Dem Podcast von GAG über die Geschichte des Sushi zugehört. Um es kurz zusammenzufassen: Das, was wir heute Sushi nennen, gibt es seit den Siebzigerjahren. California Rolls wurden von einem Japaner in LA der Achtzigerjahre erfunden, weil Amerikaner das Algenpapier und rohen Fisch etwas gewöhnungsbedürftig fanden, also drehte er den Reis nach außen und nahm statt Fisch Avocado. Und Lachs gibt es im Sushi erst seit den Neunzigern, weil die Norweger zu viel Lachs hatten, den sie loswerden mussten. Die Japaner lehnten Lachs zunächst ab, da der Pazifik-Lachs ein Problem mit Parasiten hat und traditionell als minderwertiger Fisch gilt. Das Marketing der Norweger war schließlich aber erfolgreicher.
Sushi heißt so etwas wie „sauer“. Und es ging immer darum, sauren Reis zum Fermentieren herzustellen. Auch heute dreht sich eigentlich 90% der Sushikunst um den Reis. Wissen wir nur nicht, weil wir alles in Sojasauce tunken. Ich auch. Ich liebe diesen Matsch aus Reis, Sojasauce und Wasabi.
Ursprünglich wollten wir Salat essen. Als der Podcast zu Ende war, bestellten wir Sushi.
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Das Blogbuch 2025 ist angekommen. Mit fast 900 Seiten ist es hundert Seiten dicker als die anderen Jahre, aber das liegt hauptsächlich an den Bildern, ich habe letztes Jahr fast zu jedem Eintrag ein Bild hinzugefügt.
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In unserer Straße hat wieder ein Auto gebrannt. Diesmal ein Miles-Wagen. Letztes Jahr, als die drei Škodas brannten, standen die Autokadaver noch bis in den Februar hinein. Immerhin ergaben sie gute Fotomotive. Das Miles-Auto war aber schon am Morgen abgeräumt worden. Ich nehme an, dass das mit dem Markenimage zu tun hat. Seit dem erfolgreichen Rebranding zu Milfs, wollen sie den positiv besetzten Namen nicht beschmutzen.
Ich frage mich aber schon nach der Strategie der Brandstifter. Letztes Mal traf es Škodas, diesmal einen Volkswagen. Dabei gibt es durchaus ein paar hochwertige SUVs in unserer Straße. Natürlich lehne ich es ab, Autos anzuzünden, auch SUVs, aber wenn ich versuche, eine Motivation dahinter zu erkennen, dann erschließt sie sich mir nicht. Außer es handelt sich um dumpfe Pyromanie. Pyromanie finde ich für Berlin aber etwas unterkomplex.
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Jetzt weiß ich auch, warum ich in Hamburg kaum Bücher gelesen habe. Wenn ich zu Hause ein Buch lese, dann mache ich das ausschließlich im Bett meiner Frau oder auf dem Polstermöbel im Erker. Wenn ich hingegen in meinem eigenen Bett lese, werde ich nach zwei Sätzen müde. In Hamburg hatte ich nur das Bett und den Schreibtisch. Wie im Hotel. Da kann ich auch nicht lesen. Außer ich verreise mit meiner Frau, wenn sie neben mir liegt, dann lese ich bis in die Nacht hinein. Vielleicht liegt es auch an ihr und nicht am Bett.
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