Auch die Kneipen sind nicht mehr das wofür sie früher mal da waren, so kann man sich nicht mehr einfach an den Tresen lehnen und den Unmut im Schnaps ertränken, miesgelaunt trübsälige Rauchkringel blasen, der Kellnerin traurige Lieder singen, nein alles nur noch Zielgruppe hier, das Volk der guten Laune.

Höchstens noch um halb drei Uhr nachts in einer siffigen Spelunke in einer der Reeperbahns finsteren Seitenstraßen, zwischen den gebrochenen Gläsern der zerbrochenen Herzen, aber den Liebesschmerz habe ich manchmal eben schon um 5. PEE-EMM. Her mit dem Schnaps.

7 Comments

  1. Die Marktlücke:
    Orte zum stilvoll leiden.
    Dunkle Ecken, Schummerlicht. Leise Musik. Leere Flaschen.
    Regen und Regen und Dunkelheit.

    Sie haben eine Verbündete gefunden.
    Die allgemeine Heiterkeit der Stiefel-Schnepfen (kurze Hosen im Winter! Anorexie – schick wie noch nie!) mit ihren Klon-BWLern (“und?” “Naja” “wofür interessierste dich denn so?” “hmm..naja” “lieste was?” “hmmm, tja” “und was machst du?” “BWL” “warum?” “mir ist nix anderes eingefallen”) macht mich ganz krank.

  2. Des Meks Unglück in Geld verwandeln. Das höre ich gerne 😉
    Dann können wir auch diese unterfütterten Schnepfen vor dem EitelkeitsHungertod bewahren.
    Aber Nora, seien Sie mal nichts so streng gegen kurze Hosen. Wein und Bein das reimt sich schließlich.

  3. ..”Wein auf Bein, das lass sein”. Äh. …ich meine DIE kurzen Hosen. Die Trendhosen. Bis übers Knie und dann mit Sockengummiartigemfortsatz, so dass man sie mit viel gutem Willen doch noch in den Aufspießstiefel stopfen kann.

  4. Ich muss gestehen dieses Kleidungsstück nicht zu kennen. Obwohl ich ja sozusagen Spezialist bin. In Kurz. Nicht in Hosen. Äh. Oderso. Sockengummartigenfortsatz… Sie haben ja gewagte Kleidungsstücke da.

  5. […] Gestern Abend auf dem nicht mehr ganz so neugestalteten Grauen ein freudscher Versprecher: “Spießrutenplatz” (für Ortsunkundige: offiziell heißt das Spielbudenplatz) – angemessener Ausdruck, bevor nicht die hier bei Mek Wito geforderten Rehumanisierungsmaßnahmen für den Hamburger Kiez umgesetzt sind. Berlin könnte einen solchen Platz sicher auch gebrauchen, aber mit einer Dan-Brown-Straße wäre es dort vielleicht auch getan. […]

  6. Ja, das Grauen hat einen Namen: Sockengummiartigerfortsatz-an-knielangen-Hosen

    Ich empfehle einen Einkaufsbummel durch Hamburger Trendgeschäfte – sicherlich werden Sie fündig.

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