[so war 2014]

Januar
Im Januar begann ich eine neue Stelle. Ich leite wieder eine IT-Abteilung.
Ende des Monats sind K und ich für ein paar Tage nach Amsterdam gefahren unsere Geburtstage zu feieren. Sie wurde 40, ich wurde 39.

Februar
Aus dem Februar kann ich mich wenig erinnern. Ich war vermutlich hauptsächlich mit den neuen Aufgaben auf der Arbeit beschäftigt. Die Schonzeit war im Februar schließlich vorbei.

März
Im März bin ich den Berliner Ironbloggern beigetreten. Bloggen und wenn man eine Woche verpasst, zahlt man fünf Euro. Wenn genug Geld beisammen ist, geht man in die Gastwirtschaft und trinkt den Geldpot leer. Super, das. Ironbloggerberlin.

April
Es geht nicht gut bei meinem blauweißen Fußballclub. Es fehlen Tore, Tore, Tore. Zumindest vorne. Hinten gibt es sie, die Tore, Tore, Tore.
Wir werden die Klasse aber halten.

Mai
Im Mai nach Schottland gefahren. Diesmal haben wir die nordöstliche Seite der Highlands besucht und Orkney. Die östliche Seite ist ein bisschen langweilig. Lange Bergrücken, immer leicht bewaldet. Aber der Norden! Tongue, Ullapool, Durness. Woah.

Juni
Im Juni gefühlt nur auf innerdeutschen Dienstreisen gewesen.
Ah und dann war noch die Fußball WM. Länderspiele lassen mich aber, wie üblich, ziemlich kalt.

Juli
Der olle Götze schießt das Siegtor und Deutschland wird Weltmeister. Als einige Stunden später die Mannschaft in Berlin landet und zum Brandenburger Tor fährt, bricht bei uns in der Firma das Internet zusammen, weil alle Mitarbeiter den Stream schauen.

August
Ich fahre wieder eine Woche zu meiner Frau nach Schweden in den Wald.

Bundesligaauftakt. Wir haben ordentlich eingekauft. Internationale Spieler und Stars. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.

September
Mein Hopfen mag in diesem Jahr nicht so recht und ich weiß nicht warum. Er ist etwa zweieinhalb Meter hoch geworden und will nicht mehr weiterwachsen.

Oktober
Ich fliege mit K nach Chicago. Ich bin zum ersten Mal in den USA und finde es sehr super.

November
Im November sehe ich meine Frau kaum. Wir reisen beide eher viel und zu unterschiedlichen Zeiten, aber im November sehen wir uns so gut wie nicht. Zuerst war sie in Washington, dann ich in Rom, dann sie irgendwo in Bayern, dann ich in Los Angeles und New York, dann sie in Genf und in Franken.
Das hört sich alles sehr glamourös an, in Wirklichkeit ist es aber sehr anstrengend. Sieht aber gut aus, wenn man das so hinschreibt.

Dezember
Irgendwie ist der Dezember in Weihnachtsfeiern und -Umtrünken untergegangen.

JAHRESENDFRAGEN:

Haare länger oder kürzer?
Kürzer.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Vom Gefühl her weniger.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger.

Der hirnrissigste Plan?
Eine Brauerei aufzumachen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Privat habe ich möglicherweise nichts gefährliches unternommen.
Zumindest nichts blogbares.

Der beste Sex?
Mit K. (Copypaste)

Die teuerste Anschaffung?
Ich habe das Geld noch nicht ausgegeben, aber ich überlege schon das ganzen Jahr zusammen mit Jan eine kleine Braunanlage für 2000€ anzuschaffen. Daran habe ich so oft gedacht, dass es sich wie eine tatsächlich Anschaffung anfühlt.

Das leckerste Essen?
Burger und Deep Dish Pizza in Chicago.

Das beeindruckendste Buch?
Seit Oktober 2013 habe ich kein Buch mehr gelesen. Zumindest keine Fiktion. Das hat Gründe. Ich werde das beizeiten einmal aufschreiben.

Der ergreifendste Film?
Serien zählen auch. Richtig? Da wäre »The Leftovers«. 2% der Menschen verschwinden auf unerklärliche Weise. Die Geschichte dieser Serie beginnt zwei Jahre nach diesem Verschwinden. Die Geschichte der Übriggebliebenen. Eine sehr bewegende und düstere Sozialstudie.

Die beste Musik?
Max Richter. Über den Soundtrack von »The Leftovers« aufmerksam geworden.

Das schönste Konzert?
Einstuerzende Neubauten im Tempodrom.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
K

Die schönste Zeit verbracht mit …?
K

Vorherrschendes Gefühl 2014?
Mich für viel eingesetzt und dabei erfolgreich gewesen.

2013 zum ersten Mal getan?
In die USA geflogen.

2014 nach langer Zeit wieder getan?
In einem Punkkonzert gewesen. Am Ende des Abends hatte ich gemischte Gefühle. Es beschäftigte mich, wie seltsam das Publikum in einer anarchischen Pose erstarrt geblieben war.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
1) zwei große Ausfälle der IT Infrastruktur in meiner Firma.
2) das fühlte sich an wie drei Dinge.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich ungerne so weit fliege (Chicago). (Überzeugungsversuch misslang).

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Vermutlich die Reise nach Amsterdam -> ich habe nicht nachgefragt.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Braukurs.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich finde, du bist ein guter Chef.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Baby, lass uns nach Chicago fliegen.

2014 war mit einem Wort …?
Super.

[in den Tiefen der Blogs]

Jana und Volker haben ein Ebook mit einigen ihrer Lieblingstexte aus Blogs zusammengestellt. Es heißt “In den Tiefen der Blogs” und beinhaltet auch ein paar kurze Texte von mir. Es sind die Tagebuchnotizen von meinen Ost- und Nordseebesuchen.

Das Ebook ist sehr hübsch geworden. Es kostet nichts und ist downzuloaden bei Edition Barnimkante.

(Mein Portraitfoto habe ich so freigegeben. Ich weiß allerdings nicht mehr warum)

(Vielen Dank)

[fb #5]

Ein Samstag mit Beissern und Tretern. (Walking Dead und Fußball)

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Ich bin nicht nur ein DINK (Double income no kids), ich bin auch ein PUNK (Professional uncle no kids).

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Aus Trostessen wird Tristessen. (Da haben sich ja zwei gefunden)

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“Mama, was bedeutet romantisch?”
“Romantisch bedeutet: gemütlich”

(Kein Wunder, dass in Deutschland keine heißblütigen Liebhaber produziert werden)

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Er: Betreiben Sie Risikosportarten?
Ich: Ich gucke Hertha.

Das fand er lustig. Ich nur ein bisschen.

[blubb]

Wie der Gerstensaft da auf meinem Wohnzimmerboden vor sich hinblubbert, mensch, ich könnte dem stundenlang zugucken.