[Mi, 1.7.2026 – labberige Saison, umsortieren]

Im Sommer muss ich einfach früher ins Bett, weil ich immer um fünf Uhr herum aufwache und nicht mehr schlafen kann. Gehe ich früher ins Bett, schlafe ich früher ein, aber ich wache um fünf Uhr auf. Gehe ich um 1 Uhr ins Bett, bin ich auch wieder um 5 Uhr wach. Das liegt wohl am Licht. Es hilft auch nichts, das Verdunkelungsrollo herunterzuziehen, das Sommerlicht muss sich irgendwie mit Schwingungen aus der Metaphysik behelfen, um mir um fünf Uhr den Schlaf wegzunehmen. Nur gestern war der Nachbar mit seinem Sex schuld. An allen anderen Tagen aber nicht.

Heute setzten wir uns mit meinem Schwager ins ByeByeCavaliere. Zuvor hatten wir einen zwei drei Aperol Sprizz bei Backaro getrunken. Nach der Abkühlung ist es nun perfektes Sommerwetter. Es ist warm genug, dass man schlecht gekleidet mit Birkenstocks und labberigen, kurzen Hosen draußen sitzen kann, aber nicht mehr so heiß, dass man klebt.

Am letzten Wochenende räumte ich übrigens Dinge um. Von Schreibstischschrank zu Schreibtischschrank. Da kommen viele alte Erinnerungen zum Vorschein. Alle meine Notizbücher zwischen 2007 und 2013. Damals schrieb ich unfassbar viel per Hand in diese Notizbücher hinein. Heute habe ich immer noch meistens ein Notizbuch dabei, aber ich schreibe nur noch Notizen. Entsprechend langsam füllt es sich auch. Und ich fand meinen alten Mitarbeiterausweis aus 1999 bei SUN in Amersfoort. Da habe ich wirklich gerne gearbeitet. Ich kann meine Personalnummer immer noch auswendig. Aber nur auf Englisch. One one five one two nine. Ich kann auch noch meine Durchwahl. One five four five seven. Damals trug ich oft große Ohrringe. Zu schwarzen Hemden und schwarzen Sakkos. So würde ich immer noch gerne aussehen. Aber im Alter geht das nicht mehr. Außer man spielt bei den Bad Seeds.

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