[Montag, 20.6.2022 – Stadtradeln, Finding Alice]

Es ist Montag. Es hat abgekühlt. Morgens fuhr ich ins Büro. Abends fuhr ich wieder zurück.
Mit meinem Fanclub nehme ich am Stadtradeln teil. Schon in der dritten Saison. Das ist ein Wettbewerb fürs Klima. Man kann sich in Teams zusammenfinden und Kilometer anradeln. Ich glaube, am Ende gibt es etwas zu gewinnen, aber so genau weiss ich das gar nicht. Ich radle ohnehin und Wettbewerb mag ich auch, das Aufzeichnen von Bewegung sowieso.

Ich war immer in der Top10 meines Teams, da mein Arbeitsweg ungefähr 16 Kilometer pro Tag beträgt. Seit ich das Tier habe, fahre ich allerdings nicht mehr fünf Tage in der Woche mit dem Rad, sondern bleibe einen oder zwei Tage zuhause und nehme sie einen oder zwei Tage mit ins Büro. Wenn ich sie ins Büro mitnehme, dann fahre ich Ubahn. Mit dem Fahrrad geht das nicht. Noch nicht. Vielleicht auch nie.

Tja. Jetzt bin ich beim Stadtradeln nur in der Top50. Seit ich nur noch in der Top50 bin, vergesse ich auch ständig, meine Fahrten aufzuzeichnen und muss sie immer manuell nachtragen. Mittlerweile vergesse ich sogar, sie manuell nachzutragen. Offenbar demotiviert es mich recht schnell, wenn ich keine Leistung erbringe. Muss ich mal drüber nachdenken.

Heute jedenfalls: 16km und ich habe sie manuell nachgetragen.

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Am Abend eine neue Serie angefangen. Finding Alice. Eine dramatische Komödie. Eine Familie zieht in ein neues Haus ein. Am ersten Abend fällt Mann in einem unbeobachteten Moment von der Treppe und stirbt. Alles, was danach passiert ist eine Geschichte über den Umgang damit. Eigentlich ist es eine Geschichte über Trauer und darüber, wie es weitergehen soll. Mit einer phantastischen und auch lustigen Keeley Hawes in der Hauptrolle. Mich hat die Stimmung der ersten beiden Folgen aufgesogen. Ich mag ja diesen seltsamen emotionalen Leerraum aus Traurigkeit und Rationalität.

Die Serie hat gute Kritiken erhalten, aber nicht Überwältigende. Möglicherweise baut sie später ab. Wie fast alle Serien mittlerweile. Gute Idee und dann toterzählt. Mal sehen.

2 Kommentare

  1. Hast du “This is us” gesehen? Die emotionalste Serie, die ich je gesehen habe. Würde mich interessieren wie du sie fandest.

  2. Gerade mal gegoogelt. Ich sah den Titel immer wieder in der Übersicht, jedoch interessierte es mich nie genug. Vermutlich wegen des Verhältnisses der Rollenverteilung – zwei Männer / eine Frau – und mich interessieren Männerschicksale derzeit eher nicht so.

    Aber das hat nur mit meinen spontanen Auswahlkriterien zu tun und sagt nichts über gute Männer aus. Die Serie hat ja richtig gute Bewertungen. Ich werde auf alle Fälle einen Versuch unternehmen.

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