in Sataysauce dippen

Vergesst die Französische Revolution, der wahre Wendepunkt in der Geschichte war der Erste Weltkrieg. Durch die Niederlage im Ersten Weltkrieg blieb den Deutschen die indonesische Küche vorenthalten.

Es hätte anders kommen können: Wilhelm II. hätte die niederländischen Kolonien übernommen und man würde Samstags, mitten in Hamburg, anstatt Pizza und Pasta zu verschlingen, bei einem Teller mit mariniertem Fleisch und Gemüse in Kokussauce, gebratenem Kokus, pikantem Hühnchen in Sauce, Seroendeng, Kentang und das alles in Begleitung von geformten Matschreis sitzen.

Weil man aber der Strategie von Schlieffen dermaßen viel Vertauen entgegenbrachte, muss man heute ein paar Stunden gen Südwesten fahren. Das dachte ich mir so, als ich am Samstag bei Bojo Hühnchenspieße in Sataysauce dippte.

Bojo
Lange Leidsedwarsstraat 51
1017 NG Amsterdam

Einer der besten Indonesier der Stadt. Relativ günstig, unkompliziert, gemütlich und sehr sehr (sehr, sehr, …) lekker zubereitetes indonesisches Essen.

5 Kommentare zu „in Sataysauce dippen“

  1. Ohne klugscheißen zu wollen: Beim Revolutionsjahr haste nen Zahlendreher drin. :)Gern würde ich indes die Zeit zurückdrehen, in der Hoffnung, dass kein Erster Weltkrieg und stattdessen indonesisches Essen der Entwicklung meines Heimatlandes im 20. Jahrhundert gerade in der ersten Hälfte vielleicht eine weitaus erfreulichere Entwicklung hätten angedeihen lassen…

  2. Deutsch-Südwest würde noch uns gehören 🙂 Also würde Heino nie und nimmer verhindert worden sein.Und es gäbe Restaurants mit Herero-Kost, gebratenen Heuschchrecken und Wasser aus Staußeneier .

Die Kommentare sind geschlossen.

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