[Di, 24.3.2026 – Höhö-Gelaber, Weisskrautpesto, Nationalbibliothek]

Das Bedürfnis, mich von Männern distanzieren zu wollen. In der Bahn, im Supermarkt, auf der Straße. Ich meine: Ulmen saß zehn Jahre lang neben seiner Frau auf dem Sofa, während er mitbekam, wie sie sich von vermeintlich fremden Männern da draußen im Netz terrorisiert fühlte, und er davon sprach, ein Feminist zu sein. Er entschuldigte sich offenbar mit der Begründung, dass er da so einen Fetisch habe. Aber das ist halt kein „Fetisch“.

Ich kenne dieses empathielose Höhö-Gelaber über Sex, wenn Männer unter sich sind. Es passiert nicht oft, und es ist ein gewisser Typus Mann, von dem das immer ausgeht. Da schreitet aber nur selten jemand dazwischen. Viele wenden sich ab. Manche bleiben aber. Es ist eine stille Zustimmung. Als Chef fiel es mir natürlich immer leicht, das zu unterbinden, aber dann heißt es: Ist doch nur Spaß. Die Botschaft, die ankommt, ist: Chef ist prüde. Und ich weiß auch, dass es ohne mich weiterhin passieren wird.

Wir reden zu wenig über Sex. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Und sonst habe ich Weißkrautsalat mit Knoblauch und Basilikum gegessen. Es war eine Idee meiner Frau. Es schmeckt wie kalte Pestonudeln. Aber ohne die Kalorien.

Ich sagte mehrmals so Sachen wie „Woah!“.

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Beim Suchen nach dem Springwegbuch im Internet habe ich gesehen, dass die Novelle jetzt auch im Katalog der Nationalbibliothek geführt wird. So ein Archiv ist atomkriegssicher, oder? Woah!.

Und jemand führte in ihrem Jahresrückblick die Novelle als das überraschendste Buch in 2025. Das zu lesen, freute mich wirklich sehr. Eine Überraschung zu sein, ist eine gute Sache.

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1 Gedanke zu „[Di, 24.3.2026 – Höhö-Gelaber, Weisskrautpesto, Nationalbibliothek]“

  1. Es gibt Deine Novelle sogar zweimal: Im Standort Frankfurt und in Leipzig. Wenn Dein Bundesland ein entsprechendes Gesetzt hat, steht sogar in Pflichtexemplar in Deiner Landesbibliothek.

    Ja, es fühlt sich toll an, wenn das eigene Werk in der DNB steht. 🙂

    Antworten

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