in Schweden so händeln. Dort haben wir ja auch den Pizzaofen, den wir wieder in Betrieb nehmen werden. Außerdem habe ich jetzt einen Rasenmäher, auf dessen Einsatz ich mich sehr freue. Der Rasenmäher hat jetzt nichts mit Essen zu tun, aber ich freue mich wirklich sehr darauf. Alle machten sich deswegen ein bisschen lustig über mich. Das begleitet mich seit Jahren. Niemand versteht, warum ich ständig Gras mähen will. Alle am Tisch lieben gerade das Wilde an so einem schwedischen Waldhäuschen. Ich mag aber kein hohes Gras. Ich hasse hohes Gras regelrecht. Es gibt einen Grund, warum sogar die amerikanischen Ureinwohner die riesigen Grassteppen in Nordamerika mieden und diese erst erkundeten, als die Europäer mit ihren Pferden kamen. Die Ureinwohner und ich. Nur wir haben wirklich Ahnung.



Meine Frau und ich sollten Campari mitbringen, aber es gab keinen Campari mehr, also fotografierte ich das Aperitifregal und schickte es der KI. Was von den Dingen hier eignet sich als Campari-Ersatz. Ich schicke der KI keine Fragezeichen mehr mit. Die Antwort war ausführlich. Geschmacklich sollte offenbar die Eigenmarke Itarol dem Campari am nächsten liegen. Allerdings hatten wir ein schlechtes Gefühl dabei, mit einer 2‑Euro-Flasche aufzutauchen. Deswegen entschieden wir uns, eine zusätzliche Flasche eines roten Aperitivs zu kaufen. Der schmeckt zwar ziemlich anders, aber er war wesentlich stylischer und entsprechend teurer. Nun hatten wir eine Flasche, die dem Campari geschmacklich ähnelte, und eine Flasche, die ihm preislich ähnelte. Wenn man das mischt, kommen wir Campari sehr nahe.]]></itunes:summary>
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	<title>[Mi, 6.5.2026 &#8211; simplicity in prose, Ringbahn, Tiergartenquelle]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15524</link>
	<pubDate>Thu, 07 May 2026 05:37:11 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Dummerweise komme ich dadurch schon seit Tagen nicht mehr zum Lesen. Dabei habe ich mir vor zwei Wochen Train Dreams von Denis Johnson gekauft, das neulich in einem Podcast (weiß nicht mehr welchen) besprochen wurde. Es behandelt die Lebensgeschichte eines Holzfällers und Tagelöhners auf etwa 80 Seiten. Die Geschichte soll sehr eindrücklich sein und wird als "clean and pure american simplicity" in Prosa beschrieben. Sie wurde letztes Jahr verfilmt und erhält auf Rotten Tomatoes 95% Zustimmung. Eine Lebensgeschichte auf 80 Seiten. Das will ich unbedingt lesen.</p>



<p>Als ich das bestellte Buch abholte, dachte ich, ich setze mich in den Erkner und lese es bis zum abendlichen Zähneputzen durch. Aber dann kam mir KI dazwischen.</p>



<p>#</p>



<p>Habe ich schon einmal gesagt, wie sehr ich es hasse, wenn man auf dem Ring in die Bahn steigt, sich in der Ringbahn wähnt, aber am Bahnhof Bornholmer merkt, dass man eben nicht in der Ringbahn sitzt? Nein, habe ich nicht.</p>



<p>#</p>



<p>Vorgestern saß ich im Biergarten der Tiergartenquelle. Zwischen Tiergartenquelle und dem Biergarten verläuft eine durchaus befahrene Straße mit einer Ampel direkt vor dem Eingang. Der Kellner bringt die Speisen aus der Küche über die Straße hinüber zum Biergarten und die leeren Teller wieder zurück. Das geht den ganzen Abend so. Er wartet an der Ampel immer bei Rot. Weiß nicht. Diese logistische Ineffizienz. Mir würde sie den Spaß am Job verderben. Ich wäre aber auch ziemlich schnell Roadkill.</p>]]></description>
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<p>Als ich das bestellte Buch abholte, dachte ich, ich setze mich in den Erkner und lese es bis zum abendlichen Zähneputzen durch. Aber dann kam mir KI dazwischen.</p>



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<p>Habe ich schon einmal gesagt, wie sehr ich es hasse, wenn man auf dem Ring in die Bahn steigt, sich in der Ringbahn wähnt, aber am Bahnhof Bornholmer merkt, dass man eben nicht in der Ringbahn sitzt? Nein, habe ich nicht.</p>



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<p>Vorgestern saß ich im Biergarten der Tiergartenquelle. Zwischen Tiergartenquelle und dem Biergarten verläuft eine durchaus befahrene Straße mit einer Ampel direkt vor dem Eingang. Der Kellner bringt die Speisen aus der Küche über die Straße hinüber zum Biergarten und die leeren Teller wieder zurück. Das geht den ganzen Abend so. Er wartet an der Ampel immer bei Rot. Weiß nicht. Diese logistische Ineffizienz. Mir würde sie den Spaß am Job verderben. Ich wäre aber auch ziemlich schnell Roadkill.</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Dummerweise komme ich dadurch schon seit Tagen nicht mehr zum Lesen. Dabei habe ich mir vor zwei Wochen Train Dreams von Denis Johnson gekauft, das neulich in einem Podcast (weiß nicht mehr welchen) besprochen wurde. Es behandelt die Lebensgeschichte eines Holzfällers und Tagelöhners auf etwa 80 Seiten. Die Geschichte soll sehr eindrücklich sein und wird als "clean and pure american simplicity" in Prosa beschrieben. Sie wurde letztes Jahr verfilmt und erhält auf Rotten Tomatoes 95% Zustimmung. Eine Lebensgeschichte auf 80 Seiten. Das will ich unbedingt lesen.



Als ich das bestellte Buch abholte, dachte ich, ich setze mich in den Erkner und lese es bis zum abendlichen Zähneputzen durch. Aber dann kam mir KI dazwischen.



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Habe ich schon einmal gesagt, wie sehr ich es hasse, wenn man auf dem Ring in die Bahn steigt, sich in der Ringbahn wähnt, aber am Bahnhof Bornholmer merkt, dass man eben nicht in der Ringbahn sitzt? Nein, habe ich nicht.



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Vorgestern saß ich im Biergarten der Tiergartenquelle. Zwischen Tiergartenquelle und dem Biergarten verläuft eine durchaus befahrene Straße mit einer Ampel direkt vor dem Eingang. Der Kellner bringt die Speisen aus der Küche über die Straße hinüber zum Biergarten und die leeren Teller wieder zurück. Das geht den ganzen Abend so. Er wartet an der Ampel immer bei Rot. Weiß nicht. Diese logistische Ineffizienz. Mir würde sie den Spaß am Job verderben. Ich wäre aber auch ziemlich schnell Roadkill.]]></itunes:summary>
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	<title>[Di, 5.5.2026 &#8211; Psychonukleare Physik]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15517</link>
	<pubDate>Wed, 06 May 2026 04:37:05 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Bin gerade sehr damit beschäftigt, in meinem Unternehmen einen Rahmen für Künstliche Intelligenz einzuführen. Das nimmt in diesen Tagen einen großen Teil meines Aufmerksamkeitshorizonts ein. Weil meine Firma einen erhöhten Bedarf an Datenschutz hat, gibt es große Bedenken bezüglich der Datenhandhabung von US-Unternehmen, was seit einigen Monaten ja ohnehin voll mein Thema ist. In diesem Zuge kam ich darauf, dass man verschiedene große Sprachmodelle auch einfach herunterladen und selbst betreiben kann. Nicht ChatGPT und nicht Claude oder Gemini. Aber verschiedene andere, sogenannte Open-Source- bzw. Open-Weight-Modelle, die in Aktualität vielleicht ein halbes Jahr hinterherhängen, aber für 99% aller Anwendungsfälle vollkommen ausreichen.</p>



<p>Ich hatte schon über solche Modelle gelesen bzw. sie überlesen, dass das aber wirklich eine valide Alternative ist, mit richtig starken Sprachmodellen, die man völlig autonom lokal auf einem abgeschotteten Server betreiben kann, das wollte offenbar nicht zu mir durchdringen.</p>



<p>Ein Server, auf dem man das betreiben kann, kostet zwar viel Geld, aber es ist immer noch wesentlich billiger, als tausend Mitarbeiterinnen mit Pro-Accounts von ChatGPT auszustatten.</p>



<p>Es gibt dieses Emoji mit dem explodierenden Kopf. Ich glaube, der Kopf symbolisiert eine Explosion psychonuklearen Ausmaßes. Für mich ist psychonukleare Physik etwas Positives. Ich laufe seit Tagen mit einem Kopf herum, der diesem Emoji ähnelt.</p>



<p>Das wollte ich sagen.</p>



<p>Nein, ich schreibe gerade nicht am großen Textprojekt weiter. Ich wollte ursprünglich etwas weniger bloggen und mir dafür Zeit für das Romanprojekt nehmen. Stattdessen liegen bei mir zu Hause wieder viele Kabel herum, an deren Ende Laptops, Raspis und Mini-PCs große und kleine KI‑Modelle betreiben.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Bin gerade sehr damit beschäftigt, in meinem Unternehmen einen Rahmen für Künstliche Intelligenz einzuführen. Das nimmt in diesen Tagen einen großen Teil meines Aufmerksamkeitshorizonts ein. Weil meine Firma einen erhöhten Bedarf an Datenschutz hat, gibt]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Bin gerade sehr damit beschäftigt, in meinem Unternehmen einen Rahmen für Künstliche Intelligenz einzuführen. Das nimmt in diesen Tagen einen großen Teil meines Aufmerksamkeitshorizonts ein. Weil meine Firma einen erhöhten Bedarf an Datenschutz hat, gibt es große Bedenken bezüglich der Datenhandhabung von US-Unternehmen, was seit einigen Monaten ja ohnehin voll mein Thema ist. In diesem Zuge kam ich darauf, dass man verschiedene große Sprachmodelle auch einfach herunterladen und selbst betreiben kann. Nicht ChatGPT und nicht Claude oder Gemini. Aber verschiedene andere, sogenannte Open-Source- bzw. Open-Weight-Modelle, die in Aktualität vielleicht ein halbes Jahr hinterherhängen, aber für 99% aller Anwendungsfälle vollkommen ausreichen.</p>



<p>Ich hatte schon über solche Modelle gelesen bzw. sie überlesen, dass das aber wirklich eine valide Alternative ist, mit richtig starken Sprachmodellen, die man völlig autonom lokal auf einem abgeschotteten Server betreiben kann, das wollte offenbar nicht zu mir durchdringen.</p>



<p>Ein Server, auf dem man das betreiben kann, kostet zwar viel Geld, aber es ist immer noch wesentlich billiger, als tausend Mitarbeiterinnen mit Pro-Accounts von ChatGPT auszustatten.</p>



<p>Es gibt dieses Emoji mit dem explodierenden Kopf. Ich glaube, der Kopf symbolisiert eine Explosion psychonuklearen Ausmaßes. Für mich ist psychonukleare Physik etwas Positives. Ich laufe seit Tagen mit einem Kopf herum, der diesem Emoji ähnelt.</p>



<p>Das wollte ich sagen.</p>



<p>Nein, ich schreibe gerade nicht am großen Textprojekt weiter. Ich wollte ursprünglich etwas weniger bloggen und mir dafür Zeit für das Romanprojekt nehmen. Stattdessen liegen bei mir zu Hause wieder viele Kabel herum, an deren Ende Laptops, Raspis und Mini-PCs große und kleine KI‑Modelle betreiben.</p>]]></content:encoded>
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Ich hatte schon über solche Modelle gelesen bzw. sie überlesen, dass das aber wirklich eine valide Alternative ist, mit richtig starken Sprachmodellen, die man völlig autonom lokal auf einem abgeschotteten Server betreiben kann, das wollte offenbar nicht zu mir durchdringen.



Ein Server, auf dem man das betreiben kann, kostet zwar viel Geld, aber es ist immer noch wesentlich billiger, als tausend Mitarbeiterinnen mit Pro-Accounts von ChatGPT auszustatten.



Es gibt dieses Emoji mit dem explodierenden Kopf. Ich glaube, der Kopf symbolisiert eine Explosion psychonuklearen Ausmaßes. Für mich ist psychonukleare Physik etwas Positives. Ich laufe seit Tagen mit einem Kopf herum, der diesem Emoji ähnelt.



Das wollte ich sagen.



Nein, ich schreibe gerade nicht am großen Textprojekt weiter. Ich wollte ursprünglich etwas weniger bloggen und mir dafür Zeit für das Romanprojekt nehmen. Stattdessen liegen bei mir zu Hause wieder viele Kabel herum, an deren Ende Laptops, Raspis und Mini-PCs große und kleine KI‑Modelle betreiben.]]></itunes:summary>
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	<title>[So, 3.5.2026 &#8211; Sonnenfaktor, Kunst]</title>
	<link>https://mequito.org/stories/15511</link>
	<pubDate>Mon, 04 May 2026 04:58:24 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Markus Pfeifer]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Zwei Tage, an denen man Sunshine-Guilt haben könnte. Ich habe ja nicht wirklich etwas gegen Sonne. Vor allem, nach diesem Winter freut es mich durchaus, dass die niedrigen Temperaturen mehr oder weniger vorüber sind. Aber ich mag die Sonne eher, wenn es bewölkt ist.</p>



<p>Vor einiger Zeit stellte ich mit Entsetzen fest, dass ich jetzt wesentlich schneller altern werde, weil ich wegen der Hündin ständig in der Sonne bin. Eigentlich mied ich die Sonne mein ganzes Leben lang. Nicht für eine noble Blässe, aber ich empfinde sommerliche Sonne auf meiner Haut wirklich als unangenehm. Jetzt habe ich aber eine Hündin und ich kann mich nicht ständig von Schatten zu Schatten schleichen. Ich werde jetzt sehr schnell sehr alt aussehen. Neulich lernte ich, dass die meisten Menschen in Deutschland Sonnencreme verwenden. Deswegen begann ich eine neue private Statistik. Ich befragte Leute auf der Hundewiese danach, ich befragte Kolleginnen danach und auch einfach Freundinnen: "Hast du eigentlich Sonnencreme auf?". Das wird fast immer mit Ja beantwortet. Also immer, wenn die Sonne scheint. Auch im Winter. Jetzt habe ich das Gefühl, irgendetwas grundlegend und über Jahre hinweg falsch gemacht zu haben. Nun ist mein Hauttypus eher von der mediterranen Art, oder zumindest nicht so bleich, wie die meisten Menschen in meinem Kiez, ich bilde mir ein, dass es bei mir nicht ganz so schlimm sein wird, trotzdem nehme ich mir immer wieder vor, mich mit Sonnencreme einzuschmieren, was ich allerdings nicht schaffe, weil ich erstens, nie daran denke und zweitens mir ungerne kalte Sachen ins Gesicht schmiere. Meine Frau sprüht mich manchmal mit Sonnensprühcreme ein. Das ist unangenehm, geht aber sehr schnell, und es kommt jedes Mal überraschend für mich. Also eher schmerzlos. Ich habe jedoch ein Einsehen, dass ich mein Verhalten grundlegend ändern muss. Es sind immer die gleichen Leute, die alt aussehen: diejenigen, die rauchen, und diejenigen, die immer in der Sonne sind.</p>



<p>Aber ein schattiges Plätzchen im Biergarten ist trotzdem fein.</p>



<p>Und sonst so.</p>



<p>Heute hingen wir die Bilder im Wohnzimmer um. Bzw. wir ergänzten die Wand um weitere Bilder. Dafür waren wir gestern bei Obi, um Rahmen zu kaufen. Mein Schwager ist riesengroß, der kann die Bilder fast auf den Zehenspitzen nageln. Die Wand ist nun fast voll. Demnächst kommt noch ein Bild von Modigliani dazu, das Bild, auf dem er den grinsenden Ehemann von Frida Kahlo portraitierte, und auch ein Bild von Tamara de Lempicka, ein Selbstporträt.</p>



<p>Ich suche schon seit einiger Zeit ein Tattoomotiv, das meine Hündin darstellt. Für meine Haut und nicht für die Wand. Ich hätte gerne eine Zeichnung von ihr, am besten eine Skizze, wild, unfertig, improvisiert, vielleicht eine Kinderzeichnung. Ich ließ bereits Kinder die Hündin zeichnen. Auch die KI. Aber nie kam etwas heraus, das mir gefiel. Erst heute fiel mir auf, dass Basquiats schwarzer Hund meiner Hündin ziemlich ähnelt. Das Bild hängt schon seit über zehn Jahren in unserer Wohnung. Nie habe ich die Parallele gezogen. Ich glaube, ich verwende das Motiv.</p>



<p>#</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Zwei Tage, an denen man Sunshine-Guilt haben könnte. Ich habe ja nicht wirklich etwas gegen Sonne. Vor allem, nach diesem Winter freut es mich durchaus, dass die niedrigen Temperaturen mehr oder weniger vorüber sind. Aber ich mag die Sonne eher, wenn es ]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Tage, an denen man Sunshine-Guilt haben könnte. Ich habe ja nicht wirklich etwas gegen Sonne. Vor allem, nach diesem Winter freut es mich durchaus, dass die niedrigen Temperaturen mehr oder weniger vorüber sind. Aber ich mag die Sonne eher, wenn es bewölkt ist.</p>



<p>Vor einiger Zeit stellte ich mit Entsetzen fest, dass ich jetzt wesentlich schneller altern werde, weil ich wegen der Hündin ständig in der Sonne bin. Eigentlich mied ich die Sonne mein ganzes Leben lang. Nicht für eine noble Blässe, aber ich empfinde sommerliche Sonne auf meiner Haut wirklich als unangenehm. Jetzt habe ich aber eine Hündin und ich kann mich nicht ständig von Schatten zu Schatten schleichen. Ich werde jetzt sehr schnell sehr alt aussehen. Neulich lernte ich, dass die meisten Menschen in Deutschland Sonnencreme verwenden. Deswegen begann ich eine neue private Statistik. Ich befragte Leute auf der Hundewiese danach, ich befragte Kolleginnen danach und auch einfach Freundinnen: "Hast du eigentlich Sonnencreme auf?". Das wird fast immer mit Ja beantwortet. Also immer, wenn die Sonne scheint. Auch im Winter. Jetzt habe ich das Gefühl, irgendetwas grundlegend und über Jahre hinweg falsch gemacht zu haben. Nun ist mein Hauttypus eher von der mediterranen Art, oder zumindest nicht so bleich, wie die meisten Menschen in meinem Kiez, ich bilde mir ein, dass es bei mir nicht ganz so schlimm sein wird, trotzdem nehme ich mir immer wieder vor, mich mit Sonnencreme einzuschmieren, was ich allerdings nicht schaffe, weil ich erstens, nie daran denke und zweitens mir ungerne kalte Sachen ins Gesicht schmiere. Meine Frau sprüht mich manchmal mit Sonnensprühcreme ein. Das ist unangenehm, geht aber sehr schnell, und es kommt jedes Mal überraschend für mich. Also eher schmerzlos. Ich habe jedoch ein Einsehen, dass ich mein Verhalten grundlegend ändern muss. Es sind immer die gleichen Leute, die alt aussehen: diejenigen, die rauchen, und diejenigen, die immer in der Sonne sind.</p>



<p>Aber ein schattiges Plätzchen im Biergarten ist trotzdem fein.</p>



<p>Und sonst so.</p>



<p>Heute hingen wir die Bilder im Wohnzimmer um. Bzw. wir ergänzten die Wand um weitere Bilder. Dafür waren wir gestern bei Obi, um Rahmen zu kaufen. Mein Schwager ist riesengroß, der kann die Bilder fast auf den Zehenspitzen nageln. Die Wand ist nun fast voll. Demnächst kommt noch ein Bild von Modigliani dazu, das Bild, auf dem er den grinsenden Ehemann von Frida Kahlo portraitierte, und auch ein Bild von Tamara de Lempicka, ein Selbstporträt.</p>



<p>Ich suche schon seit einiger Zeit ein Tattoomotiv, das meine Hündin darstellt. Für meine Haut und nicht für die Wand. Ich hätte gerne eine Zeichnung von ihr, am besten eine Skizze, wild, unfertig, improvisiert, vielleicht eine Kinderzeichnung. Ich ließ bereits Kinder die Hündin zeichnen. Auch die KI. Aber nie kam etwas heraus, das mir gefiel. Erst heute fiel mir auf, dass Basquiats schwarzer Hund meiner Hündin ziemlich ähnelt. Das Bild hängt schon seit über zehn Jahren in unserer Wohnung. Nie habe ich die Parallele gezogen. Ich glaube, ich verwende das Motiv.</p>



<p>#</p>]]></content:encoded>
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Vor einiger Zeit stellte ich mit Entsetzen fest, dass ich jetzt wesentlich schneller altern werde, weil ich wegen der Hündin ständig in der Sonne bin. Eigentlich mied ich die Sonne mein ganzes Leben lang. Nicht für eine noble Blässe, aber ich empfinde sommerliche Sonne auf meiner Haut wirklich als unangenehm. Jetzt habe ich aber eine Hündin und ich kann mich nicht ständig von Schatten zu Schatten schleichen. Ich werde jetzt sehr schnell sehr alt aussehen. Neulich lernte ich, dass die meisten Menschen in Deutschland Sonnencreme verwenden. Deswegen begann ich eine neue private Statistik. Ich befragte Leute auf der Hundewiese danach, ich befragte Kolleginnen danach und auch einfach Freundinnen: "Hast du eigentlich Sonnencreme auf?". Das wird fast immer mit Ja beantwortet. Also immer, wenn die Sonne scheint. Auch im Winter. Jetzt habe ich das Gefühl, irgendetwas grundlegend und über Jahre hinweg falsch gemacht zu haben. Nun ist mein Hauttypus eher von der mediterranen Art, oder zumindest nicht so bleich, wie die meisten Menschen in meinem Kiez, ich bilde mir ein, dass es bei mir nicht ganz so schlimm sein wird, trotzdem nehme ich mir immer wieder vor, mich mit Sonnencreme einzuschmieren, was ich allerdings nicht schaffe, weil ich erstens, nie daran denke und zweitens mir ungerne kalte Sachen ins Gesicht schmiere. Meine Frau sprüht mich manchmal mit Sonnensprühcreme ein. Das ist unangenehm, geht aber sehr schnell, und es kommt jedes Mal überraschend für mich. Also eher schmerzlos. Ich habe jedoch ein Einsehen, dass ich mein Verhalten grundlegend ändern muss. Es sind immer die gleichen Leute, die alt aussehen: diejenigen, die rauchen, und diejenigen, die immer in der Sonne sind.



Aber ein schattiges Plätzchen im Biergarten ist trotzdem fein.



Und sonst so.



Heute hingen wir die Bilder im Wohnzimmer um. Bzw. wir ergänzten die Wand um weitere Bilder. Dafür waren wir gestern bei Obi, um Rahmen zu kaufen. Mein Schwager ist riesengroß, der kann die Bilder fast auf den Zehenspitzen nageln. Die Wand ist nun fast voll. Demnächst kommt noch ein Bild von Modigliani dazu, das Bild, auf dem er den grinsenden Ehemann von Frida Kahlo portraitierte, und auch ein Bild von Tamara de Lempicka, ein Selbstporträt.



Ich suche schon seit einiger Zeit ein Tattoomotiv, das meine Hündin darstellt. Für meine Haut und nicht für die Wand. Ich hätte gerne eine Zeichnung von ihr, am besten eine Skizze, wild, unfertig, improvisiert, vielleicht eine Kinderzeichnung. Ich ließ bereits Kinder die Hündin zeichnen. Auch die KI. Aber nie kam etwas heraus, das mir gefiel. Erst heute fiel mir auf, dass Basquiats schwarzer Hund meiner Hündin ziemlich ähnelt. Das Bild hängt schon seit über zehn Jahren in unserer Wohnung. Nie habe ich die Parallele gezogen. Ich glaube, ich verwende das Motiv.



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