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Auch die Kneipen sind nicht mehr das wofür sie früher mal da waren, so kann man sich nicht mehr einfach an den Tresen lehnen und den Unmut im Schnaps ertränken, miesgelaunt trübsälige Rauchkringel blasen, der Kellnerin traurige Lieder singen, nein alles nur noch Zielgruppe hier, das Volk der guten Laune.
Höchstens noch um halb drei Uhr nachts in einer siffigen Spelunke in einer der Reeperbahns finsteren Seitenstraßen, zwischen den gebrochenen Gläsern der zerbrochenen Herzen, aber den Liebesschmerz habe ich manchmal eben schon um 5. PEE-EMM. Her mit dem Schnaps.

nora schrieb:
Die Marktlücke:
Orte zum stilvoll leiden.
Dunkle Ecken, Schummerlicht. Leise Musik. Leere Flaschen.
Regen und Regen und Dunkelheit.
Sie haben eine Verbündete gefunden.
Die allgemeine Heiterkeit der Stiefel-Schnepfen (kurze Hosen im Winter! Anorexie – schick wie noch nie!) mit ihren Klon-BWLern (“und?” “Naja” “wofür interessierste dich denn so?” “hmm..naja” “lieste was?” “hmmm, tja” “und was machst du?” “BWL” “warum?” “mir ist nix anderes eingefallen”) macht mich ganz krank.
| 10. January 2007 — 16:59 | Permalink |
viktorhaase schrieb:
wie recht sie haben. ich fordere ein generelles lokalverbot weltweit für alle innenarchitekten! welch traurige gestalten haben denn so einen beruf erfunden?
| 10. January 2007 — 21:16 | Permalink |
mek schrieb:
Des Meks Unglück in Geld verwandeln. Das höre ich gerne ;)
Dann können wir auch diese unterfütterten Schnepfen vor dem
EitelkeitsHungertod bewahren.Aber Nora, seien Sie mal nichts so streng gegen kurze Hosen. Wein und Bein das reimt sich schließlich.
| 11. January 2007 — 07:30 | Permalink |
nora schrieb:
..”Wein auf Bein, das lass sein”. Äh. …ich meine DIE kurzen Hosen. Die Trendhosen. Bis übers Knie und dann mit Sockengummiartigemfortsatz, so dass man sie mit viel gutem Willen doch noch in den Aufspießstiefel stopfen kann.
| 11. January 2007 — 14:05 | Permalink |
mek schrieb:
Ich muss gestehen dieses Kleidungsstück nicht zu kennen. Obwohl ich ja sozusagen Spezialist bin. In Kurz. Nicht in Hosen. Äh. Oderso. Sockengummartigenfortsatz… Sie haben ja gewagte Kleidungsstücke da.
| 11. January 2007 — 21:41 | Permalink |
gegenglueck » Blog Archive » Katzensturm schrieb:
[...] Gestern Abend auf dem nicht mehr ganz so neugestalteten Grauen ein freudscher Versprecher: “Spießrutenplatz” (für Ortsunkundige: offiziell heißt das Spielbudenplatz) – angemessener Ausdruck, bevor nicht die hier bei Mek Wito geforderten Rehumanisierungsmaßnahmen für den Hamburger Kiez umgesetzt sind. Berlin könnte einen solchen Platz sicher auch gebrauchen, aber mit einer Dan-Brown-Straße wäre es dort vielleicht auch getan. [...]
| 12. January 2007 — 16:22 | Permalink |
nora schrieb:
Ja, das Grauen hat einen Namen: Sockengummiartigerfortsatz-an-knielangen-Hosen
Ich empfehle einen Einkaufsbummel durch Hamburger Trendgeschäfte – sicherlich werden Sie fündig.
| 12. January 2007 — 16:52 | Permalink |