Eintrag #600 und was soll ich bloss lesen?

Eigentlich mag ich ja keine Jubileen. Die bringen Unglück. Und alkoholbedingte Kopfschmerzen. Aber da ich jetzt bei Eintrag Nummer 600 angekommen bin und ich dieses Weblog nun seit zwei Jahren führe, bin ich gerade etwas nachdenklich geworden und habe mal eine mathematische Bilanz gezogen. 600 Einträge über 730 Tage verteilt macht optimistisch gerechnet sechs Einträge pro Woche. Das ist gut. Gerade so, dass ich noch ein wenig Freizeit habe und auch wieder genug um kein Wochenendblogger zu sein. Laut einer etwas pessimistischeren Rechnung wären das fünf Einträge pro Woche. Nicht ganz so toll, aber auch das würde mir reichen. Weil ich aber ein ganz cleverer Bursche bin, habe ich es ausgerechnet: 5,7851239669421487603305785123967 Einträge pro Woche. Ich bin ein Optimist, ganz klar.

Aber ich labere… was ich eigentlich sagen wollte:

Jetzt stehe ich vor dem Dilemma, dass die werte Modeste mich gefragt hat, im Januar auf einer Berliner Lesung vorzulesen. Zusammen mit anderen geschätzten Schreiberlingen natürlich, daher muss ich mir kein Abendfüllendes Programm aussuchen, sondern bloss einzweidrei Texte.
Allerdings habe ich keine Lust mir aus diesen 600 Texten selber einen auszusuchen, da ich eh nur die elendigen Heulgeschichten auswähle und ich eigentlich lieber ein bisschen Rocknroll lesen möchte. Weil ich keinen Rocknroll schreibe überlasse ich die Wahl dem Publikum, schliesslich wisst ihr besser, wofür ihr hier jeden Tag vorbeikommt. Die Urne ist in den Kommentaren.

(dies ist ein Aufruf zur Stimmenabgabe)

18 Comments

  1. Der ****weiler

    Herzlichen Glückwunsch zur Einladung!

    Ich würde ja gerne 1 : Bremen oder Berlin hören.

    Wenn jemand eine Aufnahme macht, könnten sie eine Kopie hier einstellen?Das würde mich sehr freuen (und andere wohl auch).

  2. Oh, die Sache in Bremen! Das ist ja ein ungewöhlicher und vergessener Vorschlag. Vielleicht gar nicht schlecht. Und ja die Berlingeschichte… das ist halt eben so ne Heulgeschichte. Aber, wenn ich es mir so überlege, falls die Lesung im Prenzlauer Berg stattfindet, vielleicht sogar sehr passend. Mal sehen.

  3. “Berlin”. Oder einen Teil der Familiensaga mit den ganzen Verwandten. Das ist so schön exotisch.
    [Wann ist die Lesung denn? Nich zufällig um Silvester rum? ;-)]

  4. Unbedingt etwas aus Südtirol oder Italien! Vielleicht der Rom-Text? oder die Bullen mit dem hakenkreuz-Grafitti in Bozen? Oder diese grandiose Fressgeschichte einmal durch das heimatliche Tal.

  5. Siehe da, es kommen wirklich ungewöhnliche Vorschläge.
    Werte Kaltmamsell, klar: Unterhose an. Aber nur wenn Sie den Schnaps mitbringen.

    An den Herrn Weiler: ich gucke gerade nach den technischen Möglichkeiten einen Audiostream von der Lesung zu realisieren. Sie kennen nicht zufällig jemanden mit ganz irre viel Bandbreite?
    Oder dachten Sie eher an sowas?
    Videostream wäre übrigens auch nicht schlecht 😉

  6. Der ****weiler

    Werter Herr Mek,

    Irgendwer wird schon Bandbreite haben; ich frage mal vorsichtig herum. (Ich habe leider nur 386 kBit upstream; die können sie aber gerne haben.)

    Ich hatte auch eher an ein ganz normales mp3ogg gedacht.

    Die “Fressgeschichte einmal durchs heimatliche Tal” fände ich auch nicht schlecht.

  7. Ich kann auch so singen, dass es richtig weh tut. Man muss ja nicht gleich übertreiben. Überdies will man auf Dauer ja nicht das gute Publikum verlieren.

    Herr Weiler, das mit der Bandbreite hat sich geklärt. Ich habe eine äusserst interessante Technologie entdeckt: PeerCast. Livestreamen mit dem Peer to Peer Protokoll. Das nenne ich ethisch und technologisch sehr ausgefeilt. Mal sehen ob es funktioniert.

  8. es geht auf vollmind zu, ich träume wieder extrem lebhaft.
    letzte nacht habe ich eine geschichte von dir gelesen, und die hieß “july”.
    ich weiß leider den inhalt nicht mehr, aber ich hab dich direkt angerufen und gesagt, dass du unbedingt diese lesen musst, unbedingt.
    solltest du “july” also noch nicht haben, dann schreib sie bitte, schnell.

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