[Mittwoch, 21.7.2021 – weitermähen, Fabelwesen]

Heute habe ich dann weitergemäht. Am Ende vergass ich, die Strecke per GPS abzulaufen, ich weiss daher nicht genau, wie viele Meter ich heute vorangekommen bin, aber ich glaube es war eine ähnliche Strecke wie gestern, also weitere 70 Meter. Ich müsste mich auf der Hälfte des Weges befinden. Das geht leider sehr langsam. Für nächsten Sommer muss ich mir eine andere Lösung ausdenken. Eigentlich wollte ich einen Rasenmäher kaufen. Das Grundstück liegt mitten im Wald, es handelt sich also eher um Gras und weniger um Rasen, aber das müsste doch auch funktionieren. Und den Waldweg kann ich damit sicherlich auch irgendwie bearbeiten, auch wenn ich mit dem Mäher sicherlich improvisieren muss, weil der Waldweg sehr uneben ist und ich würde behaupten, dass Rasenmäher für gerade Oberflächen optimiert sind.
Es wird mit einem Rasenmäher aber trotzdem wesentlich schneller gehen als mit diesem rotierenden Grassschneidegerät. Doch meine Frau hat etwas gegen den Rasenmäher. Sie findet das verwilderte Gras ums Haus herum schön. Ich hingegen denke bei wildem Gras immer an Schlangen und Zecken und anderen Insekten die man nicht sieht, auf die man drauftretet. Es ist nicht so, dass das Haus von hohem Gras umgeben ist, am Anfang des Sommers kommt ein Bauer und mäht einmal das ganze Gras, aber danach eben nicht mehr. Ausser ich mähe es in meinen sporadisch auftauchenden Phasen der körperlichen Übermotivation. Dann greife ich zu einem rostigen, manuellen Rasenmähgerät, mit dem ich stundenlang über die Wiese laufe.

Nun, da wir am Samstag wieder nach Berlin zurückfahren, werden wir die Entscheidung Diskussion wohl auf nächstes Jahr vertagen.

#
Vom Rasenmähen habe ich tatsächlich Schmerzen an meinen Oberarmen, aber die Schmerzen sind nicht so stark wie erwartet, sondern eher ein Gefühl, das mir auf eine gute Art Sexyness vorgaukelt, weil ich das Gefühl habe, neue Oberarmmuskeln aktiviert zu haben und eine der erstaunlichen guten Sachen am Gewichtsverlust sind diese geilen Oberarme, die man kriegt wenn das Fett weggeht. Also echtjetzt. Ich mähe hier schwitzend im Tanktop im Wald herum und lasse meine Oberarmmuskeln spielen. Ich sollte in Testosteronreklame mitwirken.

#
Später wird man ein riesiges Insekt von meinem Tanktop pflücken. Ich bin hier schon öfter monströsen Insekten begegnet. Insekten, die ich noch nie gesehen habe. Insekten mit großen, haarigen Köpfen, oder exzentrischen Farben und dicken Beinen und großen Flügeln.
Es gibt hier ums Haus herum und unten beim Fluss viele große Insekten. Wenn ich mich aber noch tiefer in deren Gebiet hineinbegebe, wenn ich im hohen Gras stehe, fernab der Wege, zwischen den Bäumen. Wo manchmal das Sonnenlicht nicht durchzukommen scheint. Wo man nicht mehr richtig weiss, aus welcher Richtung die Geräusche kommen. Dann weiss ich wie nahe man Fabelwesen kommen kann.

#
Gegen 5 hole ich meine Frau und ihre Mutter aus Boras ab. Ich teste den zur Hälfte rasierten Waldweg. Ja, man kann ich schon befahren, trotz des hohen Grases. Es ist halt nicht ideal. Bei einem TÜV vor einigen Jahren, hat der Prüfer mehrere dicke Graskuchen aus der Unterseite meines Wagens gezogen und dabei die Augenbrauen hochgezogen. Ob das wirklich schlecht ist, kann ich nicht sagen. Hochgezogene Augenbrauen kann man so beurteilen und so beurteilen.

#
Auf Webseiten wird mir Werbung für Mähroboter angeboten. Das erzeugt Gefühle großen Ärgers in mir.

#
Eigentlich hatte ich heute ein Telefondate mit meiner Schwester. Sie konnte erst gegen zehn Uhr. Ich bekam aber Kopfweh und bat sie, unser Telefonat zu verschieben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.