Bei der Diskussion um Grönland wird kaum über die Grönländerinnen geredet, sondern immer nur über Dänemark oder die USA. Dass Trump es von den Dänen will. Es scheint wenig darum zu gehen, was die Leute in Grönland, genauer gesagt, die Inuit, eigentlich wollen. Und die Umfragen zeigen ja, dass die übergroße Mehrheit dagegen ist, von den USA übernommen zu werden. Was man aufgrund der grönländischen Bestrebungen nach Unabhängigkeit auch gut nachvollziehen kann. Damit sollte die Diskussion eigentlich beendet sein.
Trump redet aber nur von Dänemark. Auch die Medien geben das so wieder. Es geht inhaltlich nur um den dänisch-amerikanischen Zwist. Nicht um die Inuit. Trump redet davon, dass Dänemark nicht unbedingt Recht auf die Insel hat, weil da mal vor 400 Jahren ein dänisches Schiff angelegt hat. Dass da aber seit ein paar Tausend Jahren Menschen leben, spielt für ihn offensichtlich keine Rolle.
Aber ich ahne, wie das weitergeht. Die werden die 50.000 Inuit derart mit Geld zuscheißen, dass sie freiwillig zu den USA kommen. Die Rechnung ist simpel. Es sind 50.000 Menschen. Gib jedem hunderttausend Euro, das kostet die USA etwa 5 Milliarden. Das ist für Leute wie Musk Taschengeld. Oder um sie richtig mürbe zu machen: Gib jedem Grönländer eine Million. Das sind dann 50 Milliarden. Dafür legen die paar Big-Tech-Boys ihr Taschengeld zusammen und schon ist das Thema erledigt. Ansonsten lässt sich das auch beim amerikanischen Militärbudget als kleinere Nebenkosten abrechnen.
Das wird so kommen. Sie werden die Bewohner mit Geld zuscheißen. Sie werden Entscheider und Wirtschaftsleute mit lukrativen Deals zumüllen.
Menschen sind immer käuflich. Das meine ich gar nicht despektierlich.
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Weil ich es am Freitag zu Feierabend immer eilig habe, weil ich mich zurück nach Berlin sehne, wo meine Hündin und meine Frau auf mich warten, will ich keine Zeit verlieren, ich will nur ins Auto steigen, auf das Gaspedal drücken und ohne Pause über die A24 nach Hause düsen. Deswegen tanke ich immer am Donnerstag. Ich will auf dem Rückweg keine wertvollen Minuten auf Tankstellen verlieren. Oft kombiniere ich den Tankvorgang am Donnerstag mit einem Gang zu Fittix. Heute fuhr ich aber zu einem großen Rewe in Eimsbüttel. Ich wollte mich mit zuckerfreien Sahnebonbons von Vivil eindecken. Seltsamerweise gibt es die bei Rewe aber nicht. Auch nicht in dem Großen. Die gibt es anscheinend nur bei Edeka, aber Edeka habe ich in Hamburg in freier Wildbahn noch nie gesehen. Viele Rewes, Kauflands, Lidls, Pennys, aber kein Edeka. Ein kurzer Blick in Gmaps verrät mir, dass ich mit meiner Annahme natürlich falsch liege.
Aber jetzt ist es auch egal.
Dafür cruiste ich durch die Stadt. Ich bin mittlerweile ein richtig guter Autofahrer geworden. Das hätte ich mir vor ein paar Jahren noch nicht vorstellen können. Wie ich da so mit lauter Musik durch Hamburg cruise. Fast möchte ich wieder anfangen zu rauchen.











