Gestern wachte ich zu den Ergebnissen der Midterms auf. Es geht mir auf die Nerven, wie sehr mich das beschäftigt. Die Zahlen freuten mich dann schon. Als ich meine Frau mit einem Kaffee weckte, sagte ich gleich: Die Midterms sind gut gelaufen. Ich dachte, es ist gut, wenn sie positive Nachrichten erfährt, bevor sie selbst danach sucht und beim Suchen ihres Telefons zuerst Zweifel und Hoffnung durchleben muss, bis sie die guten Nachrichten erfährt. Ich wollte ihr den emotionalen Umweg ersparen.
Ihre Reaktion: Warum sagst du mir das?
Ich so: Um dir den emotionalen Umweg durch Zweifel und Hoffnung zu ersparen.
Es war aber sehr früh. Ich glaube nicht, dass sie meine edle Absicht verstand.
Es wundert mich, dass Ricotta nicht eine größere Rolle im Leben aller Menschen spielt. Morgen kommen Freunde zum Essen vorbei. Für den Brotaustrich mixte ich ein paar Kürbisse mit etwas Rosmarin zu einem Brei zusammen, dem ich dann Ricotta beimischte. Bevor ich die Ricotta hinzugab, musste ich sie vorkosten und noch einmal vorkosten. Es blieb dann nicht viel übrig, sodass ich eine zweite Packung öffnen musste. Der übriggebliebene Rest der zweiten sollte dann in den Kühlschrank, aber ich weiß nicht. Im Kühlschrank steht solch ein Rest doch auch nur nutzlos rum.
„Hertha Bayern“ habe ich hier als Notiz stehen. Vermutlich bezog sich das auf die Pokalauslosung. Well. Wir spielen am 1. Dezember gegen den FC Bayern in München. Jemand scherzte: Endlich ein Gegner auf Augenhöhe. Das fand ich lustig. Ist die richtige Attitüde.
Sollten wir verlieren, dann weiß ich endlich wieder, wie sich das anfühlt. Wobei. Am Samstag spielen wir gegen Volkswagen Wolfsburg. Da könnte unsere Unbesiegbar-Serie vielleicht schon reißen.
Wenn Hemden von mir herumliegen, zieht meine Frau sie der Hündin an:

