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  1. Einerseits denke ich mir das in manch zynischem Moment auch. Andererseits, verdammt nochmal, wieso können wir hier in Deutschland kein gemeinsames Verständnis dafür entwickeln, was wir besonders gut können und mit welchen Leistungen wir in einem globalen Dorf unseren Beitrag bringen können. Und dann daran arbeiten (ich rede jetzt bewusst mal nicht vom globalen Wettbewerb). Es kann doch nicht sein, dass wir erst alles plattmachen müssen um dann endlich wieder ein Billiglohnland zu sein.

  2. Oh! Zynismus! Du hast recht. Ich wehre mich gegen Zynismus und habe mich doch tatsächlich selbst in Zynismus gewickelt.
    Aber trotzdem, was kann man in Deutschland so besonders gut, das man irgendwo anders nicht könnte. Nun gut, es gibt hier viele gebildete Leute, Erfindern, Ingenieure, aber die brauchen bloss ausgebildet werden, dann gibt es sie irgendwo anders auch. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es eine besondere Qualität eines Volkes geben kann, es sind schliesslich alles bloss Menschen.

  3. Ja klar, eben, wir sind eben Menschen. Ich versuch halt, tja ich bin manchmal etwas naiv in meinen Ansichten, die Welt zu verstehen, indem ich solche Situationen mit Dörfern oder kleinen Gemeinschaften vergleiche. In so kleinen Gemeinschaften da gibts halt Leute, die können gut mit Metall umgehen, also wurden sie Schmiede. Andere können kochen, also machen sie ein Wirtshaus auf. Manche können gut erzählen, gut malen, also machen sie Kunst. Viele sind verlässlich, die arbeiten irgendwo mit. Manche können halt nichts, die muss man dann mitnehmen. Wie transoprtiere ich so etwas jetzt in eine große anonymisierte Gesellschaft? Das ist irgendwie für mich die Frage. Wenn man jetzt die Welt so betrachtet gibts durchaus “Wirtschaftscluster”. Also Feinmechanik und Maschinenbau ist immer noch sehr deutsch geprägt. Informatik, da sind Indien und USA stark. Naja, für mich wäre wirklich die Herausforderung – und diese Sicht fehlt mir im Moment in der deutschen Politik – zu identifizieren und dann auch zu kommunizieren, wo wir jetzt gut sind und hinwollen. Aber irgendwie ist bei uns alles sehr gelähmt. Und nach der New Economy Flaute ohnehin. Oh ja, New Economy, das ist auch etwas, was mich nervt. Vorher überdimensioniert hochhypen und jetzt alles so supernegativ sehen. Da waren aber gute Ansätze da.
    Nein, uns fehlt der Mut und….. (oh wie ich dieses Wort hasse, aber ich muss es jetzt sagen, schreiben, und danach fallen mir sofort die Finger ab)… die Vision. (so, der Zeigefinger ist jetzt abgefallen).

  4. Noch ein Nachtrag: natürlich glaube ich aber nicht, dass die Dinge, die einer gut kann, völkisch geprägt sind. ABER es gibt Rahmenbedingungen, die dazu führen – häufig ist es auch Zufall – dass es eben so regional geprägte Dinge gibt. Gute Schiffbaufirmen werden zum Beispiel schwerlich in den Alpen zu finden sein.

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