[Mi, 22.11.2023 – in der Zahnarztpraxis, Hündin an andere Wohnung gewöhnen]

Zu Mittag hatte ich wieder einen Termin bei den Damen, die Herrpfeiferhihi sagen. Das sind die Damen in der Zahnarztpraxis. Heute stellte ich fest, dass ich da wirklich gerne hingehe. Sie sind immer sehr gut gelaunt und freundlich. Auch heute wieder. Ich war zu spät dran, weil ich getrödelt hatte. Deswegen rief ich 5 Minuten vor dem Termin an, dass ich mich um zehn Minuten verspäten würde. Die Dame am Telefon gab sich betont wohlwollend: aber Herr Pfeifer, das ist doch schön, jetzt wissen wir, dass sie zehn Minuten zu spät sind, dann ist doch alles gut.
Das sagte sie tatsächlich so.

Als ich ankam, eilte als erstes die Frau der Prophylaxe zu mir und sagte, es sei schön, dass ich wieder einmal da sei, dann liess sie mich für ein paar Minuten bei den anderen Wartenden Platz nehmen. Danach lief ich am Behandlungszimmer vorbei und die Ärztin schaute aus ihren Büchern auf und winkte mir zu. Und dann begegnete ich der Assistentin, die sagte: hallo Herrpfeiferhihi.

Die Frau der Prophylaxe nahm mich als erstes in die Mangel. Sie ist eine kleine, kugelige Frau mit einem altmodischen, aber an Amy Winehouse erinnernden Dutt. Ich erkundigte mich nach ihrem Sohn, der war ja Veganer geworden, sie sagte, sie hätte jetzt selbst Hafermilch probiert und sie meinte, das sei schon sehr lecker und sie kaufe gar keine Kuhmilch mehr, man könne ja schliesslich den Kühen keine Kälber wegnehmen und die mit Milchpulver füttern, das ist doch eigentlich pervers.

Als die Zahnärztin kam, musste ich es heute mal so sagen. “Ich muss das jetzt mal so sagen, Frau Doktor”. Sie hielt bereits die Werkzeuge in der Hand. “Bei Ihnen sind alle immer durchgehend freundlich und gut gelaunt. Ich finde das wirklich schön.”
Die Ärztin bedankte sich, die Assistentin wurde rot. Die Zahnärztin setzte natürlich trotzdem ihr Werkzeug in meinen Schädel. Das ist Teil des Deals.

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Am späten Nachmittag war ich mit der Nachbarin vom Nebenhaus verabredet. Wir wollten die Hündin mit der Wohnung vertraut machen. Damit ich sie ab und zu dort abgeben kann. Die Nachbarin hat immer wieder mal freie Monate, wo sie viel Zeit hat, einen Hund aufzunehmen. Ausserdem wünschen sich ihr Sohn und ihre Tochter einen eigenen Hund und so stellt meine Hündin einen guten, temporären Kompromiss dar.

Die Idee war es, wie damals mit Frau Casino, dass ich die Hündin bringe und dann für eine halbe Stunde weggehe. Das tat ich und es funktionierte einwandfrei. Sie ist so entspannt, das macht es einfach.

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