[Do, 23.11.2023 – Wilders, Cider]

Der Morgen begann mit Kaffee und dem Wahlsieg von Wilders in den Niederlanden. Wilders kam erst ins Bild nachdem ich aus den Niederlanden weggezogen war. In meinen letzten beiden niederländischen Jahren 2001/2002 gab es bereits eine ähnliche Figur namens Pim Fortuyn, ein charismatischer Islamhasser aus dem rechten Spektrum, der allerdings einen ungewöhnlichen Mix an Standpunkten vertrat. So stand er gegen die Monarchie, was in den Niederlanden eine ungewöhnliche Position war, und er setzte sich gegen die multikulturelle Gesellschaft ein, aber dafür warb er wiederum für eine offene Gesellschaft. Sicherlich auch, weil er selber schwul war. Ausserdem versprach er dem Volk, dass man nach der Wahl wieder Tierpelze tragen darf. Seiner Partei traute man für die Parlamentswahlen 20% bis 30% der Stimmen zu. Kurz vor den Wahlen wurde er allerdings von einem Tierrechtler auf einem Parkplatz erschossen.

In der darauffolgenden Nacht zog ein wütender Mob von Fortuyn-Untersützern durch Den Haag. In den besetzten Häusern rechnete man mit Angriffen. Ich wohnte damals bereits zur Miete, ich betrieb aber noch diese Internetwerkstatt in der besetzten Ubica am Utrechter Ganzenmarkt. Einige aus meinem Team zogen für die Nacht in die Werkstatt. Es blieb aber alles ruhig.

Heute hatte ich einen längeren Call mit den Amsterdamern. Ich wollte nach dem Befinden fragen, aber ich vergass das Thema. Mache ich morgen.

Am Abend traf ich mich mit Benny. Er kam zu mir ins Büro, weil er aus dem tiefen Westen kam und ich war heute mit dem Auto im Büro. Also fuhren wir gemeinsam mit dem Auto nach Friedrichshain. Danach spazierten wir mit der Hündin runter zum Boxhagener Platz, assen einen Schawarmateller beim Syrer und gingen danach ins Hops&Barleys. Wir wollen dort schon lange mit unseren Frauen hingehen um deren Cider zu trinken. Bennys Frau liebt Cider. Ich hatte über deren selbstgegärten Cider geschwärmt und so war vor einiger Zeit der Plan entstanden, ins Hop&Barleys zu gehen um Cider zu trinken.
Heute gingen wir dann ohne Frauen hin und tranken Bier. Nun.

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