die Missgeburt und der Arsch der es nie zu etwas bringen wird

Ach – das war eben das Pärchen, das neulich noch bei Michelina sass. Sie sassen sich gegenüber, er grosser Enddreissiger mit Ohrringen und Schnurrbart vor seinem Weizen (er hat zähnezeigend Whaitztztztzenn bestellt), sie blondgerührte Nutella-Dauerwelle, mit einem kleinen Bier (“kleines Bier bitte”). Er nannte sie Missgeburt, sie sei noch hässlicher und dümmer als ihre Mutter, und sowieso ihre Mutter, was für eine entstellte Sau, kein Wunder, dass so etwas wie sie (sowas wie Düüh) dabei herauskäme. Sie nannte ihn einen Arsch, einen miesen dreckigen Arsch der es niemals zu etwas bringen würde, nie, in seinem ganzen verfickten Leben nie. Sie sagte nochmal Arsch und nochmal Arsch, vervollständigte es wahlweise mit -Loch, ein Arsch der keinen mehr hochkriege, und mit hochkriegen meinte sie nicht den Arsch des Arsches, weil er ihr daraufhin versicherte, dass das kein Wunder sei, bei so einer hässlichen Missgeburt wie sie, im Haus.

Achja ach – das war eben das Pärchen, das neulich bei Michelina sass. Diesmal Hand in Hand bei der Sternbrücke.
Ich will gar nicht wissen wie er diese Sache mit der Missgeburt wieder geradegebogen hat.

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