[tagebuchbloggen 15.12.]

Wir saßen überm Marlene-Dietrich-Platz, nippten am ersten Bier der Weihnachtsfeier, schauten hinunter auf die Spielbank und mein Chef sagte, komm, lass uns in die Spielbank gehen und ich sagte, ohnein, sowas ist nichts für mich, und er sagte, ah doch, das ist cool, kann man 10 Euro in den Automaten stecken und als Millionär nachhause gehen, und ich sagte, ohnein, sowas ist nichts für mich, und er sagte, doch das ist cool, haben wir früher auch gemacht, und ich sagte, ohnein, sowas ist nichts für mich, und er sagte, komm, ich glaube ich gewinne heute die Million, und ich sagte, stimmt, ich habe auch ein gutes Gefühl, und der andere Kollege sagte, er käme mit, und so gingen wir hinunter zur Spielbank, und ich fragte dauernd was ich jetzt tun muss, und mein Chef zeigte mir die Knöpfe. Er verlor fünfzehn Euro, danach verlor ich zehn Euro, aber immerhin hatte ich einmal 2,50 gewonnen, die ich beim nächsten Einsatz sofort wieder verlor, und mein anderer Kollege verlor erst einen Zehner, gewann dann 38 Euro, und, schlau wie der Fuchs, wollte er es sich auszahlen lassen, drückte auf Auszahlen – danach tat sich aber nichts mehr. Erst später sahen wir, dass man die Auszahlung, ganz oben rechts auf einem eigenen Drücker bestätigen musste. Das war später. Vorher hat er die 38 Euro natürlich wieder verspielt.

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Beat It. Just beat it. Beim tanzen zu Beat It ist dann immer alles so klar, die Coolness der Achtziger, die so Jackomäßig aufgedreht war, die wir heute so unmöglich finden, so grell. Beim Tanzen zu Beat It verstehe ich immer worum es ging, es liegt in den Bewegungen, die der Song hervorruft, sie sind so achtziger, so jackomäßig aufgedreht. Ich glaube es hatte mit, öhm, Hoffnung zu tun.

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Wir waren die Letzten. Ein Haufen betrunkener Nerds, der mit den Garderobemarken vollkommen überfordert war. Nachher, es war vier Uhr, kehrten wir noch im MacDonalds ein, Himmel, ist das wirklich so gewesen, und als die anderen ins Taxi stiegen bin ich noch den ganzen Weg vom Potsdamer Platz bis zum Hackeschen Markt gelaufen. Irgendwann spürte ich meine Beine nicht mehr und bin für den letzten Kilometer in ein Taxi gestiegen.
Ich weiß übrigens, warum ich mir heute freigenommen habe.

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