Am Wahlabend wollte ich gar nicht mehr wissen, wie sich das Parteienspektrum zusammensetzen wird. Die Linke also die stärkste Partei. Ich bin skeptisch, ich glaube nicht, dass die Linke die Probleme dieser Stadt lösen wird. Wir werden sehen. Hauptsache, die Grünen und die SPD lassen sich nicht auf die CDU ein.
Ich wählte dann doch Volt. Eine Kleinstpartei, die ähnlich gut abgeschnitten hat, wie die – öhm, FDP. (Smiley)
Nach zwei kurzen Gesprächen mit den Admins aus meinen Teams einigten wir uns darauf, dass wir versuchen, in drei Jahren so frei wie möglich von US-Tech zu sein. Bei einer Firma mit 1000 Mitarbeiterinnen wird das ein sehr spannendes Projekt.
Heute fügte ich auf LinkedIn meinem Profil den neuen Arbeitgeber hinzu. Mir ist es ja lieber, wenn so etwas leise vonstattengeht. Ich benutze LinkedIn hauptsächlich dafür, meinen Lebenslauf öffentlich auszuhängen, und manchmal, um mit früheren Kolleginnen in Kontakt zu bleiben, mit denen mein Band nicht privat genug ist, um auf anderen Kanälen wie Insta oder Bluesky verbunden zu sein. Offenbar ist die Defaulteinstellung bei LinkedIn aber jetzt so, dass eine Jobänderung im Profil allen deinen Kontakten angezeigt wird. So erhielt ich heute dutzende Glückwünsche von vielen Exkolleginnen, vorwiegend von meiner letzten beruflichen Station in Hamburg. Von meinem letzten Job in Hamburg, über den zu schreiben, mir vertraglich untersagt wurde, bin ich mit acht Personen über LinkedIn verbunden. Nur einer von denen ist noch da. Vier wurden gekündigt. Drei haben selbst gekündigt. Als sie heute von meinem neuen Job lasen, schrieben sie alle: yayyy! (im übertragenen Sinne). Das war wirklich die schlechteste Erfahrung, die ich in meinem Berufsleben je erlebt habe. Vielleicht schreibe ich einmal darüber, wenn der Alte tot ist. Als ich kündigte, drohte er mir mit Klagen, falls ich Kontakt zu seinen Geschäftspartnern und Kollegen aufnähme. Nichts liegt mir ferner, als mich mit seinen zwielichtigen Geschäftspartnern abzugeben.
