[Do, 26.3.2026 – Horrormatinee, gute Lebensführung, gute Vorsorge]

Die neue Serie mit dem Titel „Something very bad is going to happen“. Das ist, als hieße ein Restaurant „We’re cooking something really nice for you.“
Würden wir ja auch sofort hineingehen. Nach vierzig Minuten fing uns die Geschichte aber nicht richtig ein. Ich war auch noch etwas unkonzentriert wegen der letzten beiden Arbeitstage, die etwas anstrengend gewesen sind. Also vertagten wir es aufs Wochenende. Sonntagvormittags. Horrormatinee.

Inzwischen kam ein Brief vom Bundesamt für Justiz. Ein Umschlag mit diesem Absender sieht ungeöffnet ja sehr furchteinflößend aus. Es war aber nur das Führungszeugnis, das ich beantragt hatte. Eine Anforderung meines neuen Arbeitgebers. Ich frage mich, ob man da nicht einen neutraleren Absender verwenden könnte. Ministerium für Schandtaten oder so was. Mit einem Pudel als Logo.

Die wichtigste Botschaft des Führungszeugnisses steht auf der Brust des deutschen Adlers: „Keine Eintragung“

Was ist sonst noch passiert?

Ich fahre viel mit der S-Bahn und müsste endlich Termine für die Krebsvorsorge organisieren. Haut, Darm und Prostata. Mir war nicht klar, dass man bei Prostatauntersuchungen mit dem Finger von innen ertastet wird. Kann man das denn völlig losgelöst von sexuellem Kontext mit sich machen lassen? Es gibt ja Dienstleisterinnen und Clubs, die das für einen mittleren dreistelligen Betrag in den Abendstunden anbieten, aber ich denke nicht, dass die Krankenkasse das bezahlt. Und ob die Prostatakrebs erkennen können, würde ich auch bezweifeln. Meine Frau sagt, ich solle mich nicht so anstellen, Frauen ließen ähnliche Untersuchungen schon seit Teenagerjahren über sich ergehen. Damit hat sie selbstredend recht, aber ich finde es ja schon gewöhnungsbedürftig, von Profis massiert zu werden, meine Fallhöhe ist halt sehr, öhm, hoch. Das wird noch lustig. Meine Frau sagt: Immerhin hast du dann guten Blogcontent. So sicher bin ich mir da aber nicht.

2 Gedanken zu „[Do, 26.3.2026 – Horrormatinee, gute Lebensführung, gute Vorsorge]“

  1. Meine Information von Männern, die älter sind als ich: Es geht auch ohne die „große Hafenrundfahrt“, wenn der Arzt technisch aktuell aufgestellt ist. Quelle dafür sind allerdings nur bierselige Unterhaltungen. In Zeiten von LLMs vielleicht trotzdem nicht die schlechteste Quelle?!?

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  2. also: bei der Musterung in Deutschland für den Wehrdienst wurden seinerzeit meine Klassenkameraden am Hoden untersucht. so wie ich den aufgeregten berichten entnehmen konnte fand das niemand besonders erregend. also der sexuelle Kontext war natürlich dass es die Hoden waren, daher die Aufregung und das Gegacker. finde Abstriche bei der Frauenärztin gänzlich unerotisch. außerdem ist es schmerzhaft. glaube auch dass das mit der Prostata nicht anders sein wird. da zieht sich jemand den du nicht näher kennst und dem du auch nicht romantisch zugetan bist einen Handschuh an und drückt möglichst sachlich in deinem Hintern herum. vielleicht wenn man einen besonderen Fetisch dafür hat. aber peinlich weil es halt der Hintern ist ist was du vermutlich ausdrücken willst. Naja. angenehmer als Prostatakrebs. hab übrigens einen Proktologen, der kein bärtiger grimmiger Mann ist sondern ein lustiger Österreicher. auf Wunsch die Details. 3 Monate Wartezeit.

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