Seit drei Wochen will ich eigentlich mein Arbeitszimmer aufräumen, aber jedes Mal, wenn ich in Berlin bin, stelle ich es nur mit weiteren Gegenständen und Kabeln voll. Dieses Wochenende beschäftigte ich mich mit einem Raspberry Pi, den ich als interne NAS, also eine Cloud für Dateien, Fotos und Backups, verwenden werde. Das Ganze mache ich mit Nextcloud. Auch um von Big Tech wegzukommen, aber ich habe in Wahrheit nie Dropbox oder Googlecloud oder OneDrive und all die Dienste verwendet. Ich hostete das immer schon lokal, mit einem NAS aus dem Mediamarkt. Da ich das Open-Source-Projekt Nextcloud aber ungemein spannend finde, auch, weil sämtliche Regierungen und auch die EU-Kommission jetzt darauf setzen, wollte ich es schon lange einmal probieren. Ich hätte mir auch einen Nextcloud-Dienst anmieten können, z. B. für 1€ pro Monat bei Mailbox.org oder anderswo, aber ich habe schlichtweg zu viele Daten. Bereits mein Telefon hat 80 GB an Bildern. Ich weiß gar nicht, wie ihr anderen das macht.
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Übrigens: rivva.de. Ein richtig tolles Projekt, in dem man sehen kann, was in anderen Blogs so los ist. Normalerweise schaue ich immer bei der Kaltmamsell, Maximilian, iberty oder im Kieselblog, was es im Netz Neues gibt. Rivva gibt aber einen umfangreichen Überblick, über alles, was die germanophonen Blogs beschäftigt. Da werde ich immer fündig.
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Das Romanprojekt stagniert gerade. In den drei Monaten, in denen ich jetzt in Hamburg arbeite, habe ich gerade einmal 20 Seiten geschrieben. Das ganze Hamburgprojekt sollte eigentlich ganz anders aussehen: Tagsüber arbeite ich in der Firma, abends arbeite ich am Roman. Jetzt arbeite ich aber nur noch in der Firma. Ich weiß gar nicht so genau, was ich abends mache. Sogar das Blog gibt mir dazu nicht so recht Aufschluss.
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Wir schauten „The Change“, einen neuen Film, der ganz harmlos mit einer Familienfeier beginnt, auf der der Sohn mit seiner neuen Freundin eingeladen ist, die Autorin eines Bestsellers mit dem Namen „The Change“ ist, ein Manifest zur Abschaffung der Demokratie. Das Manifest wird schließlich zu einer politischen Bewegung, deren Kopf sie ist, und am Ende sind die USA zu einem faschistischen Staat mutiert und die Familie ist ein Mess.
Das Thema ist natürlich brandaktuell, aber während der Film den Anfang einer Bewegung und das Ende eines faschistischen Staates recht gut einfängt, fehlte mir doch ein nachvollziehbarer Weg dahin. Es ist allerdings kaum möglich, so viel Stoff in 90 Minuten zu verpacken. Oft sind Serien aufgeblähte Spielfilme, hier hatte ich eher das Gefühl, dass es sich um eine gestraffte Serie handelte, der ein wichtiger Mittelteil herausgeschnitten wurde.

ja, rivva ist toll und ein baustein unabhängige publikationen ohne grosse plattformen sichtbar zu machen, bzw. die sichtbarkeit zu erhöhen. aber das projekt braucht dringend unterstützung. würde ich auch fast als teil des digitalen unabhängigkeits-gedöns sehen.
nur mal eben so am rande: ich freue mich wie ein kleines kind darüber, dass ich von zuhause aus in anderen blogs kommentieren kann. alles dank #indieweb-gedöns.