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Wenn man sich freiwillig meldet, auf der Arbeit den Kühlschrank zu säubern, nachdem er das ganze Wochenende offen gestanden hat, der schon seit Monaten derartig dreckig ist, dass im untersten Gemüsefach eine dickflüssige gelb-braune Brühe herumschwimmt, und wo sowieso lauter vergessene Speisen mit Verfallsdatum vom letzten Weltkrieg herumlungern, und die restlichen Kollegen bloss nachstopfen, wenn sie etwas kühlgestellt haben wollen, alsob sie keinen Geruchssin mehr hätten, wobei jeder von den Schimmelpilzen redet, diese aber nicht mehr zu sehen sind, weil sie irgendwo zwischen den Verpackungen im Dunklen wuchern, dann ist wirklich etwas nicht mehr ganz in Ordnung.
Wenn man sich freiwillig meldet diesen Kühlschrank zu putzen, und es als Erleichterung empfindet, endlich mal was anderes tun zu können, dann wird es wirklich Zeit sich einen anderen Job zu suchen.
(Huch, hab ich letztes Jahr nicht auch schonmal so etwas gesagt?)

mariong schrieb:
ja, das kenne ich doch, das habe ich auch schon mal gemacht,
und seitdem, das ist sicher schon 2 oder 3 Jahre her, und ich
bin noch im gleichen Job, haben alle Angst, ich würfe ihren Joghurt weg.
Nur weil ich damals alles mit Verfallsdatum > vor 4 Wochen wegwarf.
| 26. April 2005 — 08:44 | Permalink |
mequito schrieb:
Sie müssen aber zugeben, dass es durchaus eine heldenhafte Tat ist. Also mir hat es sehr viel Spass gemacht. Und nachher kann man grosse Geschichten von ekligen Gewächsen und chemischen Reaktionen erzählen. So erlebt man wenigstens noch etwas wenn man älter wird.
| 26. April 2005 — 09:15 | Permalink |
kid37 schrieb:
Ja, die kleinen domestizierten Abenteuer. ;-)
| 27. April 2005 — 18:47 | Permalink |
mequito schrieb:
Ich liebe ja das Pantoffelheldentum.
(das trifft natürlich nicht auf mich zu, nein, weil ich bin ein richtiger Held)
| 28. April 2005 — 10:12 | Permalink |