[Sa/So, 27./28.8.2022 – Bifteki, Kurve, Niederlage]

Total den Tagebucheintrag von gestern verschlafen. Gestern war ich einen langen Tag im Stadion und heute dermassen müde, dass ich eigentlich ständig penne. Nach dem Frühstückskaffee ging ich mit dem Tier in den Park, als ich zurückkam überliess ich das Tier meiner Frau und den Schwiegereltern und legte mich auf das Bett um kurz die Augen zu schliessen. Und plötzlich war fast Mittag. Zu Mittag lud uns der Schwiegervater zum Griechen ein. Dort ass ich ein superleckeres Bifteki mit Reis. Beim Anblick von Bifteki musste ich dann singen: “Ein belegtes Fleisch mit Käse! Käse!” und schon hatte ich einen Ohrwurm. Nach dem Mittagessen schauten wir Jurassic World und weil das Bifteki so riesig war, stellte sich mein Körpersystem auf Verdauung um, also wurde ich müde und veschlief den ganzen Film.

Aber was war am gestrigen Samstag eigentlich passiert? Wir schwänzten das Hundetraining und um 13 Uhr fuhr ich ins Olympiastadion zum Spiel gegen Dortmund. Eine Freundin hatte ihre 4 jährige Tochter bei sich, aber das war viel zu laut und überwältigend für die Kleine, also musste die Freundin mit dem Mädchen raus. Zur Halbzeit stellte sich die Geschäftsführerin eines bekannten berliner Taxiunternehmens neben mir auf den freigewordenen Platz und wir plauderten des Rest des Spieles über die Dinge. Seit ich in der Kurve stehe und nicht mehr in Block 2.1 kriege ich von den Spielen nicht mehr viel mit. Am Abend oder am nächsten Tag muss ich immer die Wiederholungen anschauen, damit ich verstehe, was passiert ist. Was ich dann auf den Bildschirm sehe, ist ein ganz anderes Spiel, als das, das ich in der Kurve vermutete.

Wir verloren 1:0. Trotz keines einzigen Sieges in der bisherigen Saison, ist die Stimmung im Verein weiterhin blendend. Die Ultras feiern die Mannschaft unbeirrt und auch in meiner Blase sind wir alle optimistisch gestimmt. Die Mannschaft lebt und gibt alles. Das ist vermutlich das Wichtigste. Es ist das, was in den letzten drei Jahren fehlte.
Dennoch müssen langsam auch ein paar Siege auf das Konto, sonst wird es irgendwann düster. Eigentlich nächstes Wochenende schon. Bisher spielten wir ausnahmslos gegen starke Gegner, jetzt kommt Augsburg, die erste Mannschaft, die wir auf dem Papier schlagen sollten.

Nach dem Spiel blieb ich noch lange am Rondell am Stadion und unterhielt mich mit Freunden. Gegen acht Uhr abends war ich zuhause. Ich glaube ich stand ganze 7 Stunden lang auf meinen Füssen. Zuhause setzte ich mich hin und wurde zu einer toten Kartoffel. Das schlimmste war am Abend das Stehen in der Dusche.

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Heute ist der letzte Tag meiner Schwiegereltern, morgen fahren sie wieder weg. Morgen wird um acht Uhr aber auch für vier Stunden das Wasser abgestellt. Daher sammeln wir alle verfügbaren Eimer und größere Gefässe zusammen und befüllen diese mit Wasser. Ich bin erstaunt darüber, wie wenige, grosse Wassergefässe wir besitzen. Eigentlich nur einen Eimer und das Vileda Bodenwischgefäss. Bodenwischgefäss, ich weiss nicht, wie man das sonst nennt.

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