[Donnerstag, 8.7.2021 – Frisur, Salamisocialclub]

Heute war mein Frisurtermin. Ich wusste nicht mehr, wann ich mir meinen letzten Haarschnitt verpassen liess, ich nenne nämlich immer das letzte Datum und sage, dass mein Haar auf das entsprechende Datum zurückgeschnitten werden soll. Das erleichtert die Dinge. Aber glücklicherweise habe ich das Blog. Ich suchte nach Frisur, Friseur, Friseurin, Haar, Haare, Friseurinnen, aber ich fand keinen relevanten Eintrag dazu. Ich weiss dann nicht mehr, welches Suchwort mir den 23.3. ausspuckte. Da kam der Frisurtermin darin vor. Ich habe diesen Eintrag jetzt absichtlich mit vielen relevanten Wörtern vollgetippt, damit ich diesen Eintrag in einigen Monaten leichter finde. Ich sollte keine dreieinhalb Monate warten. Nach zwei Monaten bin ich immer am glücklichsten mit der Frisur, aber danach geht es ganz schnell abwärts. Ich glaube zweieinhalb Monate müsste die perfekte Zeit sein. Ich habe das jetzt hier dokumentiert und werde es beobachten.

Ich war wieder bei Juliane. Die macht sich immer lustig über die Dinge. Sie hat mich einmal Waldschrat genannt, als ich wieder einmal über die zweieinhalb Monate drüber war (es waren vermutlich 4 oder 5), und sagt immer: also diese Augenbrauen… Ich finde sie trotzdem immer sehr unterhaltsam. Sie macht sich auch über sich selbst lustig. Über ihre Haare, die sie bändigen muss, über ihren alten Gebrauchtwagen, sie macht sich lustig darüber, dass sie Angst hat keinen Parkplatz zu finden, dass sie lieber Bahn fährt, aber dass man das ja niemandem sagen kann, jetzt wo alle wissen, dass sie einen Führerschein hat.
Auch die anderen sind nett, ich habe keine Präferenzen, aber sich mit Juliane über die Dinge zu belustigen, ist, ähm, lustig.

Mit dem neuen Haarschnitt fühle ich mich wie ein anderer Mensch. Bei den Calls sehe ich mich endlich wieder als einen Menschen, und nicht eine verwilderte Ziege mit Lesebrille.

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Mit Exkolleginnen getroffen. In meinem Bekanntenkreis trifft man sich seit einigen Jahren ganz oft im BRLO am Gleisdreieckpark. Ja, das ist eine wirklich tolle Location und die brauen da gutes Bier. Weil das immer so ist, dass man sich im BRLO trifft, schlug ich diesmal spontan den Salami Social Club in der Frankfurter Allee vor. Und hier möchte ich einmal Werbung für den Salami Social Club machen. Für wenn man keine Lust mehr auf den ewigen traditionellen Pizza Einheitsbrei hat. Ich zum Beispiel. Mich öden Pizzerie an, die irgendeinen Hoheitsanspruch über Tradition und Echtheit haben, dass der Rand soundso zu sein hat und die Dicke des Teiges soundso.
Die Betreiberinnen des Salami Social Club sind ein wilder Mix aus internationalem Friedrichshainer Publikum und sie machen köstliche Sauerteig-Pizza mit Blutwurst oder Fenchel oder Kürbis und auch vegane Varianten und einige sind mit dieser phantastische Pesto-Majonaise überzogen. Und sie gehörten zu den ersten, die vernünftiges, hangemachtes Bier aus Franken, Berlin und den USA zapften.

Das Lokal ist sehr klein, es ist immer voll und kuschelig. Momentan kann man natürlich nur draussen sitzen oder mit der Pizza zu den Wiesen am Frankfurter Tor spazieren. In wenigen Wochen öffnen sie aber neue Räumlichkeiten direkt neben an, wo sich früher der Gemüseladen befand.

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