Mit unseren Freunden gingen wir schließlich ins Spionagemuseum am Leipziger Platz. Ich war dort einmal mit meiner Schwester und ihren Kids. Die fanden es super. Die Kinder meiner Freunde sind jetzt im Alter meiner Neffen von damals. Auch die beiden fanden es super. Mir fiel diesmal etwas negativ auf, dass der allergrößte Teil sich mit den historischen und technikgeschichtlichen Teilen der Spionage befasste, wovon Berlin natürlich aus einem reichen Schatz bedienen kann, aber erst ganz zum Schluss eine einzige Tafel einen zeitgenössischen Schlenker machte. Da ging es um Snowden. Mehr bekam ich nicht mit, weil sich um die Tafel eine Schulklasse drängelte. Es ist nicht unbedingt eine Schwäche des Museums, gegenwärtige Spionage ist schlichtweg nicht ganz einfach darzustellen. Irgendwelche hackenden junge Menschen mit einer tief ins Gesicht gezogenen Hoodiekapuze kann man heute auch nicht mehr bringen. Und Facebook, Google, Palantir und Anzeigen-Tracking-Netzwerke sehen halt optisch nicht gut aus.
War aber dennoch gut. Sie haben die ganzen Spiele noch einmal schöner gestaltet. Der Verhörraum mit den Lügendetektoren und der Laserparkour sehen schon beinahe so aus wie Filmsets.
Am Abend nahm ich dann die letzte richtige Dusche für die nächsten drei Wochen. Morgen früh fahren wir los.
