[was schön war]

Das was Anke macht. Zurückschauen auf den Tag und protokollieren was schön war an dem Tag. Solche Ideen finde ich so, wie soll ich sagen: so toll, dass ich mir die Hände vors Gesicht schlagen will, weil ich nicht mehr weiß wie gucken. Das mache ich jetzt auch. Protokollieren war schön war, weil es die schönen Dinge sind, auf die ich zurückgucken will. Vor allem auch um die kleinen Freuden besser zu verstehen, wie neulich, als der Schlosser meine Wohnungstür reparierte. Meine Wohnungstür kann man nur mit zwei Händen und einigem an Kraft bedienen. Seit der Schlosser sich an der Tür zu schaffen gemacht hat, geht sie zu wie Butter. Ich kann den Schlüssel drehen, ohne mit der zweiten Hand die Tür anzuheben und es gibt keine Geräusche mehr, die das Treppenhaus zum Beben bringen. Ich saß den ganzen Tag im Büro und freute mich darauf nach hause zu kommen und diese butterweiche Tür zu öffnen. Es war dann wirklich so: die Tür ging auf als würde ich ein Messer in weiche Butter versinken lassen. Das war schön. Aber natürlich gibt es noch viel schönere Dinge. Muss ich alles mal aufschreiben. Einmal in der Woche. Vielleicht auch einmal am Tag. Einmal am Tag wäre besser, aber für den Anfang: einmal die Woche. Mindestens.

Vielleicht mache ich das irgendwann auch mit den schlechten Dingen, die Dinge, die mich richtig anpissen, also die Dinge, gegen die ich Antimittel erfinden muss. Überhaupt: man ist ja ständig dabei, Methoden zu finden um allen möglichen Scheiß zu ertragen. Vielleicht mache ich statt der schlechten Dinge, eine Blogserie über Antimittel. Genau. Lebensprotokoll für Erfindungen gegen die schlechten Momente im Alltag und die schlechten Dinge überhaupt.

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