[tagebuchbloggend 21.1.]

Als gestern, nach sechzehn Tagen zum ersten mal, plötzlich und unangekündigt, die Sonne auf Berlin herunterschien, schauten wir im Büro ziemlich wundernd und etwas träge aus dem Fenster. Es blendete uns. Wir machten alberne Witze darüber. Die Sonne ging nach zwanzig Minuten wieder. Die albernen Witze blieben.

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Am Abend haben K und ich die Tiger Lillies im Berliner Ensemble gesehen. Oder nennt man das, das Theater am Schiffbauerdamm? Ich habe das mit der Bezeichnung des Brecht-Theaters noch nie ganz verstanden, und die umständliche Auslegung auf Wikipedia nervt mich. Ich will jetzt gar keine fundierte Betrachtung der World’s foremost Death Oompah band aufschreiben, ich habe sie schon so oft gesehen, ich höre sie schon so lange, ich mag sie immer noch so gerne. Was ich aber unbedingt empfehlen kann: die Tiger Lillies im Berliner Ensemble. Gerade wenn das Licht im Saal ausgeht und nur noch die Bühnenlampen, den überladenen Barock im Saal, so zwielichtig anleuchten, und die drei Musiker, total grotesk in ihrere Erscheinung, ihre Lieder spielen. Dann wird alles plötzlich wunderbar unzeitgemäß.

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Nachher hat mir K zuhause die Tindersticks vorgeführt, sie sagte, tolle Band sei das, im März kämen sie in die Stadt und sie würde Karten kaufen. Sie sang die Lieder mit. Ich schaute ihr dabei zu. Sie gefielen mir.

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