[Tagebuchbloggen. Freitag, 5.3.2021]

Heute wurde dann seitens Hertha die Sieger des Wilhelm Wernicke Preises verkündet. Mit diesem Preis will Hertha besondere, soziale Initiativen ehren. Mit unserem Fanclub Axel Kruse Jugend haben wir den dritten Preis gewonnen. Wegen der Initiativen, die wir in diesem Jahr geführt haben. Allen voran die 1892-Liter-Wasser Aktion, aber auch die anderen, kleineren Initiativen, die wir ins Leben gerufen hatten.

Hier ist das Video.

Hier der Text zum Preis.

Als die Ankündigung raus war, fing diese seltsame Nervosität an. Die Likes auf Twitter, die Retweets, die privaten Nachrichten. Ich habe den ganzen Tag nur mit einer Hirnhälfte gearbeitet.
Die andere Hirnhälfte war von einem nervösen Mix auf Endorphin- und Stressinjektionen lahmgelegt.

Das war übrigens der Grund, warum ich letzten Donnerstag schrieb, ich könne gerade nicht berichten, was geschehen sei. Die Preisträgerinnen sollten erst heute verkünden werden, man bat uns also eine Woche zu warten.
An jenem Donnerstag hatten wir ein Treffen mit HerthaTV und Theresa, der Leiterin der CSR Abteilung bei Hertha um ein kleines Imagefilmchen über unseren Fanclub zu drehen. Meine Frisur saß gut. Das ist das Wichtigste.

Wir drehten zuerst das Video. Es wurden Interviews geführt und als alles im Kasten war, sagte man uns, es käme gleich eine kleine Überraschung.
Die Überraschung war eine auffällig schöne Frau, der schon von Weitem eine gewisse Star-Strahlung vorausging. Sie trug einen strahlend hell-lilanen Wollmantel, ihr Haar war voluminös und sie hatte dieses schöne strahlend-distanzierte Lachen, wie es eigentlich nur Berühmheiten von sich geben können. Sie trug eine kleine gläserne Skultpur in den Armen. Die Skultpur sah aus wie ein Preis.
Als die Frau auf uns zukam, standen wir da zu dritt. Tanja, Moritz und ich. Wir wussten nicht wer sie war. Ich wusste, dass ich mich zu ihren Auftritt irgendwie zu verhalten hatte, wusste aber nicht recht wie, ich stand vermutlich mit einem freundlich festgefrorenem Lächeln da und sah zu wie sie auf uns zukam.
Als sie vor uns stand sagte sie: ich glaube ihr wisst nicht wer ich bin, oder?
Sie lachte. Wir lachten. Wir lösten uns.
Sie stellte sich als Eva Maria Lemke vom RBB vor. Eine sehr sympathische Frau mit einer starken Präsenz.
Danach bekamen wir zahlreiche Zuschriften von Leuten, die uns dafür beneideten, dass wir mit Eva Maria Lemke zu tun hatten. Das war ziemlicher Glanz, den sie in diesen Minuten über uns abgeworfen hatte.

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Abends beschloss ich, spontan einen Cheatday einzulegen. Es geht mir seit zweidrei Tagen gesundheitlich nicht so gut. Latentes Unwohlsein, ich kann es nicht einmal genau beschreiben. Pizza also. Ich hatte das Bedürfnis nach Trost, den mir nur eine Pizza schenken konnte.
Und das funktionierte tatsächlich. Der Trost hielt sogar den ganzen Abend an. Ich bin dadurch nicht gesund geworden, aber es tröstete.

Mich nervt das Geschäftsmodell von Lieferando mittlerweile sehr. Letztendlich ist es einfach eine Webseite die sich aufgrund der faktischen Monopolstellung, hohe Vermittlungsgebühren auszahlen lässt. Das ist alles. Dahinter befindet sich kein Lieferdienst. Den zahlen die Restaurants selber.
Wenn möglich, bestelle ich mittlerweile bei den Restaurants direkt. Die meisten Restaurants haben mittlerweile ihren eigenen Shop. Deren eigenen Shops haben die gleichen Funktionen und sind genau so bequem.

Meistens bestelle ich ohnehin bei der gleichen Pizzeria, und wenn ich mal etwas anderes essen will, dann suche ich über Lieferando nach Restaurants. Wenn mir etwas appetitlich vorkommt, google ich aber das Restaurant und bestelle dort direkt.
Eat this, Lieferando.

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