[Mo, 15.6.2026 – Regen, Sonnenbrand, Indonesisch]

Das Drachenbootrennen spürte ich heute dann doch in den Knochen. Das ging auch den anderen Kolleginnen so. Manche kamen vorbei und fragten vorsichtig: Spürst du das auch? Ich bejahte. Oberarme, Schulterpartien, Brust. Überall leichten Muskelkater. Aber nicht schlimm. Lustig fand ich, dass wir alle einen Sonnenbrand abbekommen hatten. Meine Erinnerung an den Sonntag ist nämlich eher von Regen und Kälte geprägt. Ich bekam den ganzen Tag lang meine Hände nicht richtig auf Temperatur. Und die Kleidung war immer leicht feucht. Es gab den ganzen Tag lang vielleicht drei Sonnenstrahlen. Diese drei hatten es offensichtlich in sich.

Aber ich weiß, wie heiß es am kommenden Wochenende werden soll. Fünfunddreißig Grad. Es beklemmt mich jetzt schon. Eigentlich möchte ich mich an jenen Tagen nicht bewegen, und erst recht keinen Alkohol trinken. Aber es ist Sonnenwende, eine Freundin hat zum Feiern eingeladen. Dann werde ich halt schlecht schlafen.

Heute aßen wir Gado-Gado. Das ist lauwarmer, indonesischer Salat mit Saté-Sauce. Unsere Berliner Nachbarin hatte das in Schweden für uns zubereitet und wir mochten das ausgesprochen gerne. Dafür schneidet man verschiedene Gemüse in feine Streifen und blanchiert sie. Dazu legt man ein gekochtes Ei oder Tofu oder was auch immer und man gibt Erdnusssauce darüber. Zugegeben: Mit Erdnusssauce schmeckt alles immer nach Erdnusssauce. Aber das macht einen Teil der indonesischen Küche aus. Neulich wurde mir ein indonesisches Restaurant in der Lychener Straße empfohlen. Ich werde es irgendwann probieren. Meine Frau und ich lieben die indonesische Küche. Leider war ich schon seit zwei Jahren nicht mehr in den Niederlanden und kam deswegen auch nicht mehr dazu, indonesisch zu essen. Das ist eine reflexartige Zuordnung. An indonesische Restaurants denke ich eigentlich nur, wenn ich in den Niederlanden bin. Ich gehe dann meistens ins „Blauw“. Wenn man das Wort Blauw in diesem Blog eingibt, erscheinen viele Einträge. Meine Frau und ich waren mehrmals da. Dazu gibt es auch diesen Text aus 2015.

Nun hat vor einigen Jahren auch eine Blauw-Filiale in Utrecht geöffnet, und man mag es kaum glauben, aber das Utrechter Blauw steht im Springweg, schräg gegenüber dem Haus aus dem Springweg-Buch. Im Buch erwähnte ich auf den ersten 20 Seiten beiläufig ein spanisches Restaurant, in dem wir spätabends noch Rotweinflaschen für 5 Gulden kaufen konnten. Statt des Spaniers ist heute das „Blauw“. Wegen solcher schicksalshaften Verbindungen werden Leute manchmal religiös.

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Und sonst so. Liest sich wie ein Filmplot:

1 Kommentar zu „[Mo, 15.6.2026 – Regen, Sonnenbrand, Indonesisch]“

  1. Ich fragte mich eben, ob der 2015er Text wohl [final destination] sein könnte.
    Nach Öffnen des Links sah ich meine Annahme bestätigt.

    „Wegen solcher schicksalshaften Verbindungen werden Leute manchmal religiös.“

    q.e.d.

    {Bei 2015 war ich mir nicht ganz sicher, aber tatsächlich habe ich dieses Text mehrfach gelesen.}

    Antworten

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