[6.5.]

Der leichte Gaumenschmerz von gestern, den ich aus Gründen der Irrelevanz nicht tagebuchgebloggt habe ist heute zu einem ausgereiften Abszess herangewachsen weshalb er jetzt relevant genug ist ihn zu bloggen. Hätte ich ihm gestern die nötige Aufmerksamkeit gegeben, wäre der leichte Gaumenschmerz möglicherweise ein leichter Gaumenschmerz geblieben. Der eitle Sonnenschein.
Meine linke Kopfhälfte tat weh und mein linkes Auge tränte. Somit habe ich meinen Gang ins Büro heute sein lassen und mich krank gemeldet. Bevor ich den obligatorischen Rundgang zu Arzt und Zahnarzt gelaufen bin, habe ich mir eine Nadel in den Gaumen gestochen, was ziemlich weh tat, und danach merkwürdig schmeckte, aber der akute Abszessschmerz, der war dann weg.
Die Zahnärztin will sich das demnächst aber trotzdem mal ansehen.

Karten für Max Goldt am Abend gehabt. Eine Lesung. K wurde krank, so bin ich mit Lisa ins Berliner Ensemble gegangen. Max Goldt war sehr unterhaltsam. Und auch lustig. Neben den üblichen Dingen die man über ihn sagt und kennt, fand ich beim Zuhören ja vor allem dieses unerwartete Zurückkommen auf den Ausgangspunkt, nachdem er sich in den Gedanken so formidabel hochgesponnen hat, dramaturgisch so wunderbar in Szene gesetzt. Das wirkt beim Lesen ja nicht so. Lisa hat viel gelacht. Und ich auch. Und mir beim Tippen dieser Zeilen gedacht wie sehr viel besser er das doch machen würde, dieses Tagebuchbloggen, und ja, genau: er wäre so der Supertagebuchblogger. Wenn er das bloß wüsste.

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