[Mo, 2.11.2026 – Orangenkuchen, Randale, Genz]

Dann einen Orangenkuchen aus dem Internet gebacken. Dieses Rezept, das gerade umgeht, in dem zwei ganze Orangen samt Schale für eine Stunde gekocht und dann puriert werden. Diesen gibt man dann ein wenig Mandelmehl und Honig, sowie sechs Eier dazu. Rein in der Ofen und fertig ist. Soll gesund sein, aber das Rezept verfängt vor allem, weil es sich spektakulär ausgibt. Zwei ganze Orangen kochen und dann samt Schale purieren. Bämm.

Ich habe es probiert. Weil ich immer alles probiere. Den Orangenkuchen kann man machen. Er schmeckt nach Orangenmarmelade. Aber er klebt sich hinten bei den Mandeln fest. Kann man also nur mit Kaffee essen.

Ich habe auch Ketchup aus dem Internet gemacht: Tomatenmark | Knoblauch | Datteln und Apfelessig. Und mit etwas Salz. Das fand ich spannender. Es schmeckt aber nicht wie das, was man unter Ketchup erwartet.

Von den Ausschreitungen habe ich nichts mitbekommen. Mitarbeiterinnen von mir waren auf den Demos. Die Mischung ist offenbar noch etwas wild. Auch Trotzkisten sind wieder da. Aber ich unterschreibe aber alles, was Gen Z fordert. Dabei ist es mir auch egal, ob sie randalieren. Die Gefühle kann ich nachvollziehen. Nur wirkt es so, als müsse die Jugend nach den Vorkommnissen in Frankreich jetzt auch nachziehen, wobei es mir eher so vorkommt, dass die Medien und die Öffentlichkeit das herbeischreiben.

Gleich wie schon seit Tagen der Ausgang der Midterms in den USA herbeigeschrieben wird. Wird er die Wahl anerkennen? Was ist, wenn er die Wahl nicht anerkennt? Ja, das befürchte ich auch. Wenn man das so herbeischreibt, desensibilisiert man aber auch wieder die Öffentlichkeit. Hat man ja kommen sehen. Wusste man eigentlich ja schon.

Aber worüber schreibt man sonst? Orangenkuchen klebt ja auch nur an den Mandeln.

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