Versuch einer Kurzbio

Ein von mir sehr geschätzter Literaturverein (mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt) braucht eine Kurzbio von mir. Oh, nichts einfacher als das. Dachte ich:

Mek Wito, war Kuhhirte, Apfelpflücker, Hausbesetzer, wollte immer Löwendompteur werden. Er arbeitet heute in einem Büro.
1975 in den Dolomiten geboren, hat sonst nicht viel gemacht, ausser nicht zu studieren, nichts zu lernen und mit 14 die Schule zu verlassen. Als Kind fing seine Leidenschaft zum Schreiben schon an, als er lange Helden- und Gruselgeschichten schrieb, diese mit einem Umschlag und Zeichnungen vorsah und sie Mitschülern und seiner Lieblingslehrerin schenkte. Als er merkte, dass die letzten Helden schon lange den Löwen verfüttert waren, schrieb er, hoch enttäuscht, nur noch Gruselgeschichten. Bis er anfing sich selbst davor zu gruseln. Mit 19 veröffentlichte er einen Band mit Kurzgeschichten, Gedichten und Zeichnungen im Eigenverlag und finanzierte sich damit seinen kostspieligen Durst.
Nach langem Herumirren zwischen Milano, Padova, Berlin, Wien, Venedig, Paris und Zürich landete er in den Niederlanden wo er lange Jahre verblieb und versuchte sich zu festigen. Seine Häuser wurden ständig geräumt, was ihm heute noch als Ausrede für seinen unausgeglichenen Lebenslauf dient. In den Niederlanden publizierte er quer durch die subkulturelle Landschaft hindurch verschiedene Texte in verschiedenen (meist kurzlebigen) Blättern. Über mehrere Jahre hinweg schrieb er eine wöchentliche Kolumne über lokalrevolutionären Tratsch im subversiven Wochenblatt “Springstof”. Jahre später zog er nach Madrid und in jener Zeit fing er nach langjähriger deutschsprachiger Abstinenz, an, ein deutsches Weblog zu führen. Madrid wurde ihm irgendwann zu heiss und so zog dann nach Hamburg (Edit: Berlin), wo er heute lebt. In seinem Weblog schreibt er über Basilikumzucht oder über die Liebe. Je nach Resignation.

Dafür engagiere ich wohl besser jemand anders.

18 thoughts on “Versuch einer Kurzbio

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