[Montag, 16.5.2022 – Stadion, Tier schlecht gelaunt]

Ich werde am Donnerstag zum Relegationsspiel nicht ins Stadion gehen können. Meine Frau ist unaufschiebbar verabredet, und wo parkt man nun die Kinder Hündin? So ist das, wenn man ein Tier hat. Plötzlich ist der ganze Vorteil, keine Kinder zu haben, vorbei. Und ich ahne es, dass diese Form der Terminkollision nicht die letzte gewesen sein wird.

Die Hündin hatte heute schlechte Laune. Das war schon am Morgen so. Wollte nicht laufen, sondern blieb ständig stehen, hörte nicht auf Kommandos, tat ihr eigenes Ding. Das sind schlechte Voraussetzungen um mit ihr ins Büro zu gehen. In der Mittagspause übe ich auf der Wiese immer Orientierung. Das bedeutet, sie darauf zu konditionieren, dass sie unangeleint in meiner Umgebung bleibt, auch wenn sie währenddessen schnüffelt und Gras frisst.
Aber heute war sie schlecht gelaunt, tat ihr eigenes Ding. Einmal rannte sie zwei Krähen hinterher und rollte dabei einen Hang hinunter und später belästigte sie einen jungen Mann, der sitzend auf der Wiese gerade sein Brötchen verspeiste. Daraufhin nahm ich sie wieder an die Leine.
Der Rückruf funktioniert bei ihr natürlich nur mäßig, sie ist noch zu klein für eine hohe Erfolgsquote. Heute war ihr Verhalten aber zu unzuverlässig.

Später, als wir durch die Appartmentblocks am Potsdamer Platz liefen, sah ich eine Zuverschenkenbox mit Kram drin. Darin lag eine gelbe Quietsch-Ente, die noch Quietschgeräusche machte. Ich legte sie auf den Boden und trat mit dem Fuss darauf. Dann war es um meine Hündin geschehen.
Also nahm ich die Ente mit. Das wird eine lange Hassliebe-Beziehung zwischen dem Tier und dem Plastik.

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