Deutsch
Oh, ich wohne jetzt schon seit einem Jahr und einigen Wochen in Deutschland! Welch eine ueberraschende Feststellung. Und dabei spreche ich immer noch ein Deutsch alsob ich gerade aus meiner Berghoehle runter ins Tal gekommen waere. Wie sehr ich mich auch bemuehe, mein Deutsch bleibt komisch und meine Rechtschreibung fehlerhaft. Ich will mich hierfuer entschuldigen. Ich habe schon einmal Besserung versprochen und tuhe dies nochmals. Ich schreibe dieses Tagebuch letztendlich ja auch um diese Sprache zu ueben. Oder vielleicht besser gesagt, sie zu lernen. Dabei faellt mir mein schlechtes Deutsch erst auf seit ich in Deutschland lebe, weil das was wir da in den Alpen sprechen, kann man wohl nicht als richtiges Deutsch bezeichnen. Und nachher habe ich fast ein Jahrzehnt lang kein einziges Wort Deutsch gesprochen. Hier muss ich sagen, dass mir die niederlaendische Sprache nur noch zusaetzliches Wirrwarr in meinen Wortschatz gebracht hat und ich dauernd von irgendwelchen Woertern spreche die niemand versteht. In der Schule bin ich ja nicht mehr richtig gewesen seit ich 14 war, da es mir wichtiger erschien, durch westeuropaeische Metropolen zu ziehen, um Haeuser zu besetzen, Steine zu schmeissen und mir die Birne vom Kopf zu saufen. Ich habe zwar immer viel gelesen und geschrieben, aber ich merke schon dass mir da ein ganzes Stueck an Bildung fehlt. Geschrieben habe ich sowieso immer nur in Kleinbuchstaben, und gelesen eigentlich auch. Um Grammatik und Rechtschreibung habe ich mich nie gekuemmert und das bisschen an Regeln das ich in den paar Schuljahren gelernt habe, gingen mit meinen ersten Joints schon in Rauch auf. LSD und Kokain weckten zwar das Interesse an die grosse Literatur, zogen mir jedoch den letzten vernuenftigen Gedanken durch die Ohren aus dem Hirn heraus.
Jetzt bin ich hier und mache alles wieder gut. Ich will ja noch ein grosser Dichter werden.
Nach einem Jahr in Deutschland sage ich schon nicht mehr “Lass uns frisch gehen” oder “Gib mir die Abstandsbedienung her”, und ich kenne den Unterschied zwischen laufen und gehen. Und ich gehe auch nicht mehr ueber rote Ampeln. Aber das Letzte hat nichts mit Sprache zu tun.
Dann kriege ich das mit der Rechtschreibung auch noch hin.
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Not to translate.

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