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Wir laufen ja immer an den Polizisten, die De Maizières Haus bewachen, vorbei. Der Innenminister ist unser Nachbar. K hat sich schon überlegt, die Polizisten zu grüßen, man kennt sich, wir ignorieren sie nach Kräften, es tut mir leid für sie, vielleicht sollte man sie wirklich normal behandeln, es sind ja ganz gewöhnliche Menschen, dickbäuchig und gelangweilt zwar, und so beamtenmäßig überheblich, zudem möchte ich nicht von denen beschützt werden, ich hätte Angst um ihr Herz, ha, nein, das mit dem Herz sage ich ja nur so mitleidschindend. Aber seit einigen Tagen halten sie Maschinengewehre. Der Terror ist ja in der Stadt.

Bei Streetview habe ich am ersten Streetviewtag natürlich gleich nachgeschaut: der Innenminister hat sein Haus verpixelt.
Heute spazierten wir also die Straße runter, wir sehen die Maschinengewehre, vor seinem gänzlich unverpixelten Haus. Das war so bloßgestellt. Der Arme.

5 Comments

  1. Offen gestanden kann ich mir nicht vorstellen, dass es wirklich Maschinengewehre sind. Höchstens Maschinenpistolen. Und die sind gar nicht so schwer.

  2. mek

    Achso! Da gibt es einen Unterschied. Ich bin nicht vom Fach, ordne aber alles, was Rambo in der Hand hatte, dem schweren Geschütz zu. Dann haben sie wohl eine schlechte Haltung aufgrund des schiefen Weltbildes.

  3. Ah, Herr Sakana hat das schon angesprochen. Es ist aber auch vertrackt, den ganzen Ballerkram korrekt einzuordnen: halb- und vollautomatische Sturmgewehre, Leicht-MGs, Maschinenpistolen – zumal sich selbst die Fachwelt nicht immer einig ist, wo genau die Grenzen verlaufen (was bitteschön ist denn ein “Maschinenkarabiner”??).

    Sagen wir mal so: Womit Rambo in Teil 1 überwiegend rumballerte, war ganz klar ein MG. Die Basiswaffe der Soldaten nennt man hierzulande Sturmgewehr (man denke da z.B. an die Kalaschnikow mit dem gebogenen Magazin oder an “unseren” Exportschlager G 3). Was die Polizei in diesen Tagen mit sich führt, würde ich als Maschinenpistole bezeichnen, aber da musste ich z.T. auch zweimal hingucken.

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