[…]

Ich hatte nicht vor, viel zu reden, doch nach vier gewechselten Sätzen hatte uns der Taxifahrer das Thema Hertha BSC übergeholfen, woraufhin er mir seinen verzweifelten Seelenzustand offenlegte, wie er nachts nicht mehr schlafen könne, wie diese Mannschaft seine Wochenenden ruiniere, sein Leben ruiniere, wie die Arbeitskollegen ihn am Montag immer auslachen, wie man noch einen Spielverzögerer namens Ottl in der Mannschaft aufstellen könne, wie man diese Abwehr überhaupt noch Abwehr nennen könne, wie sie sich erlaubten, für ein unverschämtes hohes Spielergehalt, Menschen das Leben zu versauen.

Am Anfang versuchte ich zu relativieren, ich merkte aber schnell, besser in das vorbeiziehende Brandenburg hinauszuschauen.
Die Saison geht dem Showdown entgegen.

2 Kommentare zu „[…]“

  1. Mir fallen ganz andere ein, die für unverschämt hohe Gehälter jede Menge anderen Menschen das Leben versauen. Manchmal scheint mir aber, dass darf man – zumindest im Ruhrgebiet – nicht so laut sagen…

Die Kommentare sind geschlossen.

Falls du auf diesen Beitrag mit einem Artikel auf deiner eigenen Webseite geantwortet hast, kannst du hier die URL deines Beitrags eingeben. Dabei sollte es sich um die Permalink-URL handeln. Deine Antwort wird dann (möglicherweise nach der Moderation) auf dieser Seite angezeigt. Falls du deine Antwort aktualisieren oder entfernen möchtest, aktualisiere oder lösche deinen Beitrag auf deiner eigenen Webseite und gib die URL des Beitrags erneut ein. (Erfahre mehr über Webmentions.)