Habe ich mich schon einmal über Blitzer beschwert? Nein, habe ich nicht, es kommt mir wesensfremd vor, wenn ich mich über Blitzer beschwere.
Aber von der Autobahn runter nach Prenzlauer Berg gibt es am großen Autobahnzubringer diese Kita, in deren Umfeld man vermutlich schon lange 30 km/h fahren muss, aber erst seitdem dieser Blitzer dort steht, halten sich die Menschen auch daran. Das Problem mit dieser Straße ist, dass sie überhaupt nicht wie eine 30er‑Straße aussieht, zumal man direkt von der Autobahn herunterkommt. 130 -> 100 -> 70 -> 50. Man ist es ja gewohnt, auf unfassbar langsame 50 herunterzudrosseln. So ist das immer nach Autobahnen. Ich fragte mich im letzten Jahr aber oft, warum die Autos ein Stück weiter stadteinwärts plötzlich auf noch unfassbarere 30 abbremsten. Wenn es irgendwie ging, überholte ich an dieser Stelle.
Bis schließlich alle paar Wochen ein Strafbrief in meinem Postfach landete. Danach sah ich dieses 30er-Schild dann auch.
Natürlich will ich mich nicht über den Blitzer beschweren. Ich bin ja für achtsames Autofahren, vor allem zum Schutz von Kindern, und überhaupt hasse ich Autos, wenn ich nicht gerade in einem sitze.
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Seit einigen Wochen ziehe ich meine Chats nach Signal um. Wenn ich jemanden anschreibe, schaue ich zuerst, ob der Kontakt auch in Signal ist. Wenn ja, schreibe ich die Person nur noch auf Signal an. Sobald ich diese Personen anschreiben will, tappe ich trotzdem immer zuerst auf WhatsApp. Das Internet weiß bereits: Das nennt sich Muskelgedächtnis. Und ich bin nicht der einzige.
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Ein Handwerker braucht meinen Wohnungsschlüssel, um einem möglichen Leck in der Wasserleitung nachzugehen. Es ist ein netter Typ, berlinert, er gibt mir seine Nummer. Auf Telegram erscheint er mit dem Usernamen @Jihad.
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Alexander Krumeich ist in Utrecht und hat das Haus am Springweg aus der Novelle fotografiert.
Interessanterweise gibt es auf dem Foto eine Lichtöffnung an jener Seite des Hauses, die auf das Gelände des „Duitse Huis“ zeigt. Ich würde behaupten, dass man das erst nach der Sanierung eingebaut hat. Sonst hätten wir nach dem zweiten Brand nicht das Gelände inspizieren müssen.
Dabei fällt mir ein, dass ich das Buch auch wieder als E‑Book auf Tolino etc. publizieren wollte. Momentan ist es nur bei Amazons KDP gelistet. Wenn man bei KDP mitmacht, muss man es dort exklusiv anbieten. Von Tolino war ich doch etwas enttäuscht, weil es dort genau ein (1) Mal verkauft wurde. Während bei Amazon KDP doch häufig ein paar Leute darin herumblätterten. Man kann im Dashboard tatsächlich sehen, wie viele Seiten jemand las. Als ich nach den enttäuschenden Verkäufen auf Tolino beschloss, wieder ins KDP-Programm zurückzukehren, hörte das Interesse dort aber auch auf.
In den letzten Monaten erhielt ich allerdings ein paar Anfragen, ob sie das E-Book für ihren Tolino nicht einfach direkt bei mir beziehen können. Via E-Mail. Das machten wir dann so. Aber jetzt kann ich es auch wieder offiziell bei Tolino publizieren. KDP bringt ohnehin nichts mehr.
Das Hörbuch ist eigentlich auch schon seit einiger Zeit fertig. Allerdings fehlt mir noch das Intro, das ich von einer Freundin einsprechen lassen wollte. Sie ist professionelle Sprecherin und hat eine wirklich sehr schöne Stimme. Die möchte ich auf meinem Hörbuch haben. Sie wird nur drei Sätze sagen: „Springweg brennt. Eine Novelle von Markus Pfeifer. Gelesen vom Autor selbst.“ Weil ich momentan unter der Woche aber immer in Hamburg bin, schaffen wir es schlichtweg nicht, einen Termin zu finden. Aber ab März bin ich wieder hier.