[Mi, 6.5.2026 – simplicity in prose, Ringbahn, Tiergartenquelle]

Dummerweise komme ich dadurch schon seit Tagen nicht mehr zum Lesen. Dabei habe ich mir vor zwei Wochen Train Dreams von Denis Johnson gekauft, das neulich in einem Podcast (weiß nicht mehr welchen) besprochen wurde. Es behandelt die Lebensgeschichte eines Holzfällers und Tagelöhners auf etwa 80 Seiten. Die Geschichte soll sehr eindrücklich sein und wird als „clean and pure american simplicity“ in Prosa beschrieben. Sie wurde letztes Jahr verfilmt und erhält auf Rotten Tomatoes 95% Zustimmung. Eine Lebensgeschichte auf 80 Seiten. Das will ich unbedingt lesen.

Als ich das bestellte Buch abholte, dachte ich, ich setze mich in den Erkner und lese es bis zum abendlichen Zähneputzen durch. Aber dann kam mir KI dazwischen.

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Habe ich schon einmal gesagt, wie sehr ich es hasse, wenn man auf dem Ring in die Bahn steigt, sich in der Ringbahn wähnt, aber am Bahnhof Bornholmer merkt, dass man eben nicht in der Ringbahn sitzt? Nein, habe ich nicht.

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Vorgestern saß ich im Biergarten der Tiergartenquelle. Zwischen Tiergartenquelle und dem Biergarten verläuft eine durchaus befahrene Straße mit einer Ampel direkt vor dem Eingang. Der Kellner bringt die Speisen aus der Küche über die Straße hinüber zum Biergarten und die leeren Teller wieder zurück. Das geht den ganzen Abend so. Er wartet an der Ampel immer bei Rot. Weiß nicht. Diese logistische Ineffizienz. Mir würde sie den Spaß am Job verderben. Ich wäre aber auch ziemlich schnell Roadkill.

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