10 Comments

  1. Sehen Sie, Herr Mequito: Ich bin genau der gegenteiligen Überzeugung. Frauen und Männer mögen verschieden sein, aber der Unterschied zwischen zwei Frauen oder zwei Männern kann mindestens so groß sein. Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, was Weiblichkeit ist. Wenn meine Weiblichkeit nicht der Geschlechterrolle entspricht, will ich sie trotzdem Weiblichkeit nennen dürfen. Ich stehe nachts bei einem verdächtigen Geräusch selbstverständlich selbst auf. Weiblich sein heißt für mich autark sein. Unter anderem. Ein Mann, der mich nur in der etablierten und instrumentalisierten Geschlechterrolle weiblich finden kann, nimmt sich sehr viel.
    (Und wenn Sie sich mal Seidenkostüm und Pumps von mir leihen wollen, spreche ich Ihnen noch lange nicht die Männlichkeit ab.)

  2. Klar, Geschlechterrollen können Spaß machen, wenn man mit ihnen spielerisch umgeht. Ansonsten muss ich eher Frau Kaltmamsell beipflichten. Wieviele Frauen hab ich schon getroffen, die ganz ernsthaft mit sich hadern, eben weil sie sich in vielerlei Hinsicht nicht mit ihrer Geschlechterrolle identifizieren können. Bei Männern das gleiche umgekehrt, genauso verheerend (ich spreche da auch aus eigener Erfahrung).

    Alle Eigenschaften können sehr wohl männlich sein als auch weiblich, solange der/diejenige sich wohl in der Haut als Mann bzw. Frau fühlt. Egal, ob jemand lieber Baumstämme oder Blumen wirft.

  3. Oh, so unterschiedlich finde ich unsere Ansichten bezüglich der Geschlechterrollen gar nicht, werte Kaltmamsell. Die Frau, die bei verdächtigen Geräuschen nachts aus dem Bett steigt, ist eine tolle Frau. Für mich hingegen ist es selbstverständlich, diesen Part zu übernehmen, irgendwo auch als Teil meiner Sexualität. Wenn die Frau das auch macht, sind wir zu zweit. Ich spreche damit hauptsächlich die Sicht des Mannes an, ohne die Frau in eine Rolle zwängen zu wollen. Interessant wird es wenn man Rollen des anderen übernimmt. Nicht umsonst ist eine schiessende Lara Croft ein grosses Bündel Sex.

  4. Feste Rollen taugen m.E. überhaupt nur dazu, damit zu spielen.

    Ich glaube aber trotz aller Unterschiedlichkeiten, daß Frauen damit weniger Probleme haben als Männer. Und das liegt eben daran, daß die schießende Lara von mehr Menschen als sexy wahrgenommen wird als Wesley in Pumps.

    Umso netter, daß bei mir zu Hause im Sommer die Jungs auch bunte Wickelröcke tragen und sich dabei nicht mal mehr komisch vorkommen, sondern sexy.

  5. sunja13

    Letzendlich hat doch jeder eine “Rolle” die er gerne spielt bzw. einfach ist. Zum Glück ist das bei jedem Menschen anders. Und jeser sucht etwas anderes. Je nach persönlichkeit findet man sich vielleicht selber sexy, wenn man in Turnschuhen und Jeans über den Zaun springt. Und vielleicht teilt sich die Welt nur in unterschiedlich gekleidete Zaunspringer. Vielleicht sollte man das Leute gleich fragen, wenn man sie kennenlernt. Wie springst du denn am liebsten über den Zaun?
    Dann weiss man gleich, woran man ist!

  6. Au ja, Herr Mek. Der Heckmeck um die Rollenumschichtung ist großer Kuhfladen. Sie sagen es wie es ist. Sexyness, das wollen wir doch alle. Und ich komm aus der Hotelbar, wo Schwedinnen, die aussehen wie Spanierinnen meinen Lieblingsbobdylansong auflegen. Ich weiß verdammt nochmal wovon ich rede!

  7. Klar wollen wir alle Sexyness. Aber wer was für sexy hält, ist eben doch sehr unterschiedlich.
    Ich beispielsweise kann kaum noch an mich halten, wenn ein hübscher Kerl enge Sachen und etwas Lidstrich trägt.
    Anzüge und Uniformen können noch so großartig geschnitten sein – nicht so mein Ding.

    Aber ich steh auch auf Frauen in kurzen Röcken, so ists ja nicht….

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