[Mittwoch, 25.8.2021 – Brückenwächter, Herthablues]

Jetzt habe ich es nach den vielen Jahren doch tatsächlich geschafft, meine Größe an einem Morgen zu messen. Das lag vermutlich daran, dass der Bleistift, das Massband und der Buchblock noch von gestern an der selben Stelle lag und ich es deswegen einfach tat.
Das erstaunliche Ergebnis ist: morgens messe ich 1,5cm mehr als am Abend.

Es ist jetzt nicht so, dass ich mich zu klein fühle, aber ein bisschen größer sein wäre schon cool. Ich wäre gerne ein muskulöser, 195cm großer Fleischberg. Im Mittelalter wäre ich ein Brückenwächter am Anfang einer Brücke über eine tiefe Schlucht, die so tief ist, dass man den Abgrund nicht sieht. Wenn Könige und ihre Entouragen kämen, müssten sie mir Fragen beantworten. Fragen nach der Lieblingsfarbe zumbeispiel, oder nach dem Lieblingsclub.

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Ich brauche derzeit Herthapodcasts um die Niederlagen zu verarbeiten. Üblicherweise höre ich auf dem Fahrrad, wenn ich einkaufen gehe oder wenn ich mal in der Mittagspause alleine spaziere. Oder wenn ich in der Küche bin und Dinge mache.
Vorhin sass ich längere Zeit auf dem Schaukelstuhl in der Küche, mit den Kopfhörern im Ohr. Und liess mir meinen Herthablues wegtherapieren. Gegen Mitte der Woche geht es meistens wieder besser. Am Samstag spielen wir aber gegen die Bayern in München. Hertha hat das letzte Mal in 1977 dort gewonnen.

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Den Rest des Abends verbrachte ich an einem älteren, lustigen Text. Eigentlich wollte ich die Hausbesetzergeschichte überarbeiten, aber dann stiess ich auf diesen unterhaltsamen Text aus 2007, den ich damals etwas eilig hingeschrieben hatte. Ich werde ihn überarbeiten, einlesen und in den nächsten Tagen hier einstellen.

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