[Sa, 31.1.2026 – Derry, Ikonen, Hündinnenfreundschaft]

Meine Hündin hat eine neue Freundin. Üblicherweise ist sie sich zu cool dafür, um mit anderen Hunden zu spielen. Spielaufforderungen geht sie aus dem Weg und wenn Hunde zu aufgeregt sind, verdreht sie nur die Augen. Auch im Rudel mit der Hundesitterin hat sie eher die Rolle der Aufpasserin inne. Sie schaut dem Treiben der anderen Hunde zu, wenn es ihr aber zu wild wird, geht sie dazwischen und maßregelt.

Die Sitterin hat jetzt aber eine neue Hündin. Sie ist ungefähr so groß wie meine Hündin auch und etwa im gleichen Alter. Und die beiden spielen. Sie springen sich an, fordern sich zum Spiel auf, jagen sich. Ich sah das schon auf den Insta-Storys der Sitterin. Heute traf ich sie im Park. Als sich die beiden Tiere erkannten, liefen sie aufeinander zu und begrüßten sich ganz aufgeregt. Danach rannten sie herum, wie zwei Welpen.

Ich weiß jetzt auch nicht. Es gibt keine Pointe. Auch keine Erkenntnis.

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Gestern fingen wir damit an, „IT“ zu schauen, die Serie, nicht den Film. Eigentlich wollten wir ja diesen oscarnominierten Horrorfilm „Blood and Sinners“ schauen, jedoch stellten wir fest, dass wir den bereits im Sommer mal gesehen hatten. Wir waren dem Hype schon voraus. Er war ganz okay, die Musik war gut, optisch auch, die Story war ein bisschen ungewöhnlich, was ich bei Horrorfilmen auch begrüße, sonst fand ich ihn aber etwas unterkomplex. Zu unterkomplex jedenfalls, um preisverdächtig zu sein.

Meine Frau sagte allerdings, dass ich während des Filmes eingeschlafen sei. Es kann also durchaus sein, dass ich die Komplexität nicht mitbekommen habe.

„It – Welcome to Derry“ entfaltet einen größeren Handlungsbogen. Er erzählt von diesem Monster, das alle 27 Jahre erwacht, und zieht diesmal Verbindungen zu den dokumentierten Vorfällen bis zurück ins Jahr 1905. Es ist keine originale Stephen-King-Geschichte, sondern eine darauf aufbauende Serie. Stephen King zeigte sich wohl enthusiastisch über die Umsetzung des Stoffes. Und tatsächlich könnte man nach der dritten Folge meinen, er hätte das Buch dazu selbst geschrieben.

Von Stephen King begeistert mich mittlerweile ja auch seine Person. Wie er auf BlueSky unerschrocken den aufkommenden Faschismus in den USA kommentiert und gegen Trump austeilt. Klar, er hat mittlerweile genug Geld und auch das Alter, um sich nicht mehr um seine Existenz zu fürchten. Aber dennoch. Ähnliches gilt für Bruce Springsteen. Auch so eine amerikanische Ikone. Musikalisch ging The Boss immer eher an mir vorbei, aber seine Vibes sprachen immer schon eher für das Volk in den Rust Belts. Und überhaupt: Jane Fonda! Gerade deswegen sind diese Stimmen so wichtig. Es ist anders als wenn Mark Ruffalo sich erhebt oder die üblichen, jungen, schönen, liberalen Größen. Diese Alten sprechen mit einem amerikanischen Gewissen.

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Wir bauen wieder. Wir waren bei Toom und kauften Holz. Sowie eine Akku-Kreissäge von Ryobi. Diesmal waren wir weniger erfolgreich, deswegen gibt es auch keine Bilder zur Dokumentation. Wir müssen die Pläne ändern. Aber Feierabendbier tranken wir trotzdem.

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