[Mittwoch, 23.6.2021 – Nationalschiessen, KP Boateng]

Meine Frau wollte heute Fussball schauen. Das Gedöns mit der UEFA und den Regenbogenfarben weckt offenbar das Interesse von fussballfernen Schichten. Vielleicht war das ja einfach ein kluger Schachzug des Marketingteams der UEFA.
Und so geschah es dann doch noch, dass ich mir ein Spiel ansah in dem Nationen um die Überlegenheit über eine andere Nationen streiten.

Ein paar Freundinnen haben Tickets für das Testspiel von Hertha gegen Babelsberg besorgt. Es ist erst am 10. Juli. Aber darauf freue ich mich. Dann beginnt der richtige Fussball wieder.

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Heute wurde die Rückkehr von Kevin Prince Boateng zu Hertha verkündet. Sportlich kann ich das nicht so gut einschätzen, habe da eher meine Zweifel, allerdings kann ich ihn mir gut vorstellen als den Joker, der in der 80. Minute reingeworfen wird, wenn die Mannschaft den Mut verloren hat, wenn man unbedingt noch dieses eine Tor braucht, die Köpfe aber alle gelähmt sind.

Die Story ist jedenfalls gut. Der Weddinger Junge, der Hertha am Anfang seiner Karriere in Richtung Tottenham verliess, dann über lange Wanderjahre in Italien, England, Frankfurt und sogar für vier Spiele bei Barcelona, vierzehn Jahre später, am Ende seiner Karriere zu seinem Heimatverein zurückkommt. Er sagt schon seit Jahren öffentlich, dass er zu Hertha und nach Berlin zurückkommen will.
Gestern dann, zeigt er sein neues Tattoo. Mitten auf der Brust zwischen all den anderen alten Tätowierungen: eine kleine Herthafahne. Genau mitten auf der Brust. Da gibt es tatsächlich diese Aussparung in der die Fahne passt. Als hätte er all die Jahre die Stelle freigehalten. Das ist fast schon Kitsch.

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