[2.6.]

Auch die Kaltmamsell und Nicwest bloggen jetzt Tagebuch.

Gestern hat überraschenderweise mein Vater angerufen. Unser jährliches Telefonat. Nicht dass wir ein schlechtes Verhältnis hätten, aber telefonieren finden wir beide irgendwie doof. Wir begnügen uns mit der Gewissheit Vater und Sohn zu sein, dass alles gut geworden ist und uns einmal im Jahr zu sehen. Die Zwiste von früher lassen wir nicht mehr zu, sie haben in unserer Vater-Sohn Beziehung nichts mehr zu suchen, wir haben verstanden wie sie funktionieren und was sie auslösen. Jetzt geht es nur noch um das Sein. Und manchmal wissen zu lassen, dass man einander das Beste wünscht.
Ich habe ihm davon abgeraten Internet anzuschaffen. Und war dabei ein wenig von mir selbst überrascht. Aber es würde sein Leben nicht bereichern, eher nur verwirren und er würde sich unter Druck setzen das Medium zu verstehen und es richtig zu gebrauchen. Der Mann geht in den Dörfern tanzen, mag Urlaub am Strand und hat es gerne wenn Menschen da sind. Zudem liest er nicht und hört keine Musik. Internet ist für ihn zuviel Meta. Außerdem bliebe es bei ihm DAS INTERNET und nicht das Medium womit er sich täglich die Nachrichten reinzieht, womit er seine Textdateien oder PDFs mit einem FYI versehen an den Freund schickt, womit er nach Musik sucht. Am Ende würde er sich eine vordefinierte Meinung annehmen und sagen: Ach das Internet, ist ja alles nur für Leute die zu viel Zeit haben.
Ich lasse ihn lieber im Glauben, das was ich mache, sei HokusPokus.

Ein schlapper Post Nummer 999. Jetzt bin ich aufgeregt.

3 Comments

  1. Mein Vater und ich telefonieren auch nur selten – dafür aber stundenlang, wir haben dann ja genügend Themen angespart. Fotografie, Computer, Technik. Zum Schluß dann die Frauen und Wünsche für die gegenseitige Gesundheit. Ich glaube, ich bin mal wieder dran.

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