[Mo, 26.10.2026 – Goldkette, Hardy]

Zurück in Berlin denke ich immer noch gerne an das Wochenende zurück. Was ich in der Nachbetrachtung nicht mehr erwähnte, ist der Umstand, dass ich auf der Bühne eine geliehene Goldkette von Frau Klugscheißer trug. Da es sich um wertvollen Familienschmuck handelte, lag mir viel daran, sie nicht zu verlieren oder sie zu beschädigen. Als ich mich Sonntagfrüh nach der langen Nacht entkleidete, um mich ins Bett zu legen, kam unter dem Hemd die Kette zum Vorschein, die ich immer noch trug, weil ich sie offensichtlich nicht verlieren wollte. Deswegen traf ich Sonntagmorgen noch Frau Klugscheißer, die so freundlich war, zu mir ins Hotel zu kommen. Wir frühstückten noch gemeinsam, und ließen die letzten beiden Tage an uns vorüberziehen. Danach brachte sie mich durch den Regen zum Bahnhof, damit ich auch sicher und gut aufgehoben nach Berlin zurück führe.

Kinder in der Bahn. Uff. Ich bin kein besonders urteilender Mensch, aber manchmal kann man Eltern regelrecht dabei zusehen, wie sie ihre Kinder zu verwöhnten Monstern erziehen.

Meine Frau genießt die Strohwitwentage sehr, sie konnte mir dennoch genuine Freude über meine Rückkehr vermitteln. Ich war aber sehr müde. Abends schauten wir die zweite Staffel von Mobland, diese Serie mit Pierce Brosnan als irischem Mafiaboss in Nord-London und Tom Hardy als seinem Mann fürs Grobe. Tom Hardy spielt einen guten Mann fürs Grobe und er ist der einzig wirklich spannende Charakter in der Serie. Immer, wenn ich Tom Hardy sehe, laufe ich zu unserer Sportkiste und hole die Hanteln raus. Ich hätte gerne einen solchen Oberkörper wie er. Nicht seine Frisur. Nur seinen Oberkörper. Die Frisur hätte ich aber gerne von Pierce Brosnan.

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